Die Stadt Bern beginnt am 7. September 2026 mit der zweiten Etappe der Bauarbeiten im Projekt «Hochwasserschutz Aare Bern». Die Aarstrasse wird deshalb für den motorisierten Individualverkehr voraussichtlich bis Frühling 2028 gesperrt sein. Die Massnahmen umfassen den Rückbau des über die Aare ragenden Trottoirs, den Bau einer neuen Uferschutzmauer sowie die Sanierung von Versorgungsleitungen.
Was gebaut wird
Die bestehende Auskragung des Trottoirs über die Aare wird entfernt und durch eine Uferschutzmauer aus Sandstein ersetzt. Damit soll der ursprüngliche stadträumliche Zustand wiederhergestellt und das Ufer gegen Hochwasser geschützt werden. Parallel werden Abwasserentlastungen angehoben, die Strassenentwässerung angepasst und Strom-, Wasser- und Gasleitungen saniert. Der Strassenraum wird anschliessend neugestaltet; zunächst aber nur provisorisch.
- Startdatum: 7. September 2026
- Geplantes Ende Hauptarbeiten: Frühling 2028
- Hauptarbeiten: Uferschutzmauer aus Sandstein, Leitungsanpassungen, Strassenraum-Neugestaltung
- Baumpflanzungen: rund 30 neue Bäume als Schutzstreifen zwischen Trottoir und Strasse (werden nach Abschluss weiterer Etappen gepflanzt)
Provisorischer Zustand und Folgeetappen
Nach Abschluss der Hauptarbeiten bleibt die Aarstrasse nicht in ihrem endgültigen Zustand. Sie wird zunächst provisorisch belassen, weil sie als Zufahrt für den Baustellenverkehr dient, der später für die Hochwasserschutzarbeiten in der Matte nötig ist. Die vollständige Neugestaltung der Fahrbahn und die endgültige Bepflanzung sind deshalb an die Fertigstellung der Matte-Etappe gebunden.
Für die Massnahmen in der Matte, die laut Planung voraussichtlich zwischen 2029 und 2033 stattfinden sollen, liegt derzeit noch keine Baubewilligung vor. Erst nach Abschluss dieser Etappe erfolgen endgültige Arbeiten an der Aarstrasse, insbesondere die dauerhafte Pflanzung des Schutzstreifens mit Bäumen.
Einordnung und lokale Auswirkungen
Die Bauarbeiten sind Teil eines grösseren Programms zum Schutz gegen Hochwasser entlang der Aare. Bereits im Frühling 2026 konnten Arbeiten im Gaswerkareal–Marzili abgeschlossen werden; nun folgt die Uferzone entlang der Aarstrasse. Für die anliegenden Quartiere und den Verkehr bedeutet die Sperrung längere Umwege und geänderte Zufahrten. Gleichzeitig reduzieren die Massnahmen künftig das Risiko von Hochwasserschäden an Gebäuden und Infrastrukturen entlang dieses Aare-Abschnitts.
Weil die Aarstrasse nach den Hauptarbeiten als Baustellenzufahrt dienen wird, bleiben Teile des Quartiers länger von Einschränkungen betroffen als lediglich während der Bauzeit der Mauer. Anwohnerinnen und Anwohner sowie Unternehmen in der Nähe sollten sich auf verlängerte Bauphasen und temporäre Verkehrsführungen einstellen.
Weitere Uferarbeiten
Neben der Aarstrasse sind auch andere Bereiche entlang der Aare geplant oder in Vorbereitung. Beim «Schwanenmätteli», der Wiese in der Nähe des Dalmazikreisels, wird das Ufer saniert und ebenfalls mit einer Hochwasserschutzmauer versehen. Diese Arbeiten sind Teil desselben Schutzprogramms, das schrittweise entlang der Aare umgesetzt wird.
| Abschnitt | Status / Zeitraum |
|---|---|
| Gaswerkareal–Marzili | Abgeschlossen, Frühling 2026 |
| Aarstrasse | Start 7. September 2026 – Hauptarbeiten bis Frühling 2028 |
| Matte | Geplant 2029–2033, Bewilligung noch offen |
Praktische Hinweise für Verkehr und Anwohnende
Die Stadt wird Verkehrsführungen und Umleitungen festlegen; konkrete Details und Karten veröffentlichen die zuständigen Stellen voraussichtlich vor Baubeginn. Personen, die auf Zufahrten zur Aarstrasse angewiesen sind — sei es Anlieferverkehr, Gewerbebetriebe oder Pendlerinnen und Pendler — sollten sich frühzeitig über alternative Routen informieren und Lieferungen beziehungsweise Baustellenlogistik entsprechend koordinieren.
Die Umgestaltung sieht künftig einen Schutzstreifen mit Bäumen vor, der das Trottoir vom Strassenverkehr trennt. Die geplante Bepflanzung trägt zur städtischen Aufenthaltsqualität bei, wird aber erst nach Abschluss weiterer Bauetappen realisiert.
Die Arbeiten sind Teil einer längerfristigen Strategie zum Hochwasserschutz entlang der Aare. Sie verbinden technische Sicherungen mit städtebaulichen Eingriffen und haben unmittelbare Folgen für den Verkehr in der Innenstadt. Die Stadtverwaltung wird die Bevölkerung über konkrete Umleitungen, Bauphasen und Auswirkungen laufend informieren.
Weitere Informationen und detaillierte Verkehrsangaben werden von der Stadt Bern vor Beginn der Bauarbeiten kommuniziert.