Die Bürgi‑Willert‑Stiftung hat die diesjährigen Preisträger ihres Förderpreises bekanntgegeben: Baldy Minder und der Verein Alzheimer Bern erhalten je 30'000 Franken für ihr Engagement in der Stadt Bern. Die Stiftung teilte die Entscheidung am Donnerstag mit; die Übergabe der Auszeichnung ist für den 24. August 2026 geplant.
Preis für Kultur und Soziales
Die Stiftung würdigt mit der Doppelvergabe zwei unterschiedliche Bereiche des städtischen Lebens. Baldy Minder wird als eine prägenden Figur der Berner Musik‑ und Clubszene hervorgehoben. Sein Wirken reicht laut Mitteilung zurück in die 1990er‑Jahre, unter anderem als Teil des Kollektivs Wurzel 5. Minder habe sich über Jahre als Organisator, Vernetzer und Impulsgeber engagiert; während der Pandemie habe er mit dem Ghost Festival ein kulturpolitisches Zeichen gesetzt. Aktuell arbeite er am Aufbau des Kulturhauses Sous Soul.
Der zweite Preis geht an Alzheimer Bern. Der 1989 gegründete Verein betreut demnach kantonsweit rund 1400 Mitglieder und betreibt mehrere Beratungsstellen. Ausgezeichnet wird die Organisation für die Unterstützung, Begleitung und Schulung von Menschen mit Demenz, deren Angehörigen sowie von Fachpersonen.
Wie der Preis verteilt wird
Die Bürgi‑Willert‑Stiftung stellt den Preis jeweils Privatpersonen oder Institutionen in Bern in Aussicht, die sich in kulturellen oder sozialen Belangen verdient gemacht haben. In diesem Jahr entschied sich das Kuratorium für eine Aufteilung zu gleichen Teilen.
| Preisträger | Betrag | Begründung (Kurzform) |
|---|---|---|
| Baldy Minder | 30'000 Fr. | Langjähriges Engagement für Berner Kultur‑ und Nachtleben; Aufbau Kulturhaus Sous Soul; Hip‑Hop‑Pionier |
| Alzheimer Bern | 30'000 Fr. | Unterstützung, Begleitung und Schulung von Menschen mit Demenz und Angehörigen; kantonsweite Beratungsstellen |
Stiftungshintergrund und Bedeutung für Bern
Die Bürgi‑Willert‑Stiftung geht auf den Berner Architekten Edgar Bürgi zurück und wurde 1976 gegründet. Seitdem vergibt die Stiftung jährlich Mittel an Persönlichkeiten oder Organisationen, die das kulturelle oder soziale Leben in der Stadt prägen. Die Entscheidung, einen Kulturakteur und eine soziale Institution zu ehren, zeigt die Bandbreite der Fördertätigkeit: Es geht sowohl um die Unterhaltung und Vernetzung junger und urbaner Szenen als auch um Unterstützung für Menschen in vulnerablen Lebenslagen.
Was die Auszeichnung konkret bewirken kann
Die Zuwendung von je 30'000 Franken bietet den Preisträgern nicht nur eine finanzielle Anschubhilfe, sondern auch öffentliche Aufmerksamkeit. Für Minder kann dies Projekte wie den Ausbau des Kulturhauses Sous Soul oder weitere Veranstaltungsreihen stärken. Für Alzheimer Bern kann die Unterstützung etwa für Beratungsangebote, Schulungen für Fachpersonen oder niedrigschwellige Angebote für Angehörige eingesetzt werden.
- Preisträger: Baldy Minder (Kultur) und Alzheimer Bern (Soziales)
- Betrag: Je 30'000 Franken
- Preisverleihung: 24. August 2026 in Bern
Die Bekanntgabe fügt sich in eine Reihe lokaler Initiativen, die Kultur- und Sozialarbeit in der Stadt verbinden. Für Bern bedeutet die Auszeichnung eine Anerkennung sowohl der Szeneakteure, die das Nachtleben und neue Kulturorte mittragen, als auch von Organisationen, die alltagsnahe Hilfe für Betroffene und Angehörige leisten.
Die Preisverleihung am 24. August wird öffentlich angekündigt; nähere Informationen zum Anlass veröffentlicht die Stiftung voraussichtlich noch vor dem Termin.
Hintergrund: Die Auswahl der Preisträger folgt dem Stiftungszweck, seit 1976 Personen und Institutionen in Bern zu fördern, die sich in kulturellen oder sozialen Bereichen besonders engagieren.