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70-Meter-Hochhaus geplant: Marti will Tor zum Holligen-Quartier an der Freiburgstrasse

Die Marti Gesamtleistungen AG plant an der Freiburgstrasse 129/131 ein 60–70 Meter hohes Gebäude mit Wohnungen und Bildungsräumen. Eine Informations- und Partizipationsveranstaltung für die Nachbarschaft findet am 17. August 2026 statt.

70-Meter-Hochhaus geplant: Marti will Tor zum Holligen-Quartier an der Freiburgstrasse
©Illustration KI Simon Wyss / we-news.com

In Ausserholligen, beim Europaplatz, steht ein weiteres Hochhausprojekt zur Diskussion: Die Marti Gesamtleistungen AG hat Pläne für ein Gebäude an der Freiburgstrasse 129 und 131 angekündigt, das zwischen 60 und 70 Meter hoch werden soll. Das Projekt soll eine Mischung aus Wohnen und Bildungsnutzung bieten und als «Tor zum Holligen‑Quartier» verstanden werden, wie die Projektwebsite informiert.

Standort und Ausgangslage

Auf dem Grundstück befinden sich derzeit ein stark baufälliges Haus mit dem sogenannten «Café Toujours» sowie ein Volleyball‑Platz. Das Haus ist laut Angaben weiterhin besetzt. Die Marti AG betont die historische Verbindung: An dieser Adresse soll vor über hundert Jahren die Baufirma Marti gegründet worden sein. Die Projektverantwortlichen streben laut ihren Angaben an, den Ort räumlich aufzuwerten und ergänzende Aussenräume zu schaffen, die das Netz an Grün‑ und Freiräumen im Quartier bereichern.

Öffentliche Beteiligung und Zeitplan

Die Projektträger laden die Nachbarschaft und Quartierbevölkerung zu einer Informations‑ und Partizipationsveranstaltung ein. Sie findet am Montag, 17. August 2026 statt. Dort sollen die Ergebnisse des Projektwettbewerbs, der grobe Zeitplan sowie die weiteren Schritte erläutert werden. Im zweiten Teil der Veranstaltung ist laut Ankündigung Raum für Mitwirkung: Die Bevölkerung kann Anliegen platzieren und Rückmeldungen geben.

«Für unsere Immobilienprojekte sind eine frühe und laufende Information sowie eine angemessene Partizipation ein wichtiger Mehrwert.»

Die Marti AG führt weiter aus, dass das frühe Einbeziehen der Öffentlichkeit helfen solle, Anliegen frühzeitig zu erkennen und mögliche Konflikte zu vermeiden.

Wie das Projekt ins städtische Umfeld passt

Ein Gebäude in der Grössenordnung von 60 bis 70 Metern entspricht in etwa der Höhe des Hauptgebäudes des Inselspitals, was die Dimension des Vorhabens veranschaulicht. Der Standort liegt in einem städtebaulich im Umbruch befindlichen Raum: In der Umgebung sind bereits weitere Hochhausprojekte und Neuplanungen rund um den Europaplatz vorgesehen. Im Juni hatte die Berner Stimmbevölkerung einem neuen Quartier auf dem Areal von EWB und BLS zugestimmt, womit die Dichteentwicklung in diesem Bereich weiter vorangetrieben wird.

Wichtig für die künftige Beurteilung werden städtebauliche Fragen sein: Wie fügt sich das Volumen in die Silhouette von Ausserholligen ein? Welche Auswirkungen hat das Projekt auf Sonneneinfall, Schattenwurf und Erreichbarkeit? Wie werden Grünflächen und Aussenräume gestaltet, und welche Verkehrsfolgen sind zu erwarten?

  • Geplante Nutzung: Wohnraum und Bildungsräume
  • Geplante Höhe: 60–70 Meter
  • Ort: Freiburgstrasse 129/131, Ausserholligen (Europaplatz)
  • Öffentliche Veranstaltung: Montag, 17. August 2026

Konfliktpotenzial und rechtlicher Rahmen

Das Grundstück ist aktuell besetzt, und das bestehende Gebäude gilt als baufällig. Solche Ausgangslagen bergen oft Konfliktpotenzial zwischen Eigentürmern, Besetzerinnen und Besetzern sowie der Quartierbevölkerung. Parallel dazu gelten für Hochhausbauten kantonale und kommunale Instrumente wie Zonenplanung, Gestaltungs- und Bauvorschriften sowie das öffentlich‑rechtliche Verfahren zur Mitwirkung und Einsprachen. Der konkrete rechtliche Prozess — etwa Baugesuch, kantonale Raumplanungsschritte oder allfällige Anfragen an die Stadt — ist im Moment nicht öffentlich im Detail dokumentiert. Die Informationsveranstaltung dient unter anderem dazu, diese Punkte zu klären.

Erwartungen an die Veranstaltung

Die bevorstehende Veranstaltung wird zeigen, ob das Projekt genügend Akzeptanz in der Nachbarschaft findet. Wichtige Themen dürften sein:

  • Grünraum‑ und Aussenraumgestaltung
  • Verkehrsbelastung und Erschliessung
  • Lärm- und Schattenwirkungen
  • Zeithorizont für Rückbau des vorhandenen Hauses und Baubeginn

Die Marti AG will offenbar mit einer frühen Partizipation Vertrauen schaffen. Ob und wie sich dies in konkreten Planänderungen niederschlägt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Ausserholligen ist das Projekt von unmittelbarem Interesse, weil es die Quartierstruktur und die Entwicklung rund um den Europaplatz nachhaltig beeinflussen könnte.

Weitere Informationen sind auf der Projektwebsite freiburgstrasse129.ch verfügbar; die Informationsveranstaltung am 17. August 2026 bietet die Gelegenheit, offene Fragen direkt an die Projektverantwortlichen zu richten.

Simon Wyss
Simon KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Bern – WE NEWS online

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