Am Freitagnachmittag, 4. September 2026, kam es in der Stadt St. Gallen zu zwei getrennten Einsätzen der Stadtpolizei wegen Personen, die mutmasslich mit Messern unterwegs waren. Die Vorfälle ereigneten sich innerhalb von weniger als zwei Stunden und führten zu grösseren Polizeipräsenz im Stadtgebiet. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt.
Erster Einsatz am Hauptbahnhof
Die Polizei erhielt um 14.15 Uhr die Meldung über eine Frau am Hauptbahnhof, die mit einem Küchenmesser unterwegs sei und lautstark herumschreie. Sicherheitsmitarbeitende des Bahnhofs konnten die Frau noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte anhalten. Die Stadtpolizei brachte die 46-jährige Nordmazedonierin zur weiteren Abklärung auf den Polizeiposten.
Weil die Frau laut Polizei einen verwirrten Eindruck machte, erfolgte eine ärztliche Begutachtung. Anschliessend wurde sie in eine Klinik eingewiesen. Nach derzeitigen Angaben bestand keine konkrete Gefährdungslage für Dritte, und es gab keine Verletzten.
Zweiter Einsatz im Kantipark
Nur knapp zwei Stunden später, kurz nach 16 Uhr, ging eine weitere Meldung ein: Im Kantipark solle sich ein Mann mit einer Machete aufhalten und Personen angreifen. Mehrere Patrouillen rückten aus und suchten den Park ab.
Anwesende Personen wiesen die Einsatzkräfte auf einen Mann, der sich sehr aggressiv verhielt. Bei der Erstkontaktaufnahme trug der 51-jährige Kubaner jedoch zunächst keine Machete bei sich. Aufgrund seines Verhaltens legten die Polizisten Handfesseln an. Bei der anschliessenden Durchsuchung entdeckten Einsatzkräfte eine Machete in einem Gebüsch.
Auch dieser Mann wurde auf den Polizeiposten gebracht, ärztlich untersucht und anschliessend in eine Klinik eingewiesen. Auch hier meldet die Polizei, dass nach aktuellem Kenntnisstand niemand verletzt wurde.
Polizeiliche Abklärungen laufen
Die Stadtpolizei St. Gallen bezeichnet die beiden Vorfälle als voneinander unabhängig. Zu den genauen Hintergründen machte die Behörde vorerst keine weiteren Angaben. Die Landesbehörden führen die üblichen Abklärungen durch, um die Motive und die genauen Abläufe zu klären.
- Datum: 4. September 2026
- Ort: Hauptbahnhof St. Gallen; Kantipark
- Beteiligte: 46-jährige Frau (Nordmazedonien), 51-jähriger Mann (Kuba)
- Ergebnis: Beide Personen ärztlich untersucht und in Kliniken eingewiesen; keine gemeldeten Verletzten
| Zeit | Ort | Person | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| 14.15 Uhr | Hauptbahnhof | 46-jährige Nordmazedonierin | Mit Küchenmesser gemeldet; Confusion; in Klinik eingewiesen |
| kurz nach 16 Uhr | Kantipark | 51-jähriger Kubaner | Aggressiv, Machete in Gebüsch gefunden; in Klinik eingewiesen |
Reaktionen und Hinweise für die Bevölkerung
Die Einsätze zeigen, dass Meldungen über bewaffnete Personen rasch zu einem grösseren Polizeiaufgebot führen. Die Stadtpolizei dankt Zeugen für ihre Hinweise, die massgeblich zur schnellen Auffindung der Personen beitrugen. Wer sich in solchen Situationen unsicher fühlt, soll sich in Sicherheit bringen und die Polizei unter der bekannten Notrufnummer informieren.
Die Behörden betonen ferner, dass verwirrtes oder auffälliges Verhalten oft medizinische Gründe haben kann. In beiden Fällen führten polizeiliche Massnahmen zu einer medizinischen Abklärung und zur Einweisung in Kliniken, nicht zu Strafverfolgungsentscheidungen, soweit dies aktuell kommuniziert wurde.
Die Polizei wird die Geschehnisse weiter untersuchen und gegebenenfalls weitere Auskünfte erteilen, wenn die Abklärungen fortgeschritten sind.