Umwelt Kreuzlingen Thurgau (TG)

Neue 47‑Tonnen‑Waage auf Deponie Bernrain bringt striktere Kontrolle – Kreuzlingen bereitet sich auf mehr LKW‑Verkehr vor

Die Deponie Bernrain bei Kreuzlingen hat eine neue, rund 47 Tonnen schwere Waage erhalten. Sie ist das «Herzstück» der Anlage: Nur sauberer Aushub (Typ A) wird angenommen und digital erfasst. Der Betrieb soll im September starten, mit rund 70 Lastwagenfahrten pro Werktag.

Neue 47‑Tonnen‑Waage auf Deponie Bernrain bringt striktere Kontrolle – Kreuzlingen bereitet sich auf mehr LKW‑Verkehr vor
©Illustration KI Andreas Keller / we-news.com

Standort und Technik

Auf der Erddeponie Bernrain oberhalb von Kreuzlingen ist die neue Waage eingebaut worden. Das Gerät wiegt insgesamt gut 47 Tonnen und bildet künftig den zentralen Messpunkt für alle an- und abfahrenden Lastwagen mit Erdaushub. Die Elemente, über die später die Lastwagen fahren, wurden mit grossem Aufwand und Fingerspitzengefühl positioniert.

Betriebskonzept und Materialkontrolle

Die Deponie wird ausschliesslich Material des Deponietyps A annehmen – also natürlichen, unverschmutzten Aushub und Ausbruch von Baustellen. Jede Herkunftsbaustelle muss vorgängig angemeldet und das Material deklariert werden. Die gesamte Erfassung der Anlieferungen läuft digital; laut Adi Leutenegger, CEO der Betreiberfirma Erde Thurgau AG, lässt sich so jede Lieferung nachverfolgen:

«Ich weiss von jedem LKW, von welcher Baustelle er kommt.»

Zusätzlich sind stichprobenartige Kontrollen durch das kantonale Umweltamt vorgesehen, um die Reinheit des Materials sicherzustellen.

Erwartetes Verkehrsaufkommen und Zeitplan

Der reguläre Betrieb soll im September anlaufen. Für die Anfangsphase rechnet die Deponie mit rund 70 Lastwagenfahrten pro Werktag. Die Waage ist vollautomatisch gesteuert; jede Zufahrt wird so genau registriert. Weil lange Transportwege vermieden werden sollen, plant Erde Thurgau, vorwiegend Material aus der Region aufzunehmen.

Landschaft, Etappierung und Rekultivierung

Geplant ist ein etappenweiser Verfüllungsprozess: Humus und Oberboden werden zwischengelagert und später für die Rekultivierung verwendet. Sobald einzelne Abschnitte fertig sind, gehen sie zur weiteren Bewirtschaftung an die Landwirtschaft zurück. Damit soll die landwirtschaftliche Nutzung des Geländes in Teilen erhalten bleiben.

Insgesamt soll die Deponie Bernrain rund 950'000 Kubikmeter Erdaushub aufnehmen – verteilt über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Terrain etwa zehn Meter höher liegen als heute, und 15 Prozent der Fläche sind als ökologische Ausgleichsflächen vorgesehen.

Lokale Folgen und Diskussion

Für Anwohnende und Landwirtinnen bedeutet das Projekt sichtbare Veränderungen in Landschaft und Verkehr. Die Betreiber betonen, dass durch die regionale Ausrichtung der Anlieferungen lange Transportwege vermieden werden sollen. Zudem dient die digitale Erfassung der Ladungen nicht nur der Betriebssteuerung, sondern auch der Transparenz gegenüber Öffentlichkeit und Aufsichtsbehörden.

Offene Fragen betreffen vor allem Lärm, Staub und die Belastung der Zufahrtsstrassen während der Betriebszeiten. Die Etappierung ist zwar als Massnahme vorgesehen, um Teile des Geländes weiter landwirtschaftlich nutzbar zu halten; die Auswirkungen auf das lokale Umfeld werden sich aber erst im Laufe der nächsten Jahre voll zeigen.

Wesentliche Zahlen im Überblick

ParameterWert
Gewicht der Waage47 Tonnen
Aufnahmekapazität Bernrain950'000 m³
Geplante Betriebsdauerca. 10 Jahre
Erwartete Lastwagenfahrten~70 pro Werktag
Anteil Ausgleichsfläche15 %
  • Nur Deponietyp A: unverschmutzter Aushub wird angenommen.
  • Digitale, vollautomatische Erfassung jeder Lieferung.
  • Etappenweise Verfüllung mit anschliessender Rekultivierung.

Die Inbetriebnahme der Waage markiert einen wichtigen Meilenstein für die Deponie Bernrain. Sie schafft die technische Grundlage für die geplante Kontrolle und Nachvollziehbarkeit der Anlieferungen – zugleich beginnt für die Gemeinde und die Umgebung eine Phase erhöhten Verkehrsaufkommens und baulicher Umgestaltung. Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich die Massnahmen in der Praxis bewähren und wie Anwohnerinnen, Landwirtschaft und Umweltbehörden zusammenarbeiten, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Andreas Keller
Andreas KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Thurgau – WE NEWS online

Hallo, ich bin Andreas, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

TGThurgau

Ihre Morgenübersicht

Die wichtigsten Nachrichten aus Thurgau, jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick