Am frühen Dienstagmorgen kam es im Längholztunnel auf der A5 bei Biel zu einem schweren Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Die Kantonspolizei Bern erhielt die Meldung gegen 06.25 Uhr und leitete umgehend Rettungs- und Ermittlungsarbeiten ein.
Fahrgemeinschaft und Unfallhergang
Nach bisherigen Erkenntnissen war ein Motorradfahrer, wohnhaft im Kanton Bern und 64 Jahre alt, von Brügg kommend auf der Überholspur in Fahrtrichtung Solothurn unterwegs. Beim Wechsel auf die Normalspur kam es aus noch ungeklärten Gründen zur Auffahrkollision mit einem Auto. Der Motorradlenker erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er trotz sofortiger Hilfe noch auf der Unfallstelle verstarb.
Rettungseinsatz und beteiligte Stellen
Aufgrund der notwendigen Rettungs-, Bergungs- und Spurensicherungsarbeiten blieb der Längholztunnel in Richtung Solothurn mehrere Stunden gesperrt. Im Einsatz standen diverse Dienste, darunter:
- Mehrere Einheiten der Kantonspolizei Bern
- Ein Helikopter der Rega
- Zwei Ambulanzteams
- Spezialistinnen und Spezialisten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Bern
- Die Berufsfeuerwehr Biel und ein Abschleppdienst
Unter der Leitung der regionalen Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland hat die Kantonspolizei Bern die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.
Auswirkungen auf den Verkehr
Die Sperrung des Tunnels führte zu spürbaren Verkehrsbehinderungen in der betroffenen Fahrtrichtung. Reisende wurden vorübergehend umgeleitet oder aufgefordert, Verzögerungen einzuplanen, bis die Bergungsarbeiten abgeschlossen waren und die Fahrbahn wieder freigegeben werden konnte.
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| ca. 06.25 Uhr | Meldung des Unfalls beim Einsatzleitzentrum |
| unmittelbar danach | Rettungseinsatz durch Ersthelfer und Einsatzkräfte |
| mehrere Stunden | Vollsperrung des Längholztunnels Richtung Solothurn |
Ermittlungen laufen
Die Staatsanwaltschaft führt die Aufsicht über die Untersuchungen. Ziel der Polizei ist es, den genauen Ablauf des Fahrspurwechsels und die Umstände der Kollision zu klären. Dazu gehören auch die Auswertung von Spuren, mögliche Zeugenbefragungen sowie die technische Begutachtung der beteiligten Fahrzeuge.
Lokaler Kontext und Sicherheitsaspekte
Der Längholztunnel ist eine zentrale Verbindung auf der A5 zwischen Biel und Solothurn und wird täglich von zahlreichen Pendlern und Fernverkehrsteilnehmenden genutzt. Unfälle in Tunnels bergen besondere Herausforderungen: eingeschränkte Sichtverhältnisse, nahe Verkehrsführung und die Komplexität der Bergung machen Einsätze aufwändig und gefährlich für die Rettungskräfte. Die rasche Alarmierung und die Präsenz von spezialisierten Teams sind in solchen Situationen entscheidend.
Was Betroffene wissen sollten
Personen, die zur betroffenen Zeit im Längholztunnel oder auf der A5 unterwegs waren und sachdienliche Beobachtungen machen können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Bern zu melden. Auch Mobilitätsdienste und Versicherungen sind in der Regel in solche Abläufe involviert, sobald die Unfallaufnahme abgeschlossen ist.
Der Verlust eines Menschen auf der Strasse stellt neben den operativen Herausforderungen auch eine Belastung für Angehörige und Einsatzkräfte dar. Die Strafverfolgungs- und Rettungsbehörden werden nun die Arbeitsschritte durchführen, die nötig sind, um die Ursache des Unfalls zu ermitteln und gegebenenfalls weitere Massnahmen abzuleiten.
Weitere Informationen gibt die Kantonspolizei Bern in einer Medienmitteilung, sobald die Ermittlungen fortgeschritten sind.