Mit dem Beginn des neuen Schuljahres erhöht die Kantonspolizei Wallis ihre Präsenz in der Nähe von Schulen, Schulbussen und Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. Die Massnahmen bestehen aus. gezielten Kontrollen und verstärkten Präventionsaktionen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Im Zentrum der diesjährigen Kampagne stehen das Reduzieren der Geschwindigkeit und das rechtzeitige Reagieren beziehungsweise Bremsen.
Kampagne im Rahmen nationaler Aktion
Erneut beteiligt sich das Wallis an der nationalen Initiative des Touring Club Schweiz (TCS) und des Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) unter dem Motto «Luege | Brämse | Halte». Nachdem 2025 der Schwerpunkt auf dem «Luege» lag, richtet sich die Aufmerksamkeit 2026 vor allem auf das Bremsverhalten der Fahrzeuglenkenden in Schulzonen, Wohnquartieren und bei Haltestellen. Die Walliser Polizeikorps setzen damit auf eine zweigleisige Strategie: Informationsarbeit kombiniert mit konsequenten Kontrollen.
Die Polizei erinnert daran, dass Kinder zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmenden gehören. Viele Mädchen und Jungen legen ihren Schulweg erst seit Kurzem eigenständig zurück; ihr Verhalten kann unvorhersehbar sein. Zudem fallen Kindern die korrekte Einschätzung von Geschwindigkeit und Distanz noch schwerer als Erwachsenen. Gerade im Umfeld von parkierenden Fahrzeugen, Hecken oder anderen Sichtbehinderungen kann ein Kind plötzlich auf die Strasse treten.
Praktische Massnahmen vor Ort
Die Aktionen der Kantonspolizei werden in Zusammenarbeit mit den kommunalen Polizeikorps umgesetzt. Dabei unterscheiden sich die Massnahmen in zwei Bereichen:
- Sensibilisierung: Präventionsaktionen vor Schulen sollen Verkehrsteilnehmende auf korrektes Verhalten aufmerksam machen und Eltern sowie Schülerinnen und Schüler informieren.
- Kontrollen: Gezielte Geschwindigkeitsmessungen und Überprüfungen des Vortrittsverhaltens in Schulnähe und bei Haltestellen des Schülertransports.
Die Polizei betont, dass bereits das Reduzieren der Geschwindigkeit den Anhalteweg deutlich verkürzt und so Unfälle vermeiden kann. Fahrzeuge, die den Verhältnissen angepasst langsamer fahren, ermöglichen häufiges rechtzeitiges Bremsen und schaffen zusätzliche Reaktionszeit, wenn ein Kind unvorhergesehen in die Fahrbahn tritt.
Was Verkehrsteilnehmende beachten sollten
Als Orientierung nennt die Polizei folgende Hinweise, um den Schulweg sicherer zu machen:
- Geschwindigkeit reduzieren in Schulanlagen, Wohnquartieren und bei Haltestellen;
- Auf Fussgängerinnen und Fussgänger sowie insbesondere auf Kinder achten;
- Bei Engstellen, parkierenden Autos oder Hecken mit eingeschränkter Sicht besonders vorsichtig fahren;
- Auf das korrekte Verhalten beim Vortritt achten und Fussgängerstreifen respektieren;
- Eltern sollten Schulwege mit ihren Kindern üben und Gefahrenstellen gemeinsam besprechen.
Die Kantonspolizei weist darauf hin, dass die Sensibilisierung auch über die nächsten Jahre weitergeführt wird: Der Kampagnenzeitraum ist als mehrjährige Aktion geplant, die 2027 mit dem Schwerpunkt «Halte» abgeschlossen wird.
| Jahr | Fokus |
|---|---|
| 2025 | «Luege» (Aufmerksamkeit beim Umfeld) |
| 2026 | «Brämse» (Geschwindigkeit und Bremsverhalten) |
| 2027 | «Halte» (Anhalten und Vortrittsregeln) |
Regionale Folgen und Fragen
Für das Wallis bedeutet die verstärkte Präsenz eine sichtbare Massnahme, die sowohl Pendlerinnen und Pendler als auch Eltern und Schulkindern begegnen wird. Kontrollen können kurzfristig zu Verkehrsbehinderungen führen, sollen aber langfristig das Risiko von Unfällen im Umfeld von Schulen senken. Gemeinden sind aufgerufen, ihre lokalen Massnahmen zu überprüfen — etwa durch Tempo-30-Zonen vor Schulen, sichere Fussgängerstreifen oder bessere Sichtverhältnisse an Bushaltestellen.
Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, die Hinweise ernst zu nehmen. Eine angemessene Geschwindigkeit, Aufmerksamkeit und Rücksicht können dazu beitragen, dass Kinder ihren Schulweg sicher beginnen und Eltern mit einem besseren Gefühl die erste Schulwoche erleben.
Weitere Details zu konkreten Kontrollzeiten und Orten veröffentlichen die kommunalen Polizeikorps in den kommenden Tagen in ihren Informationskanälen.