Der kanadische Botschafter Jean‑Paul Albert Lemieux hat das Regierungsgebäude in Chur besucht und sich mit Vertretern der Bündner Regierung zu politischen und bilateralen Themen ausgetauscht. Empfangen wurde der Regierungsvertreter im Grauen Haus von Regierungspräsident Martin Bühler, Kanzleidirektor Daniel Spadin sowie dem Beauftragten für Aussenbeziehungen Dominik Hemmi. Begleitet wurde der Botschafter von der Botschaftsrätin Virginie Lévesque und dem Leitenden Handelsbeauftragten Adam Jacques.
Austausch auf mehreren Ebenen
Gemäss Angaben der Bündner Regierung diente der Besuch in erster Linie dem politischen und kulturellen Austausch. Auf dem Programm standen Gespräche, bei denen sowohl formelle Grussadressen als auch thematische Beratungen behandelt wurden. In der Folge trafen sich die Delegationen zu einem gemeinsamen Mittagessen, um die Gespräche in informellerem Rahmen weiterzuführen.
«Die Bündner Regierung pflegt jährlich Kontakte mit Vertreterinnen und Vertretern ausländischer Staaten in der Schweiz.»
Solche Kontakte sind Bestandteil der Aussenbeziehungen des Kantons und dienen dazu, bestehende Verbindungen zu pflegen sowie neue Anknüpfungspunkte zu identifizieren. Bei Nachbarstaaten und Ländern mit speziellen Beziehungen zur Schweiz werden dabei häufig aktuelle Sachfragen thematisiert; andere Besuche fokussieren auf kulturellen, wirtschaftlichen oder politischen Erfahrungsaustausch.
Teilnehmende Delegation
Die Zusammensetzung der Delegationen unterstreicht den breiten Ansatz der Begegnung: Neben diplomatischen Vertretern waren auch Vertreter der kantonalen Verwaltung anwesend. Die wichtigsten Beteiligten sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
| Von Kanada | Von Graubünden |
|---|---|
| Jean‑Paul Albert Lemieux, Botschafter | Martin Bühler, Regierungspräsident |
| Virginie Lévesque, Botschaftsrätin | Daniel Spadin, Kanzleidirektor |
| Adam Jacques, Leitender Handelsbeauftragter | Dominik Hemmi, Beauftragter für Aussenbeziehungen |
Kontext für Chur und Graubünden
Für die Stadt Chur und den Kanton hat ein solcher Besuch mehrere Dimensionen. Erstens stärkt er die Sichtbarkeit des Kantons in internationalen Netzwerken; zweitens eröffnet er Möglichkeiten für kulturelle Kooperationen, Forschungsaustausch und wirtschaftliche Kontakte – etwa in Tourismus, Bildung oder Handel. Drittens zeigt er die Rolle des Grauen Hauses als Ort offizieller Begegnungen, an dem lokale Anliegen in einem internationalen Kontext platziert werden können.
Während der Medienmitteilung zu dem Anlass keine konkreten Projekte oder Verhandlungen genannt wurden, betont die Regierung, dass solche Begegnungen regelmaessig stattfinden und sowohl aktuelle Sachfragen als auch langfristige Themen zur Sprache kommen. Für die lokale Bevölkerung bedeutet dies vor allem eine kontinuierliche Präsenz des Kantons in aussenpolitischen Dialogen, die mittelbar auch die regionalen Interessen vertreten.
- Besuch diente dem politischen und kulturellen Austausch.
- Delegationen aus Kanada und Graubünden trafen sich im Grauen Haus.
- Gespräche reichen von aktuellen Sachfragen bis zu langfristiger Zusammenarbeit.
Solche Begegnungen sind Teil einer langjährigen Praxis des Kantons, mit internationalen Partnern in der Schweiz Kontakt zu halten. Für Chur bestätigt der Empfang des kanadischen Botschafters die Bedeutung der Stadt als Zentrum kantonaler Aussenbeziehungen und als Ort, an dem regionale Anliegen gegenüber internationalen Vertretungen adressiert werden koennen.