Der Kanton Schwyz hat eine neue Unterstützungsstruktur für junge Menschen in der beruflichen Grundbildung eingeführt: Das Case Management Berufsbildung (CMBB) steht seit dem 17. August 2026 zur Verfügung. Ziel ist die Stabilisierung von Ausbildungswegen und die bessere Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Arbeitsmarkt.
Wer ist angesprochen?
Das Angebot richtet sich an Personen im Alter von 14 bis 25 Jahren mit Wohnsitz im Kanton Schwyz. Adressaten sind jene, deren Lehre oder der Übergang in den Beruf durch komplexe, nicht rein fachliche Probleme gefährdet ist. Entscheidend für eine Begleitung durch das CMBB ist das Vorliegen einer sogenannten Mehrfachproblematik, also einer gleichzeitigen Belastung durch mehrere Faktoren.
Grundprinzipien des Angebots
Das Case Management ist als niederschwelliges, freiwilliges und kostenfreies Angebot konzipiert. Damit will der Kanton die Zugangshürden für Betroffene und deren gesetzliche Vertreter möglichst gering halten und gezielt dort Ressourcen bereitstellen, wo traditionelle Unterstützungsformen von Berufsfachschulen oder Lehrbetrieben nicht ausreichen.
Die kantonale Initiative setzt demnach auf Koordination und frühzeitige Intervention: Statt Einzelleistungen zu addieren, sollen die beteiligten Stellen Fälle gemeinsam betrachten und massgeschneiderte Lösungen begleiten.
Welche Probleme sind gemeint?
Als Beispiele für belastende Konstellationen, die eine Begleitung notwendig machen können, werden in den Quellen genannt:
- Schulische Schwierigkeiten, die den Lernerfolg gefährden
- Gesundheitliche Probleme, die Leistungsfähigkeit und Alltagseinteilung beeinträchtigen
- Familiäre Belastungen, die den Ausbildungsalltag stören
Die Liste ist nicht abschliessend; massgeblich ist die kombinierte Wirkung mehrerer Belastungsfaktoren auf die Ausbildungsfähigkeit.
Organisation und Ziele
Das CMBB wurde so gestaltet, dass es ergänzend zu bereits bestehenden Angeboten wirkt. Der Schwerpunkt liegt auf Frühintervention: Je früher Schwierigkeiten erkannt und koordiniert angegangen werden, desto grösser sind die Chancen, Lehrabbrüche zu vermeiden. Langfristiges Ziel ist die nachhaltige Integration der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt und die Verringerung von Abbrüchen während der beruflichen Grundbildung.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Startdatum | 17. August 2026 |
| Zielgruppe | 14–25 Jahre, Wohnsitz Kanton Schwyz |
| Kosten | Gratis |
| Charakter | Freiwillig, niederschwellig |
Auswirkungen für Lehrbetriebe und Schulen
Für Berufsfachschulen und Lehrbetriebe bietet das CMBB eine ergänzende Anlaufstelle, wenn eigene Massnahmen nicht mehr ausreichen. Indem Fälle koordiniert werden, sollen Lehrabbrüche verhindert und belastete Ausbildungsplätze stabilisiert werden. Dies entlastet Lehrbetriebe mittelfristig und schützt die Investition in die Ausbildung junger Menschen.
Was bedeutet das praktisch für Betroffene?
Jugendliche und ihre Eltern können die Begleitung freiwillig in Anspruch nehmen. Das Angebot ist kostenlos; es umfasst eine Abklärung der Situation, die Koordination von Unterstützungsleistungen und eine begleitete Umsetzung von Massnahmen. Ziel ist nicht primär die medizinische oder schulische Einzelleistung, sondern die Sicherung des Berufsausbildungswegs durch koordinierte Unterstützung.
Langfristig erwartet der Kanton, dass durch das CMBB weniger junge Menschen die Lehre abbrechen und mehr erfolgreich in den Arbeitsmarkt einmünden.
Für weitere Details, etwa Ansprechstellen oder Abläufe der Fallbearbeitung, verweist die kantonale Verwaltung typische Informationskanäle wie die Internetseite des Bildungsdepartements oder die Berufsbildungsträger. Konkrete Kontaktdaten oder organisatorische Feinheiten wurden in den vorliegenden Quellen nicht genannt.