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Bern investiert 4,3 Millionen Franken in Ausbau der Volksschule Steigerhubel

Die Stadt Bern will wegen steigender Schülerzahlen zusätzliche Unterrichts- und Betreuungsräume schaffen. Ein Projektierungs- und Baukredit von 4,3 Mio. Fr. geht an den Stadtrat; die Bauarbeiten sind für 2027–2028 geplant.

Bern investiert 4,3 Millionen Franken in Ausbau der Volksschule Steigerhubel
©Illustration KI Simon Wyss / we-news.com

Die Stadt Bern plant einen umfassenden Umbau an der Volksschule Steigerhubel. Der Gemeinderat hat einen Projektierungs- und Baukredit von insgesamt 4,3 Millionen Franken genehmigt und dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Ziel ist es, den gestiegenen Raumbedarf infolge wachsender Schülerzahlen zu decken und die Tagesbetreuung organisatorisch neu zu ordnen.

Mehr Platz für Unterricht und Betreuung

Die Massnahmen am Schulstandort im Westen der Stadt sehen mehrere bauliche und organisatorische Veränderungen vor. Ein Grossteil der Räume für die Tagesbetreuung soll künftig im ehemaligen Kirchgemeindehaus untergebracht werden, das die Stadt 2024 im Baurecht übernommen hat. In diesem Gebäude ist unter anderem die Einrichtung einer Küche vorgesehen, die für bis zu 250 Mittagessen ausgelegt wird.

Gleichzeitig plant die Stadt, in den bestehenden Pavillons zusätzliche Fachräume einzurichten und Arbeitsplätze für den Hausdienst sowie das Leitungsteam zu schaffen. Damit reagiert die Stadtverwaltung auf den längerfristig steigenden Bedarf an Schul- und Betreuungsflächen.

  • Projektierungs- und Baukredit: 4,3 Mio. Fr.
  • Küche im ehemaligen Kirchgemeindehaus: Kapazität für bis zu 250 Mittagessen
  • Fachräume und zusätzliche Arbeitsplätze in Pavillons
  • Überbrückungslösung: zweites Modulbau-Provisorium

Zeithorizont und Übergangslösungen

Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im April 2027 beginnen und bis zum Sommer 2028 dauern. Damit ist die Stadt auf einen mehrjährigen Bauablauf eingestellt, währenddessen der Schulbetrieb vor Ort weiterlaufen soll. Um akute Engpässe zu vermeiden, wird als Zwischenlösung ein weiteres Modulbau-Provisorium installiert, das gemäss Mitteilung voraussichtlich im Sommer 2027 in Betrieb genommen wird.

Massnahme Voraussichtlicher Zeitpunkt
Beginn Bauarbeiten April 2027
Inbetriebnahme zweites Modulbau-Provisorium Sommer 2027
Voraussichtliche Fertigstellung Sommer 2028

Langfristige Perspektive

Die Stadt strebt langfristig die Übernahme eines kantonalen Schulgebäudes an der Steigerhubelstrasse an. Dieses Gebäude wird derzeit von der Berufsfachschule Bern (Gibb) genutzt. Bis zu einer solchen Übernahme soll das zusätzliche Modulbau-Provisorium den erhöhten Raumbedarf abfangen.

Die Strategie folgt einem Doppelansatz: kurzfristig flexible, modulare Lösungen einzusetzen und mittelfristig feste Infrastrukturen zu schaffen, die sowohl Unterrichts- wie Betreuungsangebote absichern. Die Nutzung des ehemaligen Kirchgemeindehauses für die Tagesbetreuung ist Teil dieser Systematik und soll die Betreuungskapazitäten vor Ort nachhaltig stärken.

Auswirkungen auf Eltern und Quartier

Für Eltern und Betreuungspersonen ändert sich der Anlaufpunkt für die Tagesbetreuung: Ein Grossteil der Betreuungsangebote wird künftig zentral im ehemaligen Kirchgemeindehaus organisiert. Die geplante Grossküche könnte zudem dazu beitragen, die Verpflegung vor Ort zu standardisieren und logistische Abläufe zu vereinfachen.

Aus Sicht des Quartiers bedeutet der Umbau eine Phase mit Bauarbeiten über rund eineinhalb Jahre, gefolgt von einer verstärkten Nutzung vorhandener Gebäude. Die Stadt wird den Betrieb des Schulstandorts während der Umbaumassnahmen anpassen müssen, um Unterricht und Betreuung stabil zu halten.

Finanzierung und Entscheidprozess

Der vom Gemeinderat beschlossene Kredit in der Höhe von 4,3 Mio. Fr. ist als Projektierungs- und Baukredit ausgestaltet und wird dem Stadtrat zur Verfügung gestellt. Damit folgt die Stadt dem üblichen Prozess, wonach grössere Investitionen zuerst durch den Gemeinderat beantragt und anschliessend durch den Stadtrat beziehungsweise das zuständige politische Gremium weiterbehandelt werden.

Die konkrete Ausgestaltung der Ausbaupläne dürfte in den kommenden Monaten Gegenstand detaillierter Projektierung und Planung sein. Eltern, Mitarbeitende und Anwohnende erhalten damit Zeit, sich auf die nächsten Schritte vorzubereiten und allfällige Anliegen in die weiteren Planungen einzubringen.

Der Umbau an der Volksschule Steigerhubel ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Städte auf veränderte demografische Entwicklungen reagieren: Durch Kombination von temporären und dauerhaften Lösungen sollen Kapazitäten geschaffen werden, ohne auf kurzfristige Provisorien allein zu setzen.

Simon Wyss
Simon KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Bern – WE NEWS online

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