Die Leitung der Kantonsschule Romanshorn wechselt: Auf den 1. Februar 2027 hat der Schulrat Mélanie‑Chantal Deiss zur neuen Rektorin gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Stefan Schneider an, der sein Amt nach etwas mehr als zwölf Jahren per 31. Januar 2027 niederlegt.
Vertraute Person aus dem Thurgauer Mittelschulwesen
Deiss (49) ist seit August 2019 Prorektorin an der Kantonsschule Romanshorn. In dieser Funktion zeichnet sie unter anderem für die Betreuung und Beratung der Lernenden in der gymnasialen Abteilung und der Fachmittelschule sowie für die Öffentlichkeitsarbeit der Schule verantwortlich. Ihre Wahl zur Rektorin stärkt die Kontinuität an der Institution, die sowohl als gymnasiale Matura‑Schule als auch als Ausbildungsstätte der Fachmittelschule eine zentrale Rolle im Kanton spielt.
Ihr beruflicher Weg ist eng mit der Region verbunden: Die künftige Rektorin erlangte an der Kantonsschule Romanshorn ihre Matura. Danach war sie ab 2004 an der Kantonsschule Frauenfeld als Lehrperson für Deutsch und Englisch tätig und übernahm dort ab 2016 die Leitung der Fachmittelschul‑Abteilung.
Akademische und führungsspezifische Qualifikationen
Mélanie‑Chantal Deiss hat an der Universität Zürich promoviert und dort auch das Diplom für das Höhere Lehramt erworben. Aktuell steht sie kurz vor dem Abschluss einer zweijährigen Weiterbildung für Schulleitungsmitglieder der Sekundarstufe II an der Universität St. Gallen. Damit bringt sie sowohl pädagogische wie auch akademische Expertise in die neue Funktion.
| Jahr | Position / Station |
|---|---|
| Bis 2004 | Matura an der Kantonsschule Romanshorn |
| 2004–2019 | Lehrerin für Deutsch und Englisch, Kantonsschule Frauenfeld; ab 2016 Leitung Fachmittelschule |
| Seit Aug. 2019 | Prorektorin, Kantonsschule Romanshorn |
| 1. Feb. 2027 | Beginn Rektorat, Kantonsschule Romanshorn |
Kontinuität nach einem langen Amtszeit
Stefan Schneider hatte die Kantonsschule Romanshorn gut zwölf Jahre geleitet. Sein angekündigter Rücktritt per 31. Januar 2027 markiert das Ende einer längeren Periode der Führung, in der die Schule organisatorisch und pädagogisch geprägt wurde. Die Wahl einer internen Führungsperson soll einen möglichst reibungslosen Übergang sichern.
Für Eltern, Lehrpersonen und Lernende bedeutet diese Personalie vor allem Stabilität: Eine Rektorin, die die Schule kennt, die Strukturen und lokalen Verhältnisse, ist mit den regionalen Anliegen und Netzwerken vertraut. Gleichzeitig bringen die laufenden Weiterbildungen von Deiss Impulse für die strategische Weiterentwicklung der Schule.
Praktische Auswirkungen für die Schulgemeinschaft
- Beratungs‑ und Betreuungsaufgaben an der Schule bleiben personell abgestützt, da Deiss bisher in diesem Aufgabenbereich tätig war.
- Die Schnittstellen zwischen gymnasialer Abteilung und Fachmittelschule dürften von der bisherigen Leitungserfahrung Deiss' profitieren.
- Der Lehrkörper erhält voraussichtlich Kontinuität in der Schulleitung, weil die neue Rektorin aus den eigenen Reihen kommt.
Welche konkreten Schwerpunkte Deiss in ihrem Rektorat setzen wird — etwa bei digitaler Infrastruktur, Lehrplananpassungen oder Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben — ist derzeit nicht kommuniziert. Die formelle Amtsübernahme per 1. Februar 2027 stellt aber die Weichen für die mittelfristige Planung an der Schule.
Die Personalentscheidung zeigt, dass der Kanton und die Schulleitung Wert auf eine Kombination aus lokaler Verwurzelung und fachlicher Weiterbildung legen. Die künftige Rektorin bringt beides mit: regionale Kenntnisse, Unterrichtserfahrung und akademische Qualifikation.
Für die Schulgemeinschaft beginnt nun die Phase des Übergangs von einer langjährigen Leitung zu einer neuen, intern vertrauten Führungsperson. Beobachter und Beteiligte im Kanton werden in den kommenden Monaten genau verfolgen, welche Akzente die neue Rektorin setzt und wie sie die Kantonsschule Romanshorn weiterentwickelt.