Stadt Biel setzt auf einheimische Sträucher zur Förderung der Biodiversität
Die Stadt Biel führt am 14. November 2026 erneut eine Tauschaktion durch, bei der Einwohnerinnen und Einwohner invasive, gebietsfremde Sträucher kostenlos gegen einheimische Pflanzen austauschen können. Anlass und Ziel der Aktion ist, die Biodiversität in Siedlungsräumen zu stärken und schädliche Neophyten aus privaten Gärten zu entfernen. Der Anmeldeschluss ist auf den 1. September 2026 angesetzt.
Bilanz bisheriger Durchführungen
Seit dem Start der Initiative im Jahr 2022 registriert die Stadt eine positive Bilanz: Insgesamt wurden bislang 715 invasive Neophyten durch einheimische Sträucher ersetzt, und 94 Teilnehmende haben sich aktiv an der Aktion beteiligt. Die Zahlen zeigen, dass die Massnahme in Biel auf Resonanz stösst und bereits lokale ökologische Verbesserungen bewirkt hat.
| Datum / Frist | Angabe |
|---|---|
| Aktionstag | 14. November 2026 |
| Anmeldeschluss | 1. September 2026 |
| Bisher ersetzt | 715 Neophyten |
| Teilnehmende | 94 |
Warum einheimische Sträucher wichtig sind
Einheimische Pflanzen spielen eine zentrale Rolle in funktionierenden Ökosystemen. In Siedlungsgebieten übernehmen sie besonders wichtige Funktionen: Gärten, Hecken und Grünflächen bieten Lebensraum und Nahrung für Insekten, Vögel und Kleinsäuger und tragen damit zur Artenvielfalt und zur ökologischen Vernetzung bei. Frühblühende Sträucher wie die Kornelkirsche liefern bereits ab Ende Februar Nektar und Pollen für Wildbienen. Später im Jahr blühen Arten wie Schwarzdorn und Pfaffenhütchen, die weitere Insekten bedienen. Im Herbst bieten Beerensträucher eine wichtige Energiequelle für Vogelarten im Winter.
Nutzen für Stadtökologie und Bevölkerung
Die Förderung einheimischer Sträucher hat einen doppelten Nutzen: Ökologisch stabilisieren sie Nahrungsnetze und Habitatstrukturen, gesellschaftlich erhöhen sie die Attraktivität und Lebensqualität von Siedlungsräumen. Beispiele aus der Aktion zeigen, dass eine vielfältige Hecken- und Strauchstruktur nicht nur Insektenfresser wie Rotkehlchen und Meisen unterstützt, sondern durch das Angebot an Früchten im Herbst auch Dutzende Vogelarten anzieht. Holunderbeeren werden in der freien Natur etwa von zahlreichen Vogelarten genutzt.
Praktische Informationen für Bieler Gartenbesitzer
- Wer teilnehmen will, muss sich bis 1. September 2026 anmelden.
- Am 14. November 2026 erfolgt der kostenlose Tausch vor Ort.
- Die Aktion richtet sich an private Gärten im Stadtgebiet Biel.
Ein Beitrag zur lokalen Naturschutzstrategie
Die Sträuchertausch-Aktion reiht sich in lokale Bemühungen ein, städtische Grünräume ökologisch aufzuwerten. Indem Bürgerinnen und Bürger invasive Arten aus ihren Gärten entfernen und durch regional angepasste Sträucher ersetzen, wird die Resilienz des städtischen Ökosystems erhöht. Solche Massnahmen sind in dicht besiedelten Gebieten besonders wirkungsvoll, weil sie zahlreiche kleine Lebensräume verbinden und so zu einem zusammenhängenden Netz für Flora und Fauna beitragen.
Interessierte Bielerinnen und Bieler, die mehr über die Aktion oder zur Anmeldung erfahren möchten, sollten die Informationskanäle der Stadt Biel nutzen. Die Fortsetzung und Ausweitung solcher Initiativen hängt wesentlich von der Beteiligung der Bevölkerung ab und macht private Gärten zu aktiven Orten des Arten- und Naturschutzes.