Der Stadtrat von Frauenfeld hat auf eine Einfache Anfrage des SP-Gemeinderats Pascal Frey geantwortet und klargestellt, dass beim Projekt Fernwärme West derzeit keine Lecks bekannt seien. Die Antwort nimmt Bezug auf eine Medienmitteilung von Thurplus, dem städtischen Betrieb, der das Projekt realisiert.
Stand des Projekts und Versorgungsziele
Die Fernwärme West ist als Teil der Energiewende in Frauenfeld geplant und soll nach den bisherigen Angaben rund 1600 Haushalte mit Wärme versorgen. Die Bevölkerung hatte 2022 mit einer Zustimmung von 84 Prozent der städtischen Vorlage grünes Licht für die Energiewende gegeben. Thurplus treibt die Erschliessung schrittweise voran und berichtete Ende 2025 über den Zwischenstand der Bau- und Anschlussarbeiten.
- Bestellte Hausanschlüsse: 101 (entsprechend 772 Wohneinheiten)
- Realisierte Hausanschlüsse: 35
- Geplante Inbetriebsetzung: voraussichtlich vor der Heizperiode 2026/2027
Fragen zur Dichtigkeit – Antworten des Stadtrates
Auslöser der Anfrage von Gemeinderat Pascal Frey war, dass Thurplus in einer Mitteilung schrieb, mit kleiner Wahrscheinlichkeit könnten allenfalls undichte Stellen auftreten und diese würden nun noch getestet. In seiner Antwort betont der Stadtrat, dass
„sowohl ihm wie auch der Geschäftsleitung von Thurplus zum damaligen Zeitpunkt keine undichten Stellen bekannt seien“und beantwortet damit zugleich die weiteren Fragen der Anfrage, beispielsweise wie mit möglichen Lecks umgegangen würde.
Weitere Erschliessungspläne
Neben dem Projekt Fernwärme West schreitet auch das Vorhaben Fernwärme Altstadt voran. Als Ausblick für 2026 nennt Thurplus die Erschliessung weiterer Gebiete, unter anderem das Quartier rund um die Hummelstrasse bis Bienenweg. Damit will die Stadt die Abdeckung mit nachhaltiger Wärme weiter ausdehnen und die Abkehr von fossilen Heizsystemen unterstützen.
Thurplus hatte Ende 2025 dokumentiert, dass schon zahlreiche Hausanschlüsse bestellt wurden, von denen ein Teil bereits realisiert ist. Die Zahlen zeigen, dass das Projekt sowohl auf Interesse bei Hauseigentümern als auch auf Fortschritte in der Umsetzung stösst. Gleichzeitig deutet die Mitteilung darauf hin, dass Thurplus die Infrastruktur intensiv testet, um mögliche technische Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
Konsequenzen für Frauenfeld
Für die Bevölkerung bedeutet dies einerseits Planungssicherheit: Bislang sind keine Lecks bekannt, und die verantwortlichen Stellen signalisieren, dass sie mögliche Mängel überwachen und beheben würden. Andererseits bleiben Zeitplan und Ausbau für viele Anwohnerinnen und Anwohner von praktischem Interesse, vor allem jene, die einen Anschluss planen oder bereits bestellt haben. Die schrittweise Erschliessung benachbarter Quartiere zeigt, dass die Stadt die Umstellung auf Fernwärme als langfristige Strategie verfolgt, um die Ziele der städtischen Energiewende zu erreichen.
Wie schnell die Inbetriebnahme erfolgen kann und ob sich der Zeitplan bis zur Heizperiode 2026/2027 hält, hängt von den laufenden Tests und der Umsetzung weiterer Hausanschlüsse ab. Thurplus bleibt Ansprechpartnerin für Auskünfte zu konkreten Anschlussfragen und zum Ablauf für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer.