Konzept für Menschenmengen und Hitzeschutz
Die Stadt Chur rüstet sich für die 35. Ausgabe des Stadtfests, das vom 14. bis 16. August in der Altstadt stattfindet. Ordnungskräfte stellen in den Zufahrtsstrassen zur Altstadt Betonblöcke auf, um das Risiko von Fahrzeugen in Menschenmengen zu minimieren. Gleichzeitig bauen die Einsatzleitungen auf ein bewährtes Crowd-Management und zusätzliche technische Überwachung.
«Die Sicherheitsmassnahmen richten sich grundsätzlich nach der Sicherheitslage in der Schweiz, wie sie vom Bund definiert wird», sagte der zuständige Pikett-Offizier Emil Gartmann gegenüber Keystone-SDA. Gartmann betonte die langjährige Erfahrung der Einsatzkräfte beim Anlass und verwies auf die Entwicklung der Organisation über drei Jahrzehnte.
«Ich war schon beim ersten Churer Fest vor 35 Jahren im Dienst und da kam man zwischen der Ober- und Untergasse im Herzen der Altstadt kaum mehr durch.»
Überwachung, Fluchtwege und Besucherführung
Zur Beobachtung der Lage setzen die Verantwortlichen neben dem Personal vor Ort auch Drohnen ein. Die Einsatzleitung sorgt dafür, dass auf dem Festgelände ausreichend Flucht- und Rettungswege vorhanden sind und dass die Besucherströme entzerrt werden können. Seit Jahren arbeite die Polizei daran, grosse Menschenansammlungen in den engen Gassen der Altstadt gezielt zu lenken, hiess es.
- Betonblöcke an Zufahrten zur Altstadt
- Drohnen zur Lagebeobachtung
- Personal für Crowd Management
- Signalisation von Umleitungen wegen Verkehrsbeeinträchtigungen
- Aufsteller von Bildschirmen und Sprühnebelspendern auf dem Festgelände
Die Stadt weist darauf hin, dass von Freitag bis Sonntag mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen ist. Umleitungen werden signalisiert. Die Polizei kümmert sich traditionell auch um die Verkehrsführung und die Sicherheit auf den Perrons und Strassen rund um die Altstadt.
Wetterlage und Schutz vor Hitze
Das Wetter spielt beim diesjährigen Fest eine wichtige Rolle: An den ersten beiden Tagen ist Hitze angekündigt, erst am Sonntag sollen die Temperaturen wieder unter 30 Grad sinken. Auf Bildschirmen sollen Besucher regelmässig daran erinnert werden, viel zu trinken, die Sonneneinstrahlung zu meiden und eine Kopfbedeckung zu tragen. Zudem wird ein Sprühnebelspender installiert, um für Abkühlung zu sorgen.
| Datum | Massnahme |
|---|---|
| 14.–16. August | Aufstellen von Betonblöcken, Drohnenüberwachung, Sprühnebelspender, Bildschirme mit Hitzetipps |
| Während des Festes | Signalisation von Umleitungen, Crowd Management, Flucht- und Rettungswege offenhalten |
Erwartete Besucherzahlen und Ausblick
Das Churer Fest gehört zu den meistbesuchten Anlässen im Kanton: Jedes Jahr zieht es zwischen 90’000 und 100’000 Menschen an. Die Einsatzverantwortlichen zeigen sich zuversichtlich, dass die Kombination aus physischen Schutzmassnahmen, Überwachung und Informationsangeboten für den notwendigen Schutz sorgen wird. Zugleich appellieren sie an die Besucherinnen und Besucher, die Hinweise zu beachten und Rücksicht zu nehmen, damit das Fest sicher und angenehm verlaufen kann.
Für Anwohnende und Gewerbebetriebe in und um die Altstadt bedeutet das Fest erneut eine intensive Zeit mit beengten Situationen, Umleitungen und einem erhöhten Einsatzaufkommen von Polizei und Rettungsdiensten. Die Stadt empfiehlt, sich vorab über die signalisierten Routen zu informieren und bei Bedarf alternative Wege oder Zeiten zu wählen.