Die anhaltende Hitze und Trockenheit setzen auch Kleintieren in der Region Baar zu. Die Fachstelle Energie und Umwelt der Gemeinde Baar rät deshalb dazu, mit einfachen Mitteln zu helfen: Eine flache Wasserschale an einem ruhigen, schattigen Ort kann Igeln und Vögeln in der aktuellen Sommerperiode das Überleben deutlich erleichtern.
Warum Wasserstellen wichtig sind
Natürliche Wasserstellen wie Pfützen oder kleine Tümpel trocknen während längerer Trockenphasen rasch aus. Besonders für nachtaktive Kleinsäuger wie den Igel wird die Trinksuche dadurch erschwert. Auch Vögel nutzen angebotene Wasserstellen nicht nur zum Trinken, sondern vor allem zum Baden, was ihnen hilft, das Gefieder zu pflegen und die Körpertemperatur zu regulieren.
Wie eine geeignete Wasserschale aussehen sollte
Die Gemeinde empfiehlt eine flache, standfeste Schale mit frischem Wasser. Wichtig ist der richtige Standort: die Schale sollte an einem ruhigen, möglichst schattigen Platz stehen, damit scheue Tiere wie Igel sich annähern. Wegen der Hitzebelastung und des schnelleren Wachstums von Krankheitserregern muss das Wasser regelmässig erneuert werden.
- Schale: flach und stabil, damit Igel problemlos trinken können.
- Standort: ruhiger, schattiger Platz, geschützt vor Haustieren und direkter Sonne.
- Wasserwechsel: täglich oder mindestens regelmässig, besonders bei hohen Temperaturen.
- Sauberkeit: Schale sauber halten, um Krankheitsübertragung zu vermeiden.
Weshalb Füttern nicht empfohlen wird
Obwohl gut gemeint, raten Fachstellen vom zusätzlichen Füttern im Sommer ab. Wildtiere sollen ihre natürliche Nahrung weiterhin selbst finden. Problematisch ist insbesondere das Auslegen von Schnecken: Diese können Parasiten tragen, die Igel schaden können. Auch Milch ist ungeeignet und kann bei Igeln zu Gesundheitsproblemen führen.
Vögel profitieren besonders vom Baden
Vögel nutzen flache Wasserstellen gern zum Baden. Das dient nicht nur der Körperpflege, sondern auch der Kühlung. Viele Vogelarten bevorzugen dabei seichte Gefässe mit geringer Wassertiefe. Solche Vogelbäder werden während länger anhaltender Trockenperioden intensiv genutzt.
Praktische Hinweise auf einen Blick
| Empfehlung | Warum |
|---|---|
| Flache, standfeste Schale | Igel und Vögel gelangen sicher an das Wasser |
| Schattiger, ruhiger Standort | Schutz vor Überhitzung und Störungen |
| Regelmässiger Wasserwechsel | Verhindert Keimwachstum und schützt die Tiere |
| Kein zusätzliches Füttern | Vermeidet Gesundheitsrisiken durch Parasiten oder ungeeignete Nahrung |
Die Massnahmen sind bewusst einfach gehalten und benötigen weder spezielles Material noch grossen Aufwand. Schon eine einfache Schale mit sauberem Wasser kann einen Unterschied machen.
Was Anwohnerinnen und Anwohner beachten sollten
Wer eine Wasserstelle anlegt, sollte darauf achten, dass diese nicht zur Gefahr für Haustiere wird. Katzen oder Hunde können Wildtiere vertreiben oder die Wasserstelle verschmutzen. Daher sind diskrete, geschützte Plätze ratsam. Zudem eignen sich flache Schalen besser als tiefe Schüsseln, da Kleinsäuger sonst unter Umständen hineingelangen und nicht zurückklettern können.
Die Empfehlung der Fachstelle Energie und Umwelt richtet sich an alle Bewohnenden von Baar, die in ihren Gärten, auf Terrassen oder in Innenhöfen kleine Oasen für Tiere schaffen möchten. Gerade in dicht besiedelten Gebieten können solche einfachen Hilfen zur lokalen Artenunterstützung beitragen.
Insgesamt zeigt der Hinweis aus Baar: Kleine, gut platzierte Wasserstellen mit regelmässiger Pflege sind eine wirkungsvolle und risikoarme Massnahme, um Igeln und Vögeln in heissen, trockenen Sommern zu helfen.