Am Montag, 17. August, beginnt in vielen Gemeinden des Kantons Graubünden das neue Schuljahr. Mit dem Aufbruch ins Klassenzimmer sind wieder zahlreiche Kinder auf dem Weg zur Schule oder zum Kindergarten unterwegs. Die Kantonspolizei hat in einer Medienmitteilung verstärkte Kontrollen rund um Schulhäuser und Kindergärten angekündigt und appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, besonders aufmerksam zu sein und die Geschwindigkeit anzupassen.
Was die Polizei geplant hat
Die Massnahmen richten sich an Motorfahrende ebenso wie an Velofahrende und Motorradfahrende. Im Zentrum der diesjährigen Schulwegkampagne steht der Merkspruch «Luege | Brämse | Halte». An besonders unübersichtlichen Stellen sollen Fahrzeuglenkende frühzeitig die Geschwindigkeit reduzieren und sich auf plötzlich auftauchende Kinder einstellen. Zudem werden gezielt Geschwindigkeitskontrollen und Schulwegpatrouillen durchgeführt.
«Rad steht, Kind geht»
Für Kindergartenkinder erinnert die Kantonspolizei an die Regel: «Rad steht, Kind geht». Das bedeutet, dass die Kinder eine Strasse erst überqueren sollen, wenn das Velo oder das Fahrzeug vollständig stillsteht. Um dieses Verhalten zu fördern, besuchen Polizistinnen und Polizisten Kindergärten im Kanton und üben mit den Kindern das richtige Verhalten im Strassenverkehr.
Konkrete Hinweise für Alltag und Schulweg
Eltern und Begleitpersonen können mit einigen einfachen Vorkehrungen das Risiko auf dem Schulweg reduzieren. Die Polizei empfiehlt, die Strecke vor dem ersten eigenständigen Schulweg gemeinsam zu begehen und Gefahrenstellen zu besprechen. Dort, wo möglich, sind sicherere Übergänge, Ampeln oder Zebrastreifen zu nutzen.
- Fahrzeuglenkende: Geschwindigkeit reduzieren, besonders beim Heranfahren an Schulhäuser und Haltestellen.
- Velo- und Motorradfahrende: frühzeitig bremsbereit sein und Plätze mit eingeschränkter Sicht meiden.
- Eltern: Schulweg gemeinsam üben und Kinder sichtbar kleiden, vor allem bei Dämmerung.
Wer übernimmt welche Aufgaben?
Die angekündigten Massnahmen kombinieren Präsenzkontrollen mit präventiver Verkehrserziehung. Die Kantonspolizei setzt dabei auf direkte Überprüfungen und persönliche Präsenzeinsätze vor den Schulen, ergänzt durch Besuche in Kindergärten zur Verkehrspraxis.
| Massnahme | Verantwortlich |
|---|---|
| Geschwindigkeitskontrollen | Kantonspolizei Graubünden |
| Schulwegpatrouillen | Kantonspolizei Graubünden |
| Verkehrserziehung in Kindergärten | Kantonspolizei (Besuche vor Ort) |
Kontext und Bedeutung für die Täler
In den Dörfern und Tälern des Kantons sind Schulwege oft unübersichtlich: enge Strassen, parkierte Fahrzeuge und Kurven erschweren die Sicht. Für viele Kinder ist es eine erste kleine Selbstständigkeit, wenn sie den Weg zur Schule ohne Begleitung zurücklegen. Die Präsenz der Polizei soll nicht nur sanktionieren, sondern auch Vertrauen schaffen und das Bewusstsein bei allen Verkehrsteilnehmenden schärfen.
Die Aktion knüpft an langjährige Sicherheitsbemühungen an, welche die kantonalen Behörden mit Gemeinden, Schulen und Organisationen koordinieren. Die Kombination aus Kontrollen und Unterricht hilft, Verhaltensregeln praktisch zu verankern und Alltagssituationen zu trainieren.
Praktische Tipps für Verkehrsteilnehmende
- Vorausschauend fahren: Kinder können unerwartet auf die Strasse treten.
- An Haltestellen und Einfahrten besonders langsam fahren.
- Auf markierte Schulwege achten und nicht in Fahrbahnnähe halten.
- Kinder mit reflektierenden Elementen ausstatten, vor allem morgens und abends.
Mit einfachen Verhaltensänderungen lässt sich die Sicherheit auf den Schulwegen deutlich erhöhen. Die Anstrengungen der Kantonspolizei sollen die ersten Schultage sicherer machen und langfristig eine Kultur der Rücksichtnahme im Strassenverkehr fördern.
Die Kantonspolizei Graubünden informiert in ihrer Mitteilung über die Kontrollen und weist auf die Bedeutung des Merkspruchs «Luege | Brämse | Halte» hin. Eltern, Lehrpersonen und Verkehrsteilnehmende sind gleicher- massen aufgerufen, ihren Beitrag zu leisten, damit Kinder sicher in die Schule und wieder nach Hause gelangen.