Auszeichnung für den historischen Klostergarten in Altdorf
Der Schulthess Gartenpreis 2026 geht an den Verein «kulturkloster altdorf». Damit würdigt der Schweizer Heimatschutz das Engagement des Vereins für die Pflege und Weiterentwicklung des terrassierten Gartens des ehemaligen Kapuzinerklosters in Altdorf (Kanton Uri). Der Preis hebt insbesondere die Verbindung von Freiwilligenarbeit, gärtnerischem Fachwissen und einer nachhaltigen Nutzung des Gartens hervor.
«Der Schulthess Gartenpreis 2026 geht an den Verein ‹kulturkloster altdorf›»
Das Kloster Altdorf, das bis 2009 von Kapuzinern genutzt wurde, wurde seit 2020 vom Verein in eine Kultur- und Seminarstätte umgewandelt. Neben Veranstaltungen, Seminaren, einem Kloster-Atelier und dem Kloster-Café gehört die Pflege des Gartens zu den zentralen Aufgaben des Vereins. Der Garten steht laut Mitteilung allen Gästen offen und dient sowohl als Nutz- wie auch als Verweilgarten.
Was die Jury hervorhob
Der Schweizer Heimatschutz lobt die sorgfältige Bewirtschaftung und die thematische Ausrichtung des Gartens: Artenvielfalt, Klimaanpassung, Permakultur und nachhaltige Nutzung stehen im Zentrum der Arbeit. Wesentlich für die Jury war, dass der Verein den historischen Charakter der terrassierten Anlage bewahrt, sie aber zugleich weiterentwickelt und aktiv nutzt.
- Freiwilligenarbeit: Der Garten wird von einem grossen Helfernetzwerk getragen.
- Teilzeit-Gärtner: Ein angestellter Gärtner betreut die Anlage fachlich mit kleinem Pensum.
- Nutzgarten: Teile der Ernte werden in der Klosterküche verwendet und teilweise zum Verkauf angeboten.
Bedeutung für Altdorf
Die Auszeichnung stärkt die Rolle des Klosters als Ort von Kultur, Begegnung und Bildung in Altdorf. In einer Zeit, in der zahlreiche Klosteranlagen und deren Gärten verschwinden oder in Vergessenheit geraten, zeigt das Beispiel in Altdorf, wie ein historischer Garten lebendig erhalten werden kann. Die Kombination aus denkmalpflegerischer Sorgfalt und zeitgemässen Themen wie Permakultur und Klimaanpassung macht den Garten zu einem Modellfall für ähnliche Projekte.
Für die lokale Bevölkerung bietet der Garten mehrere Nutzen: Er ist ein Naherholungsraum, eine Lernstätte für nachhaltige Gartenpraxis und zugleich Bestandteil des vielfältigen Kulturangebots des Klosters. Das Kloster selbst veranstaltet Konzerte, Seminare und private Anlässe und ergänzt damit das touristische und kulturelle Angebot der Gemeinde.
Kurzinformationen
| Preis | Schulthess Gartenpreis 2026 |
|---|---|
| Preisträger | Verein «kulturkloster altdorf» |
| Ort | Kloster Altdorf, Kanton Uri |
| Wesentliche Merkmale | Terrassierter Nutz- und Verweilgarten, Fokus auf Artenvielfalt, Klimaanpassung, Permakultur |
| Historie | Kapuziner wirkten im Kloster bis 2009; Betrieb als Kulturzentrum durch den Verein seit 2020 |
Die Anerkennung durch den Schweizer Heimatschutz kann lokalen Projekten wie dem in Altdorf neue Sichtbarkeit verschaffen. Sie bestärkt zugleich die ehrenamtlich Engagierten und die Vereinsverantwortlichen in ihrem Konzept, einen historischen Ort nicht nur zu bewahren, sondern aktiv mit zeitgemässen Inhalten zu beleben.
Weitere Informationen zum Preis und zur Jurybegründung hat der Schweizer Heimatschutz publiziert; der Verein selbst informiert auf seinen Kanälen über Führungen, Veranstaltungen und Möglichkeiten zum Mitmachen im Klostergarten.