Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (SVAR) hat diesen Monat sieben neue Lernende in der Ausbildung zur Fachfrau/Fachmann Gesundheit (FaGe) begrüsst. Damit engagiert sich der Verbund aktuell mit 68 Auszubildenden auf Sekundarstufe II und Tertiärstufe und zählt zu den grössten Ausbildungsarbeitgebern im Kanton.
Einführungstag in Herisau: Kennenlernen und Orientierung
Beim gemeinsamen Einführungstag in Herisau standen das gegenseitige Kennenlernen und das Ankommen in der neuen beruflichen Rolle im Vordergrund. Die Lernenden erhielten erste Einblicke in die Ausbildungsstruktur und die Arbeitswelten der beiden SVAR-Standorte: das Spital Herisau und das Psychiatrische Zentrum Appenzell Ausserrhoden.
Der Verbund hebt in seiner Mitteilung die Breite der Ausbildung hervor. Die Kombination der beiden Standorte ermögliche den Lernenden, verschiedene Versorgungsbereiche kennenzulernen und damit wichtige Erfahrungen für die berufliche Entwicklung zu sammeln.
Praxisorientierte Ausbildung und Standortwechsel
Gemäss Mitteilung wechseln die FaGe-Lernenden im zweiten Lehrjahr für drei Monate an den anderen Standort. Dieser geplanter Aufenthalt soll
- fachliche Kompetenzen erweitern,
- Einblick in unterschiedliche Arbeitsweisen und Patientensituationen geben und
- den Austausch zwischen somatischer und psychiatrischer Versorgung fördern.
Solche Standortwechsel sind Teil eines Ausbildungsmodells, das praktische Breite und Vermittlung vielfältiger pflegerischer Kompetenzen betont.
«Mit dem Spital Herisau und dem Psychiatrischen Zentrum Appenzell Ausserrhoden bietet der SVAR seinen Auszubildenden die Möglichkeit, unterschiedliche Bereiche der Gesundheitsversorgung kennenzulernen. Diese Vielfalt kommt auch den FaGe-Lernenden zugute.»
Ausbildungsangebot bis Tertiärstufe
Neben der beruflichen Grundbildung auf Sekundarstufe II bietet der SVAR laut Mitteilung auch Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten auf Tertiärstufe an. Damit setzt der Verbund auf eine durchgängige Bildungsstruktur, die über die Lehrzeit hinaus Karrierewege im Gesundheitswesen eröffnen kann.
Bedeutung für den Kanton
Die Ausbildung von insgesamt 68 Lernenden macht den SVAR zu einem zentralen Akteur für die Fachkräftesicherung in Appenzell Ausserrhoden. Die Investition in Ausbildung dient nicht nur der Personalrekrutierung für die eigenen Standorte, sondern auch der langfristigen Stabilität der regionalen Gesundheitsversorgung.
Für den Kanton, der in Teilen demografisch älter ist als andere Regionen, ist die Sicherstellung qualifizierter Pflegefachkräfte ein strategisch wichtiges Thema. Lokale Ausbildungsplätze reduzieren zudem die Abhängigkeit von Rekrutierungen ausserhalb des Kantons und stärken die beruflichen Perspektiven für Jugendliche vor Ort.
Konkrete Angebote für Lernende
Der SVAR nennt mehrere Elemente des Ausbildungsangebots, die für Lernende relevant sind:
- Praktische Ausbildung in Akut- und Psychiatrieversorgung an zwei Standorten
- Möglichkeit zu Standortwechseln während der Ausbildung
- Weiterführende Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten auf Tertiärstufe
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Gesamtzahl Auszubildende | 68 |
| Neue FaGe-Lernende | 7 |
| Standorte | Spital Herisau, Psychiatrisches Zentrum Appenzell Ausserrhoden |
Was Lernende und Interessierte wissen sollten
Der Einstieg in den FaGe-Beruf bringt für Jugendliche eine Kombination aus praktischer Arbeit mit Menschen, medizinischer Basisbetreuung und teamorientierter Zusammenarbeit mit sich. Interessierte sollten die Ausbildungsanforderungen, den Praxisanteil und die Möglichkeit von Standortwechseln prüfen. Der SVAR kommuniziert seine Ausbildungsangebote in Regel über die eigene Webseite und lokale Kanäle.
Insgesamt zeigt die Bilanz des Spitalverbunds, dass lokale Ausbildungsplätze ein zentrales Instrument sind, um die regionale Versorgung künftig zu sichern. Der SVAR betont, dass mit der Ausbildung junger Fachkräfte ein Beitrag zur nachhaltigen Personalentwicklung im Gesundheitswesen geleistet wird.