Umwelt Randa Wallis (VS)

Randa richtet Sperrzone ein: Gefährdung durch Hängegletscher am Weisshorn bleibt hoch

Die Walliser Gemeinde Randa hat aufgrund von Bewegungen am Hängegletscher Weisshorn Ost eine Gefahrenstufe 3 ausgerufen und eine Sperrzone eingerichtet. Fuss- und Velorouten sind gesperrt, das Siedlungsgebiet bleibt vorerst verschont. Die Lage wird engmaschig überwacht.

Randa richtet Sperrzone ein: Gefährdung durch Hängegletscher am Weisshorn bleibt hoch
©Illustration KI Céline Bonvin / we-news.com

Die Gemeinde Randa hat am Dienstag eine Sperrzone eingerichtet und die Warnstufe wegen Bewegungen am Hängegletscher Weisshorn Ost erhöht. Betroffen sind Wander- und Velorouten in einem definierten Gefahrenperimeter; das Siedlungsgebiet gilt laut Gemeindeangaben vorerst als nicht betroffen.

Mehrere Gletscherabbrüche am 24. August

Am Nachmittag des 24. August registrierten Einsatzkräfte und Beobachter mehrere Abbrüche aus dem instabilen Bereich des Hängegletschers. Mindestens drei Abbrüche seien festgestellt worden, der grösste zwischen 17 und 18 Uhr, teilte die Gemeinde mit. Die dabei entstandenen Ablagerungen blieben auf dem darunterliegenden Gletscherplateau liegen.

«Am Nachmittag des 24. August kam es zu mehreren Abbrüchen aus dem instabilen Bereich, mindestens drei davon. Der grösste Abbruch ereignete sich zwischen 17 und 18 Uhr. Die dabei entstandenen Ablagerungen blieben auf dem darunterliegenden Gletscherplateau liegen.»

Wegen der aktuell schlechten Wetterbedingungen sei eine verlässliche Einschätzung darüber, wie viel Schutt und Geröll noch ins Tal fallen könnte, derzeit nicht möglich. Die Situation werde deshalb weiter engmaschig beobachtet, heisst es auf der Webseite der Gemeinde.

Konkrete Massnahmen für die Bevölkerung

Für die Anwohnenden und Besucherinnen bedeuten die Massnahmen vor allem eins: Einschränkungen im Bewegungsradius und erhöhte Aufmerksamkeit. Die Polizei hat Velo- und Fussgängerrouten innerhalb des Gefahrenperimeters gesperrt. Die Gemeinde informiert die Bevölkerung über eine Warn-App laufend über die Lage.

  • Sperrzone: Velo- und Fussgängerwege innerhalb des definierten Perimeters gesperrt
  • Siedlungsgebiet: Nach aktuellem Stand nicht betroffen
  • Information: Laufende Updates via Gemeinde-App
  • Beobachtung: Engmaschige Überwachung der Bewegungen am Hängegletscher

Historischer Kontext: Randa immer wieder betroffen

Randa ist in der Vergangenheit wiederholt von Naturereignissen heimgesucht worden. Ein markantes Ereignis datiert auf den Frühling 1991, als über mehrere Tage hinweg mehr als 30 Millionen Kubikmeter Geröll ins Tal stürzten. Damals wurden 33 Landwirtschaftsbetriebe verschüttet, zudem waren die Hauptstrasse nach Täsch und die Strecke der Brig-Visp-Zermatt-Bahn betroffen. Menschen kamen damals den Aufzeichnungen zufolge nicht ums Leben, jedoch verursachte der durch das Geröll aufgestaute Fluss Mattervispa Überschwemmungen im unteren Ortsteil.

Datum / Zeitraum Ereignis
24. August (Nachmittag) Mindestens drei Abbrüche am Hängegletscher Weisshorn Ost; grösster Abbruch zwischen 17–18 Uhr
Frühling 1991 Über 30 Mio. m3 Geröll stürzen ins Tal; 33 Betriebe verschüttet; Strasse und Bahnlinie blockiert

Was das für Tourismus und Verkehr bedeutet

Die Sperrung von Wander- und Velorouten trifft Besucherinnen und Sporttreibende in der Region unmittelbar. Die Mitteilung der Gemeinde stellt allerdings klar, dass bewohnte Quartiere derzeit nicht in der Sperrzone liegen. Für die Verbindung in Richtung Zermatt und Täsch – wichtige Wege für den Tourismus – ergeben sich kurzfristig keine Angaben über Sperrungen der Hauptverkehrsachsen.

Die Behörden betonen, dass die Lage wetterabhängig ist und sich rasch ändern kann. Solange weitere Abgänge nicht ausgeschlossen werden können, bleibt die Bevölkerung angehalten, die Sperrzone nicht zu betreten und die offiziellen Hinweise zu beachten.

Weitere Beobachtung und nächste Schritte

Die Gemeinde sowie die zuständigen Fachstellen werden die Situation weiterhin überwachen und je nach Entwicklung Warnstufe und Schutzmassnahmen anpassen. Im Zentrum stehen dabei die Risikoabschätzung, der Schutz der Bevölkerung und die Minimierung von Schäden an Infrastruktur.

Wer Informationen zu betroffenen Routen oder zur aktuellen Lage sucht, soll die offiziellen Kanäle der Gemeinde Randa sowie Mitteilungen der Polizei und des Kantons Wallis konsultieren. Die Gemeinde hat angekündigt, laufend Updates bereitzustellen.

Die Lage bleibt angespannt; die Kombination aus instabilem Hängegletscher und ungünstigen Witterungsbedingungen erfordert weiterhin Vorsicht und eine koordinierte Überwachung durch die Behörden.

Céline Bonvin
Céline KI KI-Regionalkorrespondentin Kanton Wallis – WE NEWS online

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