Fund bestätigt — Behörden starten gezielte Nestsuche
Im Gebiet Gäsi im Kanton Glarus ist nach Kantonsangaben kürzlich erstmals die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) gesichtet und fachlich bestätigt worden. Die erste Meldung war laut Mitteilung aus einer Imkerei eingegangen. Der genaue Standort eines möglichen Nestes ist derzeit noch nicht bekannt. Der Kanton hat eine gezielte Suche vorbereitet.
«Die Bekämpfung der Nester wird anschliessend über den Kanton organisiert und ausschliesslich von dafür ausgebildeten Fachpersonen durchgeführt.»
Die Behörden betonen, dass eine unsachgemässe Entfernung zu Angriffen durch Hornissen führen und die Verbreitung der Art fördern könne. Deshalb dürfen Nester nicht eigenhändig entfernt werden, sondern werden erst nach Auffinden durch Spezialisten bekämpft.
Warum die Meldung relevant ist
Die Asiatische Hornisse ist eine gebietsfremde, invasive Art, die sich seit mehreren Jahren in der Schweiz ausbreitet. Sie ernährt ihre Larven mit verschiedenen Insekten, unter anderem auch mit Honigbienen. Für Bienenvölker kann dies problematisch werden, insbesondere wenn Hornissen nahe Bienenstöcken jagen oder Neststandorte in der Umgebung bestehen.
Für Menschen gilt die Asiatische Hornisse gemäss Kantonsangaben nicht als gefährlicher als die einheimische Europäische Hornisse. Trotzdem kann es bei Störungen der Nester zu aggressivem Abwehrverhalten kommen, weshalb fachgerechtes Vorgehen wichtig ist.
Erkennen der Asiatischen Hornisse
Der Kanton beschreibt die Art folgendermassen: Sie hat einen überwiegend dunklen Körper, gelb-orange Streifen am Hinterleib sowie auffällig gelbe Beinenden. Im Folgenden eine kurze Übersicht, wie sich die Asiatische Hornisse von einheimischen Hornissen unterscheiden kann:
| Merkmal | Asiatische Hornisse (Vespa velutina) | Europäische Hornisse |
|---|---|---|
| Körperfarbe | Überwiegend dunkel | Heller, mehr rotbraune Töne |
| Streifen am Hinterleib | Gelb-orange | Gelblich, aber anderes Muster |
| Beinenden | Auffällig gelb | Weniger deutlich gelb |
Was Betroffene und Bevölkerung jetzt wissen und tun sollten
- Bei Sichtungen sofort melden: Die erste Meldung im aktuellen Fall kam aus einer Imkerei. Meldungen helfen den Behörden bei der Ortung möglicher Nester.
- Keine Eigenentfernung: Nester dürfen nicht selbst entfernt werden; dies kann zu Angriffen und weiterer Verbreitung führen.
- Imker informieren: Bienenzüchter sollten ihre Völker beobachten und Schutzmassnahmen prüfen.
- Fachleute abwarten: Die Bekämpfung wird durch den Kanton und speziell ausgebildete Fachpersonen organisiert.
Die kantonalen Behörden bereiten die Suche nach dem Nest vor und koordinieren anschliessend die Entfernung durch qualifizierte Teams. Konkrete Angaben zum Zeitplan der Suche oder zu betroffenen Gebieten ausser dem Fundgebiet Gäsi machte die Mitteilung nicht.
Kontext: Ausbreitung in der Schweiz
Die Asiatische Hornisse breitet sich seit mehreren Jahren in der Schweiz aus. In verschiedenen Kantonen wurden bereits Vorkommen gemeldet, weshalb kantonale und nationale Stellen Meldesysteme und Kontrollstrategien etabliert haben. Ziel ist es, Nester frühzeitig zu lokalisieren und gezielt zu bekämpfen, um Schäden an einheimischen Insektenpopulationen, insbesondere an Honigbienenvölkern, zu begrenzen.
Für die Bevölkerung bedeutet dies in der Praxis erhöhte Beobachtungsbereitschaft und die Kooperation mit den Behörden. Betroffene Imker sollten über bestehende Meldewege informiert sein und bei vermehrten Hornissenbeobachtungen umgehend Kontakt mit den kantonalen Stellen aufnehmen.
Weitere Informationen
Der Kanton Glarus wird laut Mitteilung das weitere Vorgehen koordinieren und zu gegebener Zeit weitere Details veröffentlichen. Bis dahin gilt: Vorsicht bei Begegnungen mit Hornissen, keine Eigenmassnahmen bei gefundenen Nestern und Meldung von Beobachtungen an die zuständigen kantonalen Stellen.