Das siebte Lakelive-Festival in Biel ging in der Nacht auf Sonntag zu Ende. Die Veranstaltenden ziehen eine überwiegend positive Bilanz: Insgesamt besuchten während zehn Festivaltagen rund 85'000 Personen das Programm am Bielersee. Gleichzeitig verzeichnete der Anlass zwei Unfälle auf einer aufgestellten Wasserrutschbahn, woraufhin die Anlage verkürzt wurde.
Grosses Angebot, breites Publikum
Auf dem Festivalgelände traten nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler auf. Zu den Namen auf der Hauptbühne zählten unter anderem Lenny Kravitz, dessen Auftritt von den Organisatoren als «ein besonderer Moment in der Geschichte des Festivals» bezeichnet wurde. Weitere Höhepunkte waren Konzerte von Macklemore, Amy Macdonald und Mark Forster sowie eine Latin Night mit Nicky Jam und Grupo Niche.
Neben der Musik bildete Sport ein zentrales Element des Programms: Über 40 Sport- und Kulturangebote ergänzten die mehr als 50 Konzerte. Das Gelände diente als Treffpunkt für Familien, Musikfans, Sportbegeisterte und Kulturinteressierte.
Kinderprogramm und Teilhabe
Die Verantwortlichen hoben die sogenannten Kids Days hervor, an denen Kinder verschiedene Sportarten ausprobieren konnten. Erstmals fand zudem ein «Lakelive Kids Openair» statt, an dem rund 2'000 Kinder und ihre Familien teilnahmen. Für viele Bielerinnen und Bieler war das Festival damit auch ein niederschwelliger Zugang zu Kultur- und Sportangeboten.
Sicherheitszwischenfälle und Reaktionen
Der Festivalbetrieb verlief nicht ohne Zwischenfälle: Auf einer Wasserrutschbahn auf dem Gelände ereigneten sich zwei Unfälle. Als unmittelbare Reaktion kürzten die Veranstaltenden die Rutschbahn. Weitere Details zu Art und Schwere der Verletzungen sowie zu weiteren Massnahmen nannten die Veranstaltenden in der verfügbaren Mitteilung nicht.
Die Veranstaltenden zeigten sich mit der siebten Ausgabe zufrieden, trotz der registrierten Zwischenfälle bei der Wasserrutsche.
Für die Bevölkerung und städtische Behörden sind solche Vorfälle relevant, weil sie Fragen zu ‹Vorbereitung, Betrieb und Überwachung› temporärer Attraktionen aufwerfen. Ob zusätzliche Auflagen, Kontrollen durch die Kantonspolizei oder ergänzende Anforderungen an die Betreiberin der Anlage nach Abschluss des Festivals geprüft werden, blieb in der Mitteilung offen.
Zahlen und Eckdaten
Die Veranstaltenden veröffentlichten in ihrem Communiqué eine Reihe von Eckdaten, die das Ausmass des Festivals illustrieren:
- Festivaldauer: 10 Tage
- Besucherinnen und Besucher: rund 85'000
- Konzerte: über 50
- Sport- und Kulturangebote: mehr als 40
- Teilnehmende Kinder beim Kids Openair: rund 2'000
| Eckpunkt | Angabe |
|---|---|
| Festivaldauer | 10 Tage |
| Besucher | ca. 85'000 |
| Konzerte | > 50 |
| Sport/Kulturangebote | > 40 |
| Kids Openair | ~2'000 Kinder |
Für Biel signalisiert das Ergebnis, dass ein Grossanlass am See weiterhin ein Publikumsmagnet sein kann. Zugleich machen die Zwischenfälle an der Wasserrutsche deutlich, dass bei temporären Attraktionen Sicherheitsfragen nicht nur für Veranstaltende, sondern auch für Stadt und Kanton relevant bleiben. In den kommenden Tagen dürften Abklärungen zu den genauen Umständen der Unfälle und zu allfälligen Lehren aus dem Betrieb der Rutschbahn folgen.
Die Veranstaltenden betonen, dass das Programm bewusst auf eine Mischung aus grossen internationalen Acts und einem vielfältigen Sport- und Kulturangebot gesetzt habe. Die starke Beteiligung von Familien, vor allem an den Kids-Angeboten, unterstreicht die lokale Bedeutung des Festivals über reine Konzertbesucher hinaus.
WE NEWS wird die Entwicklungen rund um die Sicherheitsabklärungen und die Schlussbilanz der Organisatoren verfolgen und darüber berichten.