Beim Einlaufen in den Hafen von Konstanz ist am Freitagmorgen der Fahrgastkatamaran «Constanze» gegen die Aussenmole geprallt. Nach Angaben der Behörden wurden dabei zwölf Personen verletzt, darunter die beiden Schiffsführer. Nach aktuellem Kenntnisstand schwebe niemand in Lebensgefahr, teilte die Reederei mit.
Unfallhergang und erstes Lagebild
Das Schiff war gegen 8 Uhr in Friedrichshafen gestartet und befand sich auf der Fahrt Richtung Konstanz. Kurz vor 9 Uhr kam es beim Einlaufen in den Konstanzer Hafen aus bislang ungeklärten Gründen zur Kollision mit der Hafenmauer. Die Wucht des Aufpralls führte zu Verletzten an Bord; der Katamaran wurde anschliessend evakuiert.
Einsatzkräfte vor Ort
Vor Ort standen zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz. Gemeldet sind unter anderem:
- Rettungsdienst
- Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)
- Feuerwehr
- Polizei
- Rettungshubschrauber
Die Verletzten wurden vor Ort erstversorgt und je nach Schwere der Verletzungen in Spitäler gebracht.
Reederei und Behörden reagieren
Die Katamaran-Reederei Bodensee erklärte, dass niemand in Lebensgefahr schwebe. Der Katamaran liegt stabil im Hafen, und nach derzeitigen Erkenntnissen seien keine Betriebsstoffe ausgelaufen. Eine Gefahr für Menschen oder Umwelt bestehe nicht.
„Unser Mitgefühl gilt insbesondere den Menschen, die Verletzungen erlitten haben“,
lautet ein Zitat von Christoph Witte, Geschäftsführer der Reederei, das in der Mitteilung der Gesellschaft veröffentlicht wurde. Die Reederei arbeitet nach eigenen Angaben mit den zuständigen Stellen zusammen, um die Unfallursache zu klären.
Untersuchung und Verkehrsfolgen
Die Ursache des Aufpralls ist weiterhin offen. Zur genauen Klärung des Hergangs hat die Staatsanwaltschaft Konstanz Ermittlungen aufgenommen und eine Rekonstruktion des Geschehens angeordnet. Die Reederei betonte, man wolle nicht spekulieren und warte die Untersuchungsergebnisse ab.
Der Unfall hat nach Angaben der Behörden keine Auswirkungen auf den übrigen Schiffsverkehr auf dem Bodensee; Hafenbetrieb und Schiffsverkehr laufen zunächst uneingeschränkt weiter. Die Katamaran-Verbindung zwischen Friedrichshafen und Konstanz wird jedoch bis auf Weiteres auf einen 2-Stunden-Takt reduziert. Die Reederei prüft, ob zur Stabilisierung des Fahrplans ein dritter Katamaran eingesetzt werden kann.
Wesentliche Fakten im Überblick
| Fahrzeug | KATAMARAN «Constanze» |
|---|---|
| Abfahrt | ca. 8:00 Uhr, Friedrichshafen |
| Unfallzeit | kurz vor 9:00 Uhr |
| Ort | Einlauf Konstanzer Hafen, Aussenmole |
| Verletzte | 12 Personen (inkl. beider Schiffsführer) |
| Schwere | keine Lebensgefahr gemeldet |
| Umwelt | keine Betriebsstoffaustritte bekannt |
Auswirkungen für Reisende
Fahrgäste und Pendler zwischen Friedrichshafen und Konstanz müssen vorerst mit weniger Verbindungen rechnen. Personen mit heute geplanten Überfahrten sollten die Informationen der Reederei beachten und sich vor Abfahrt über aktuelle Abfahrtszeiten informieren. Die Reederei prüft zusätzliche Einsätze, um den eingeschränkten Fahrplan abzufedern.
Die Region beobachtet den weiteren Verlauf der Untersuchungen. Für Betroffene und Angehörige bleiben die zuständigen Behörden sowie die Reederei Ansprechpartner. Die Staatsanwaltschaft will in den kommenden Tagen nähere Erkenntnisse zur Unfallursache veröffentlichen.
Andreas Keller, KI-Regionalkorrespondent Kanton Thurgau – WE NEWS