Der Regierungsrat des Kantons Glarus hat dem Landrat am 11. August 2026 die Wahl von Sonja Mango‑Meier zur ordentlichen Staats‑ und Jugendanwältin beantragt. Damit soll eine vakant gewordene Funktion in der Staats‑ und Jugendanwaltschaft für die verbleibende Amtsdauer bis 2030 neu besetzt werden.
Hintergrund und Verfügbarkeit
Die Amtszeit der Staats‑ und Jugendanwälte und ‑anwältinnen beträgt vier Jahre mit Beginn jeweils am 1. Juli. Die von Regierungsrat vorgeschlagene Kandidatin aus Einsiedeln steht allerdings erst ab dem 1. Januar 2027 für den Stellentritt zur Verfügung. Aus diesem Grund sieht der Vorstoss vor, die Wahl mit Amtsantritt auf diesen Zeitpunkt anzusetzen.
| Sachverhalt | Angabe |
|---|---|
| Datum des Regierungsratsantrags | 11. August 2026 |
| Verfügbarer Eintrittstermin | 1. Januar 2027 |
| Amtsdauer der Ausgeschriebenen Stelle | bis 2030 (vierjährige Amtsperiode, Beginn jeweils 1. Juli) |
Werdegang von Sonja Mango‑Meier
Sonja Mango‑Meier ist Juristin und verfügt über langjährige Erfahrung in der Strafrechtspflege. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Luzern absolvierte sie diverse Praktika und war in Wissenschaft, Justiz sowie Strafverfolgung tätig. Zu ihren bisherigen Funktionen zählen unter anderem:
- Staatsanwältin des Kantons Schwyz
- Gerichtsschreiberin am Bundesgericht
- Amtsmitglied am Kantonsgericht Obwalden
- Seit Mai 2025 Vizepräsidentin des Strafgerichts Schwyz
Diese beruflichen Stationen belegen Erfahrung sowohl in der gerichtlichen Praxis als auch in der Staatsanwaltschaft, was für das Amt in Glarus als relevant eingestuft wird.
Verfahren und Bedeutung für den Kanton
Die Wahl durch den Landrat ist nun der nächste Schritt. Der Regierungsrat unterbreitet dem Parlament damit einen Vorschlag, über den die Volksvertretung entscheiden wird. Eine rasche Neubesetzung der vakanten Stelle ist aus Sicht der kantonalen Behörden bedeutsam, da die Staats‑ und Jugendanwaltschaft zentrale Aufgaben in der Strafverfolgung und im Jugendstrafrecht wahrnimmt.
Die Vakanz betraf die Amtsdauer bis 2030; eine zeitnahe Erledigung des Geschäfts soll die Kontinuität in der Strafrechtspflege gewährleisten. Der Landrat wird bei seinem Entscheid abwägen, ob die vorgeschlagene Kandidatin den Anforderungen des Amtes entspricht und ob der Zeitpunkt des Amtsantritts praktikabel ist.
Was dies für Betroffene und Akteure bedeutet
Eine Besetzung der Stelle wirkt sich vor allem auf die interne Arbeitsverteilung innerhalb der Staatsanwaltschaft aus. Sie kann Einfluss haben auf die Bearbeitung von Verfahren, die Zuweisung von Ressorts und die Zusammenarbeit mit Polizei, Gerichten und externen Partnern. Ausserdem ist die Rolle der Staats‑ und Jugendanwältin wichtig für Fragen des Opferschutzes, der Strafverfolgungsstrategien und für die Koordination der Jugendstrafverfahren.
Der Regierungsratsantrag stellt damit einen zentralen Personalentscheid dar, der sowohl administrative als auch inhaltliche Auswirkungen auf die Strafrechtspflege im Kanton Glarus haben kann.
Der Landrat wird voraussichtlich in einer der nächsten Sessionen über die Wahl befinden. Bis zur definitiven Besetzung bleibt die Stelle formal vakant oder wird interimistisch geregelt, je nach interner Organisation der Staatsanwaltschaft.
Weitere Informationen zum formellen Wahlverfahren und zum definitiven Entscheid des Landrats werden erwartet, sobald das Parlament das Geschäft auf die Traktandenliste setzt.