Neuer Trainingsstandort auf der Chueweid
Die OLMA-Rennsäuli werden künftig in Gossau auf ihren grossen Auftritt in der St. Galler OLMA-Arena vorbereitet. Auf der Chueweid haben Dominik und Jessica Dörig das Training übernommen. Damit folgen sie Hans und Susanne Milz aus Amlikon-Bissegg, die das Säulirennen während 29 Jahren prägten.
Für das Training wurde bei der Chueweid eigens eine Arena gebaut, die der Rennstrecke an der OLMA nahezu exakt entspricht. Die Trainingskurve führt, wie in St. Gallen, nach links. Auch Iglus, in denen die Säuli vor dem Lauf untergebracht sind, sowie weitere Elemente des Parcours wurden nachgebildet, damit sich die Tiere früh an ihre späteren Bedingungen gewöhnen können.
Ablauf und Ausstattung der Trainingseinheiten
Eine typische Trainingseinheit dauert laut den Betreuenden rund 30 bis 45 Minuten. Die Vorbereitung beschränkt sich nicht auf die reine Rennstrecke: Möglichst viele Reize sollen den späteren Auftritt an der OLMA nachbilden. Dazu zählen Musik aus einer grossen Box, Aufnahmen früherer Säulirennen und sogar die Stimme des bekannten Moderators Christian Manser, die abgespielt wird, damit sich die Tiere an die Geräuschkulisse gewöhnen.
| Trainingsbestandteil | Beschreibung |
|---|---|
| Arena | Nachbildung der OLMA-Rennstrecke (Kurve nach links) |
| Dauer | 30–45 Minuten pro Einheit |
| Akustik | Musik, Geräusche früherer Rennen, Stimme von Christian Manser |
| Vorbereitung | Gewöhnung an Iglus, Mäntelchen, Parcours-Elemente |
Tiergerechte Gewöhnung an die OLMA-Situation
Die Trainingsleiterinnen und -leiter in Gossau legen Wert auf eine schrittweise Gewöhnung. So werden die Tiere nicht nur auf die Strecke vorbereitet, sondern auch an die Ausstattung, die sie an der OLMA tragen werden, etwa an ihre Mäntelchen. Zudem ist der erste Trainingsschritt – das Herausführen aus den Iglus und das Hinführen zum Futtertrog – schon jetzt zuverlässig eingeübt.
«Ich habe das Gefühl, sie freuen sich schon auf das Training», sagt Dominik Dörig.
Die Kombination aus Routinen, akustischen Reizen und der nachgestalteten Umgebung soll die Säuli sicherer machen und ihnen helfen, die Abläufe an der grossen Messe ohne Stress zu absolvieren. Die Iglus, in denen die Tiere aktuell untergebracht sind, werden später teilweise mit nach St. Gallen genommen, um den Transport und die Eingewöhnung zu erleichtern.
Bedeutung für Gossau und die Region
Die Verlagerung des Trainings nach Gossau bringt Aufmerksamkeit für die Chueweid und verankert einen Teil der OLMA-Tradition lokal. Das Säulirennen ist ein populäres Element der Messe und zieht jeweils Publikum an – die Vorbereitung in Gossau ermöglicht lokalen Akteuren und Besucherinnen ein frühes Erleben dieses Brauchtums. Für die Nachfolge von fast drei Jahrzehnten Leitung durch das Ehepaar Milz bedeutet die Aufgabe durch die Dörigs auch einen Generationenwechsel innerhalb der regionalen Landwirtschaftsszene.
- Die Trainingsarena auf der Chueweid ist der OLMA-Rennstrecke nachempfunden.
- Trainingsdauer: rund 30–45 Minuten pro Einheit.
- Akustische Elemente und Ausrüstung werden gezielt eingesetzt, damit sich die Säuli an Messebedingungen gewöhnen.
Die ersten Einheiten in Gossau sind bereits gelaufen. Ob und wie sich die Veränderungen am Auftritt an der OLMA im Oktober zeigen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die Stadt Gossau nun eine sichtbare Rolle in der Vorbereitung eines traditionellen Messeprogrammpunkts übernommen hat.