Der Seelisberg-Tunnel wurde nach einem schweren Verkehrsunfall in den frühen Morgenstunden des Freitags wieder für den Verkehr freigegeben. Beim Unglück gegen 03.00 Uhr verstarb die fahrzeuglenkende Person noch am Unfallort. Die Sperrung der A2 führte zu grossen Verkehrsbeeinträchtigungen, unter anderem zu Kolonnen auf der Autobahn A4 bei Steinen.
Unfallhergang und Einsätze
Gemäss Mitteilung der Kantonspolizei Uri fuhr ein Personenwagen mit Urner Kontrollschildern in Richtung Norden. Kurz vor der Einfahrt in den Seelisbergtunnel geriet das Fahrzeug «aus derzeit unbekannten Gründen nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit der Infrastruktur des Tunnelsüdportals». Anschliessend sei das Auto in einen Technikraum geraten und dort in Vollbrand geraten.
«Unmittelbar vor der Einfahrt in den Seelisbergtunnel geriet das Fahrzeug aus derzeit unbekannten Gründen nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit der Infrastruktur des Tunnelsüdportals.»
Bei dem Unfall wurde die Betriebs- und Sicherheitsinfrastruktur des Tunnels erheblich beschädigt. Die Identifikation der verstorbenen Person ist noch nicht abgeschlossen. Die Kantonspolizei Uri führt die Ermittlungen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Uri.
Folgen für das Strassennetz in der Region
Die Sperrung des Seelisberg-Tunnels in beiden Richtungen führte zu Stau, der sich bis auf die A4 bei Steinen auswirkte. Am Morgen kam es aufgrund der Verkehrskonzentration zu einem Folgeunfall: Ein Fahrzeuglenker bemerkte einen Stillstand zu spät und fuhr auf ein stehendes Auto auf.
Bei dieser Folgekollision verletzten sich nach Polizeiangaben sechs Personen leicht und zwei Personen erheblich. Die schwerer Verletzten wurden mit der Rega ins Spital geflogen. Der Sachschaden am Folgeunfall beläuft sich auf rund 80'000 Franken.
Betroffene Organisationen und Einsätze
Am Unfallort standen Inser Einsatzkräfte im Einsatz. Erwähnt wurden die folgenden Organisationen:
- Stützpunktfeuerwehr Altdorf und Stans
- Werkhoffeuerwehr Flüelen
- Bundesamt für Strassen (ASTRA)
- Amt für Betrieb Nationalstrassen
- Rettungsdienst des Kantonsspitals Uri und Rega
- Care Team Uri und ein privates Bestattungsunternehmen
- Staatsanwaltschaft Uri und Kantonspolizei Uri
| Uhrzeit | Ereignis |
|---|---|
| ca. 03:00 | Unfall und Brand im Seelisberg-Tunnel, Person verstorben |
| Vormittag | Folgeunfall aufgestauter Verkehr: acht Verletzte, zwei schwer |
| 16:51 (Update) | Freigabe des Seelisberg-Tunnels gemeldet |
Auswirkungen auf Verkehrsteilnehmende
Kurzfristig bewirkte die Sperrung hohe Verkehrsbelastung in der Region und verlangsamte den Verkehr auf den Ausweichrouten. Autofahrende auf den Tälern sowie auf der A4 waren gebunden, zeitweise kam es zu Kolonnen, wie Live‑Streams der Verkehrslage bei Steinen zeigten. Die Behörden wiesen darauf hin, dass die Abklärungen zum Schadenumfang und zur Sperrdauer laufen — insbesondere wegen der Beschädigung der Betriebs- und Sicherheitsinfrastruktur des Tunnels.
Ermittlungen und weitere Schritte
Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand laufender Untersuchungen. Diese werden von der Kantonspolizei Uri unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Uri geführt. Die Polizei kündigte an, sobald gesicherte und für die Öffentlichkeit relevante neue Erkenntnisse vorliegen, entsprechend zu informieren.
Was Verkehrsteilnehmende jetzt wissen sollten
- Bei grossen Verkehrsstörungen in Alpennähe können sich Staus schnell ausbreiten; alternative Routen und zusätzliche Reisezeit einplanen.
- Die Behörden informieren über weitere Entwicklungen; besonders sensible technische Schäden an Tunnels können zu verlängerten Sperrungen führen.
- Bei Beobachtungen, die für die Aufklärung des Unfalls relevant sein könnten, ist es sinnvoll, auf offizielle Informationskanäle der Kantonspolizei Uri zu achten.
Für die Region bleibt die Frage, wie rasch die beschädigte Tunnelinfrastruktur wieder vollumfänglich einsatzfähig gemacht werden kann. Solange die detaillierte Schadensbeurteilung und die Reparaturarbeiten nicht abgeschlossen sind, gelten weiterhin erhöhte Risiken für das Strassennetz durch Umlenkungen und erhöhte Verkehrsbelastung.