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Bund beantragt Sanierung und Ausbau der Nationalbibliothek in Bern – Baustart 2027 geplant

Das Bundesamt für Bauten und Logistik hat das Baugesuch für die Sanierung und eine unterirdische Erweiterung der Schweizerischen Nationalbibliothek an der Hallwylstrasse eingereicht. Geplant sind ein Baustart 2027 und die Wiederinbetriebnahme 2034; das Parlament muss einen Verpflichtungskredit von 211,7 Mio. Fr. bewilligen.

Bund beantragt Sanierung und Ausbau der Nationalbibliothek in Bern – Baustart 2027 geplant
©Illustration KI Simon Wyss / we-news.com

Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) hat das Baugesuch für die Sanierung und den Ausbau der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern eingereicht. Gemäss den vorliegenden Planungen soll der Baustart im Jahr 2027 erfolgen, die sanierte und erweiterte Bibliothek ist aktuell für das Jahr 2034 zur Wiederinbetriebnahme vorgesehen.

Projektumfang und räumliche Änderungen

Das Projekt an der Hallwylstrasse sieht die umfassende Sanierung des bestehenden Gebäudeensembles aus dem Jahr 1931 sowie eine unterirdische Erweiterung vor. Der bestehende Bücherturm bleibt nach Angaben des BBL der klassischen Bibliotheksnutzung vorbehalten. Neu soll das Erdgeschoss stärker als öffentliches Forum genutzt werden und die Bibliothek somit sichtbarer und zugänglicher für das Publikum werden.

Für die Dauer der Bauarbeiten werden die Nationalbibliothek und das Bundesamt für Kultur ihren Betrieb temporär an die Monbijoustrasse in Bern verlegen. Details zur Dauer der Verlagerung, zu betroffenen Diensten oder zum Publikumsverkehr nannte das BBL in der Mitteilung nicht näher.

Finanzierung und politischer Prozess

Für die Umsetzung des Vorhabens legt der Bund einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 211,7 Millionen Franken vor. Das Geld wird im Rahmen der Immobilienbotschaft 2026 beantragt. Das Parlament muss diesen Verpflichtungskredit bewilligen, bevor die Bauarbeiten verbindlich gestartet werden können. Solche Kredite durchlaufen in der Regel die parlamentarischen Beratungen im National- und Ständerat, inklusive Prüfungen durch zuständige Kommissionen.

SchlüsselpunktAngabe
Baustart (geplant)2027
Wiederinbetriebnahme (Plan)2034
Verpflichtungskredit211,7 Mio. Fr.
Standort während BauarbeitenMonbijoustrasse, Bern

Warum das Projekt relevant ist

Die Nationalbibliothek ist eine zentrale Institution für die Bewahrung des schriftlichen Kulturguts der Schweiz. Die Sanierung adressiert sowohl den Erhalt des historischen Bestandes als auch die zeitgemässe Bereitstellung von Diensten für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit. Die unterirdische Erweiterung erlaubt zusätzlich Platz, ohne das Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Ensembles oberirdisch massiv zu verändern.

  • Erhalt: Restaurierung und Modernisierung einer Bauanlage von 1931.
  • Mehr Raum: Unterirdische Erweiterung schafft Lager- und Nutzflächen.
  • Öffnung: Erdgeschoss als Forumszone für Besucherinnen und Besucher.

Vorgehen und nächste Schritte

Mit der Einreichung des Baugesuchs beginnt das formelle Bewilligungsverfahren auf kommunaler und kantonaler Ebene: Baubesprechungen, Eventualauflagen des Denkmalschutzes sowie Umweltprüfungen können Teil des Prozesses sein. Parallel dazu führt der Bund die parlamentarischen Schritte zur finanziellen Absicherung durch. Erst nach parlamentarischer Genehmigung des Verpflichtungskredits und nach Abschluss der nötigen Baubewilligungen wäre ein definitiver Baubeginn möglich.

Während der Planungs- und Bauphase wird die Bibliothek einen Teil ihres Betriebs an der Monbijoustrasse wahrnehmen. Für Nutzerinnen und Nutzer ist es wichtig, sich frühzeitig über Angebote, Zugänglichkeit und gegebenenfalls eingeschränkte Dienste zu informieren. Konkrete Informationen zu Leihverkehr, Lesesälen oder Sonderbeständen sind beim Bundesamt für Kultur beziehungsweise direkt bei der Nationalbibliothek erhältlich.

Ausblick

Die Sanierung und Erweiterung ist ein langfristiges Vorhaben mit kulturpolitischer Bedeutung. Sie verbindet Denkmalpflege mit dem Bedürfnis nach modernen, flexiblen Räumen für Sammlung, Forschung und Öffentlichkeit. Entscheidend für den weiteren Verlauf bleibt die parlamentarische Behandlung des Verpflichtungskredits in der Immobilienbotschaft 2026 sowie die Erteilung der notwendigen Baubewilligungen.

Lokalpolitisch und städtisch bedeutet das Projekt eine längere Phase mit Bautätigkeit an der Hallwylstrasse und eine temporäre räumliche Verlagerung wichtiger Kulturangebote. Die nächsten Monate werden zeigen, wie rasch die Parlamente und die Behörden den Weg für die Realisierung freigeben.

Simon Wyss
Simon KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Bern – WE NEWS online

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