Am 5. September fand in Einsiedeln die traditionelle Fusswallfahrt der «Vereinigung ehemaliger päpstlicher Schweizergardisten» statt. Die Pilgerinnen und Pilger schlossen die Wallfahrt mit einem Gebet vor der Gnadenkapelle und einem feierlichen Einzug in die Klosterkirche ab. Die Heilige Messe zelebrierten Abt Urban und S. E. Mons. Ettore Balestrero, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf.
Feierlicher Gottesdienst und Andacht vor der Schwarzen Madonna
Der Gottesdienst wurde von zahlreichen weiteren Pilgerinnen und Pilgern mitgefeiert. Die gemeinsame Andacht vor der Schwarzen Madonna in der Gnadenkapelle bildete den liturgischen Abschluss; die Versammlung intonierte das «Salve Regina» als gemeinsamen Gesang. Der Auftritt von Mons. Balestrero dürfte vielen der ehemaligen Schweizergardisten vertraut gewesen sein: Der Diplomat war zuvor im Staatssekretariat des Vatikans tätig, was seine Anwesenheit in Einsiedeln für ehemalige Kollegen besonders bedeutsam machte.
Mittagessen im Kongresszentrum und Ansprachen
Im Anschluss versammelten sich die Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Mittagessen im Kongresszentrum «Zwei Raben». In seiner Ansprache betonte Mons. Balestrero die zentrale Rolle des Dienstes am Mitmenschen. Er verwies exemplarisch auf das Leben von Bruder Meinrad Eugster vom Kloster Einsiedeln, für den bereits 1939 das Seligsprechungsverfahren eingeleitet wurde. Balestrero hob hervor, dass Bruder Meinrad seinen Dienst im Alltag – etwa als Sakristan – in Bescheidenheit und mit Hingabe gelebt habe und bis heute viele Menschen zu seinem Grab pilgern.
«Wichtigkeit des Dienstes für den Nächsten.»
Der Erzbischof riet den Anwesenden, das Vorbild Bruder Meinrads für den Alltag und den Dienst am Menschen ernst zu nehmen. Die Betonung lag auf dem praktischen, bescheidenen Dienst statt auf der Suche nach öffentlicher Anerkennung.
Auszeichnung für Einsatz im Heiligen Jahr
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung überreichte Mons. Balestrero zusammen mit dem Kommandanten der Schweizergarde, Oberst Christoph Graf, die päpstliche Verdienstmedaille. Geehrt wurden damit ehemalige Schweizergardisten und freiwillige Helfer, die während des Heiligen Jahres in Rom Dienst geleistet hatten. Die Übergabe der Medaillen bildete einen offiziellen und persönlichen Dank des Heiligen Stuhls an jene, die im besonderen Dienst engagiert gewesen waren.
- Datum der Wallfahrt: 5. September
- Ort: Klosterkirche und Gnadenkapelle Einsiedeln sowie Kongresszentrum «Zwei Raben»
- Wesentliche Beteiligte: Abt Urban, Mons. Ettore Balestrero, Oberst Christoph Graf
Die Veranstaltung verband liturgische Feier, persönliche Begegnung und Anerkennung des geleisteten Dienstes. Für Einsiedeln bedeutete der Anlass eine Gelegenheit, die Verbindung zwischen dem Kloster, ehemaligen Mitgliedern der Schweizergarde und dem Vatikan sichtbar werden zu lassen. Die Feier trug dazu bei, das Kloster als spirituelles Zentrum zu bestätigen und die Tradition der Fusswallfahrt in der Gemeinde weiterzuführen.
| Rolle | Person / Institution | Beitrag am Anlass |
|---|---|---|
| Gottesdienst | Abt Urban | Mitzelebration |
| Mitzelebrant / Redner | S. E. Mons. Ettore Balestrero | Mitzelebration, Ansprache, Medaillenübergabe |
| Vertreter Schweizergarde | Oberst Christoph Graf | Medaillenübergabe |
| Veranstalter | Vereinigung ehemaliger päpstlicher Schweizergardisten | Organisierte Fusswallfahrt |
Der Anlass in Einsiedeln bot sowohl Raum für gelebten Glauben als auch für persönliche Begegnungen zwischen ehemaligen Gardisten, kirchlichen Würdenträgern und Pilgerinnen und Pilgern. Die Verleihung der päpstlichen Verdienstmedaillen verlieh dem Tag zusätzlich offiziellen Charakter und stellte jene in den Mittelpunkt, die während des Heiligen Jahres in Rom Dienst geleistet hatten.