Am kommenden Wochenende, 15. und 16. August, finden in der ganzen Schweiz die sogenannten Pfadi-Badis statt. Lokale Pfadiabteilungen verwandeln hierfür Dorfbrunnen, Parks, Seeufer und andere öffentlich zugängliche Orte für kurze Zeit in kreative Begegnungsräume rund ums Wasser. Die Aktion will zeigen, welche praktischen Fähigkeiten und welches Gemeinschaftsvermögen Jugendliche in der Pfadi erwerben.
Aus Alltäglichem wird Spielort
Ortstypisch setzen die Gruppen auf einfache, aber wirkungsvolle Ideen: Brunnen-Parcours, Wasserspiele, selbstgebaute Flösse oder kleine Segeltörns gehören zu den Formaten, die an verschiedenen Plätzen umgesetzt werden. Ziel ist nicht, dauerhafte Infrastrukturen zu schaffen, sondern mit Improvisation, Teamgeist und handwerklichem Geschick temporäre Angebote zu kreieren, die zum Mitmachen einladen.
Bei vielen Aktionen sind Passantinnen und Passanten willkommen, als Zuschauer oder aktive Teilnehmer. Die Pfadi nutzt so gewöhnliche Räume als Lern- und Begegnungsort und vermittelt zugleich, dass Pfadi-Aktivitäten mehr sind als Feuer und Zeltlager.
Kompetenzen sichtbar machen
Die Initiative knüpft an die Kampagne «Gelernt ist gelernt» an. Sie stellt die Bandbreite an praktischen, sozialen und organisatorischen Fertigkeiten in den Vordergrund, die Kinder und Jugendliche in der Pfadi entwickeln: Planung, Materialkunde, Gruppendynamik, Verantwortung für andere und für öffentliche Räume.
Für Gemeinden und Quartiere bietet die Aktion eine Gelegenheit, junge Menschen in die Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums einzubeziehen. Ebenso können Familien und Interessierte einen unkomplizierten Einblick in die Pfadiarbeit erhalten.
Wo finden Pfadi-Badis statt?
Die Veranstaltungen laufen dezentral; jede Pfadi-Gruppe gestaltet ihre Pfadi-Badi nach eigenen Möglichkeiten. Eine interaktive Karte zeigt die geplanten Standorte schweizweit und dient als Orientierung für Besucherinnen und Besucher. Mehr Informationen und die Übersicht aller Orte sind auf der offiziellen Seite abrufbar: https://badi.pfadi.swiss/.
| Datum | Aktion | Info |
|---|---|---|
| 15.–16. August | Pfadi-Badis an lokalen Orten | Interaktive Karte |
Teilnahme und Sicherheit
Obwohl die Aktionen spielerisch und lokal organisiert sind, achten die Gruppen auf Sicherheitsaspekte: Schwimmerisches Können, Aufsicht durch Leiterinnen und Leiter sowie die sichere Konstruktion von Flössen und Geräten stehen im Vordergrund. Da die Pfadi als organisierte Jugendbewegung über langjährige Erfahrung in Outdoor-Aktivitäten verfügt, sind die meisten Angebote auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Altersstufen abgestimmt.
Interessierte sollten lokale Informationen beachten: Nicht jede Pfadi-Badi bietet gleiches Programm, und manche Aktionen richten sich primär an Mitglieder oder an ein jüngeres Publikum. Die Online-Karte hilft bei der Auswahl geeigneter Standorte.
Lokale Auswirkungen
Für Gemeinden können temporäre Pfadi-Badis bedeuten, dass Plätze kurzzeitig stärker frequentiert sind. Solche Aktionen schaffen Begegnungen zwischen Generationen und vermitteln eine positive Nutzung öffentlicher Räume. Zugleich demonstrieren die Pfadis, wie aus einfachen Mitteln kreative, sichere und partizipative Angebote entstehen können.
Für Familien und Touristinnen und Touristen im Wallis und an der Genferseeregion bietet das Wochenende eine unverbindliche Gelegenheit, Pfadiarbeit zu erleben. Kinder können ausprobieren, wie aus Alltagsgegenständen spielerisch Lerngelegenheiten werden und wie Teamarbeit praktisch funktioniert.
Weiterführende Informationen
- Datum: 15. und 16. August
- Übersicht aller Standorte: badi.pfadi.swiss
- Mitmachen: Meist offen für Besucher, Details lokal abklären
Die Pfadi-Badi ist weniger ein Wettkampf als ein Schaufenster: Sie zeigt, wie Jugendliche Verantwortung übernehmen, Räume kreativ nutzen und mit einfachen Mitteln attraktive Angebote schaffen. An diesem Wochenende lohnt sich ein Blick an Brunnen, Park oder Seeufer – vielleicht entsteht gerade dort für ein paar Stunden eine kleine, lebendige Pfadi-Badi.