In Altdorf beginnt am 22. August 2026 die dritte Ausgabe der Ausstellung «Ansichtssachen». Für einen Monat werden im öffentlichen Raum mehrere Kunstwerke an verschiedenen Orten der Gemeinde gezeigt. Die Veranstaltung wurde von der Kulturkommission Altdorf initiiert und wird von der Gemeinde finanziert, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt.
Fünf Positionen aus der Region
Für die diesjährige Ausgabe wählte die Kulturkommission fünf Kunstschaffende mit Bezug zu Altdorf aus. Die Beteiligten präsentieren unterschiedliche Formate: von grossformatigen Bannern und Fotografien bis zu Holz- und Stahlinstallationen sowie ortsspezifischen Objekten in historischen Bauten. Die Werke sind im öffentlichen Raum frei zugänglich und können individuell besichtigt werden.
Folgende Kunstschaffende und Werke werden gezeigt:
- Lina Müller – «POV (Point of View)»: grossformatige, handbemalte Fahnen an der Südwestfassade des Kapuzinerklosters.
- Simon Ledergerber – «Hemmschwelle»: eine Installation mit einem Holzbalken im Winterbergpark.
- Michael Regli – «Verstärkung»: eine Stahlskulptur beim Durchgang Polizeiposten; Regli ist in Erstfeld geboren und arbeitet als Metallbauer und Künstler.
- GislerGäwihler (Duo) – zwei Installationen: «Tell» im Türmli des Telldenkmals und «Laib» in der Kapelle des Fremdenspitals.
- Nathalie Bissig – «Nachtsturz»: grossformatige Fotografien auf Mesh beim Pavillon des Schulhaus Hagen, thematisierend Naturgewalten und Verletzlichkeit.
Vernissage, Führungen und Apéro
Die Vernissage findet am Samstag, 22. August 2026, statt. Die Kulturkommission führt durch die Ausstellung; die eingeladenen Kunstschaffenden werden vor Ort sein. Besucherinnen und Besucher erhalten damit die Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zu den Werken zu bekommen. Der Rundgang endet mit einem Apéro, was der lokalen Begegnung und dem Austausch über die gezeigten Positionen Raum geben soll.
Ausstellung im öffentlichen Raum und kommunale Förderung
«Ansichtssachen» positioniert sich als Plattform für Kunstschaffende aus Uri und nutzt den öffentlichen Raum als Ausstellungsort. Die Gemeinde Altdorf übernimmt die Finanzierung der Ausstellung, wodurch die Werke einem breiten Publikum ohne Eintrittszugang zugänglich gemacht werden. Die Entscheidung, Kunst im öffentlichen Raum zu zeigen, eröffnet Passantinnen und Passanten neue Sichtweisen auf bekannte Orte und schafft unerwartete Begegnungen mit künstlerischen Formaten.
Verortung und historische Bezüge
Die Wahl der Ausstellungsorte spiegelt Verbindungen zur lokalen Geschichte und zur städtischen Architektur: So befinden sich Arbeiten im Kapuzinerkloster, beim Telldenkmal und im Fremdenspital. Solche Platzierungen ermöglichen es, künstlerische Interventionen in Dialog mit historischen Bauten und Erinnerungsorten zu bringen.
| Künstler/in | Werk | Ort |
|---|---|---|
| Lina Müller | POV (handbemalte Fahnen) | Südwestfassade Kapuzinerkloster |
| Simon Ledergerber | Hemmschwelle (Holzbalken-Installation) | Winterbergpark |
| Michael Regli | Verstärkung (Stahlskulptur) | Durchgang Polizeiposten |
| GislerGäwihler | Tell (Türmli) / Laib (Kapelle) | Telldenkmal / Fremdenspital |
| Nathalie Bissig | Nachtsturz (Fotografien auf Mesh) | Pavillon Schulhaus Hagen |
Als Referenz zur Ausstellung 2025 erwähnt die Mitteilung die Installation «Ringe für Uri» des Bildhauers Pascal Murer, die auf dem Besslerbrunnen beim Telldenkmal gezeigt wurde. Solche früheren Projekte helfen, die Kontinuität und die Entwicklung der Reihe «Ansichtssachen» nachzuzeichnen.
Praktische Hinweise
Die Ausstellung dauert einen Monat; die genauen Öffnungszeiten der einzelnen Standorte richten sich nach den örtlichen Zugängen und sind öffentlich frei zugänglich. Die Vernissage mit Führung der Kulturkommission ist der erste Anlass, an dem die Kunstschaffenden anwesend sein werden und Fragen beantworten können. Der Abschluss des Rundgangs mit Apéro bietet Gelegenheit zum Austausch.
Mit der diesjährigen Ausgabe stärkt die Gemeinde Altdorf die lokale Kunstszene und macht künstlerische Positionen sichtbar, die in engem Bezug zur Gemeinde stehen. Die Kombination aus historischen Orten und zeitgenössischer Kunst soll Diskussionen anregen und einen Beitrag zum kulturellen Leben in Altdorf leisten.