Die aus Sargans stammende Sängerin Tibelya meldet sich mit einem persönlichen Statement zurück: Am 25. September 2026 erscheint ihre neue Single «Daughter of Mesopotamia», der dritte von vier Songs ihrer kommenden EP. Mit dem Stück setzt sie sich musikalisch und textlich mit ihrer assyrischen Herkunft auseinander und bringt diese in die Pop- und R&B-Sprache der Gegenwart.
Eine Brücke zwischen Gegenwart und Herkunft
Nach einem intensiven Festivalsommer — aufzählbar sind Auftritte am OpenAir St.Gallen, bei Stars in Town, am Seaside Festival, bei Sound am See und an Musig uf de Gass — präsentierte Tibelya bereits mehrfach ihre Stimme einem breiteren Publikum. Mit «Daughter of Mesopotamia» macht sie nun einen Schritt, der über die übliche Songveröffentlichung hinausgeht: Der Track verbindet zeitgenössischen Pop-Sound mit Einflüssen aus dem assyrischen kulturellen Erbe und wird teilweise in Englisch sowie in Assyrisch-Aramäisch gesungen.
Im Zentrum des Songs steht die Frage nach Beständigkeit kultureller Identität angesichts von Wandel und Verdrängung. Als Leitmotiv dient die Zeile
«They can’t erase my roots, in my hand lies the truth»— sinngemäss ein Bekenntnis zu Unbeugsamkeit und zur Weitergabe von Geschichten und Erinnerungen. Tibelya beschreibt ihre Herkunft nicht als nostalgische Rückschau, sondern als lebendige Ressource, die ihre Musik formt.
Karriere und mediale Resonanz
Tibelya hat ihren Weg in den letzten Jahren Schritt fuer Schritt aufgebaut. Berichte in regionalen Medien wie dem «Sarganserländer» sowie Beiträge bei Wundo, Vaterland und LIEWO begleiteten ihre Entwicklung. Erste Radiointerviews gab sie bei Radio Grischa. Musikalisch bewegt sich die Sängerin zwischen R&B und Pop; zunehmend werden Elemente ihrer assyrischen Herkunft zu einem eigenstaendigen Teil ihres Klangbildes.
- Veröffentlichung: 25. September 2026
- Position im Release-Plan: Dritter von vier Songs der kommenden EP
- Sprachen: Englisch und Assyrisch-Aramäisch
- Festivalauftritte (Sommer): OpenAir St.Gallen, Stars in Town, Seaside Festival, Sound am See, Musig uf de Gass
Visuelle Umsetzung und Fortführung
Zur Single kündigt Tibelya ein Musikvideo an, das die Botschaft des Songs visuell umsetzen soll. Details zur Regie, zum Team oder zum Erscheinungsdatum des Videos sind noch nicht kommuniziert. Die Künstlerin selbst hebt in der Beschreibung des Songs hervor, dass es ihr darum gehe, Geschichten und Wurzeln weiterzutragen — nicht als museale Relikte, sondern als lebendige Bestandteile ihres künstlerischen Ausdrucks.
| Aspekt | Fakten |
|---|---|
| Herkunft | Sargans; assyrische Wurzeln |
| Musikalische Einordnung | Pop / R&B mit kulturellen Einflüssen |
| Mediale Begleitung | Radio Grischa; Sarganserländer; Wundo; Vaterland; LIEWO |
Die Veröffentlichung von «Daughter of Mesopotamia» lässt sich auch als Teil eines grösseren Trends lesen: Künstlerinnen und Künstler in der Schweiz verarbeiten vermehrt multiethnische Identitäten und bringen diese in die populäre Musik ein. Solche Arbeiten sprechen ein Publikum an, das nicht nur Entertainment sucht, sondern auch die Auseinandersetzung mit Herkunft und Erinnerung. Tibelya positioniert sich in diesem Feld als Stimme, die persönliche Geschichte mit eingängigen Melodien verknuepft und dabei sichtbare Bruecken zwischen Kulturen baut.
Ob die neue Single und das angekündigte Musikvideo der Künstlerin den Schritt von regionaler Bekanntheit zu nationaler Wahrnehmung erleichtern, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Sicher ist: Mit der mutigen Kombination aus modernen Popformen und assyrisch-aramäischen Elementen liefert Tibelya ein klares Statement zur Bewahrung von Identität — und zu deren Präsenz in der zeitgenössischen Schweizer Musiklandschaft.