Grosses Infrastrukturvorhaben mit lokalem Einfluss
Beim Bau der neuen Fischtreppe beim Aarewerk der Energie Thun AG sind unerwartete Altlasten entdeckt worden. Das Projekt, das nach sieben Jahren Planung umgesetzt wird, kostet 17,8 Millionen Franken und war im September 2025 gestartet. Die Arbeiten sind voraussichtlich bis März 2028 terminiert. Der Fund von Altlasten und das offene Verständnis in der Bevölkerung sorgen für Diskussionen über Kosten, Nutzen und Transparenz.
Der Projektleiter Roland Schindler erläutert, dass zahlreiche Fachleute am Bau beteiligt sind. "Hier sind sicher 50 verschiedene Berufsgattungen am Werk", sagt Schindler. Zur Realisierung gehören laut Projektleitung Bauingenieure für Planung sowie Baupoliere und Teams, die das Ingenieurkonzept in die Praxis umsetzen. Das Projekt ist Teil langjähriger Planung und zielt darauf ab, Wanderfische in der Aare wieder besser passieren zu lassen.
Unerwartete Altlasten verändern Bauablauf
Die Entdeckung unbekannter Altlasten hat den Bauablauf beeinflusst. Konkrete Untersuchungen und mögliche Zusatzarbeiten sind laut Berichten notwendig, damit die Baustelle den gesetzlichen Anforderungen genügt und die Umgebung geschützt bleibt. Diese Zusatzmassnahmen können Auswirkungen auf Kosten, Zeitplan und das direkte Arbeitsumfeld haben.
- Kosten: Gesamtprojekt 17,8 Millionen Franken.
- Bauzeit: Baubeginn September 2025, voraussichtliches Ende März 2028.
- Planung: Sieben Jahre Vorarbeit vor Baubeginn.
„Hier sind sicher 50 verschiedene Berufsgattungen am Werk“, sagt Projektleiter Roland Schindler.
Öffentliche Wahrnehmung und Fragen der Akzeptanz
Ein Teil der Bevölkerung zeigt laut Berichterstattung wenig Verständnis für das Projekt. Kritiker stellen den Nutzen gegenüber dem finanziellen Aufwand und den Eingriffen in den Flussraum infrage. Befürworter betonen hingegen ökologische Vorteile für Fische und Gesamtsystem Aare. Die Debatte um Akzeptanz verdeutlicht, dass technische und ökologische Argumente künftig verständlich kommuniziert werden müssen, damit das Projekt lokal getragen wird.
| Aspekt | Bekanntes Detail |
|---|---|
| Projektkosten | 17,8 Millionen Fr. |
| Planungszeit | 7 Jahre |
| Bauzeit | Sep 2025 – März 2028 (voraussichtlich) |
| Ort | Aarewerk, Stadt Thun |
Folgen für Thun und nächster Schritte
Für Thun geht es bei diesem Projekt um mehr als reine Ökologie. Baustellen in Flussnähe betreffen Naherholung, Zugang zu Uferzonen und allfällige Einschränkungen für Anwohnerinnen und Anwohner. Die Entdeckung von Altlasten erhöht die Anforderungen an Umweltschutz, Entsorgung und Sicherheit vor Ort. Welche konkreten Auflagen, Zusatzuntersuchungen oder Kostenanpassungen folgen, hängt von den nun eingeleiteten Untersuchungsschritten ab.
Die Bauleitung und die verantwortlichen Stellen sind gefordert, die Arbeiten transparent zu begleiten und die Bevölkerung sachlich zu informieren. Nur so lässt sich auf lokaler Ebene Verständnis schaffen und das ökologisch motivierte Ziel – die bessere Durchgängigkeit für Wanderfische – mit der Akzeptanz der Bevölkerung vereinbaren.
Berichte zur Fischtreppe in Thun stammen aus einer Recherche, die im Rahmen einer Projektwoche des Vereins Jurep 2.0 von Schülern erstellt wurde; Partner der Berichterstattung war die regional publizierende Quelle.