Kultur Baar Zug (ZG)

Denkmaltage 2026: Baar im Zentrum der kantonalen Schwerpunkte

Am 12. und 13. September richtet der Kanton Zug die kantonale Fokussierung der Europäischen Tage des Denkmals in Baar aus. Führungen, eine offizielle Begrüssung im Schwesternhaus, Präsentationen zu Nachkriegsbauten und ein 5000 Jahre altes Grab stehen auf dem Programm.

Denkmaltage 2026: Baar im Zentrum der kantonalen Schwerpunkte
©Illustration KI Livia Iten / we-news.com

Baudenkmäler: Identität, Erhalt und neue Einblicke

Am Wochenende vom 12. und 13. September 2026 legt der Kanton Zug den kantonalen Schwerpunkt der Europäischen Tage des Denkmals auf Baar. Das Amt für Denkmalpflege und Archäologie nutzt die breit angelegte nationale Veranstaltung, um lokale Bau- und Kulturdenkmäler vorzustellen und die Diskussion um Bewahrung, Nutzung und Identität der gebauten Umwelt zu fördern. Viele historische Orte öffnen ihre Türen und erlauben der Bevölkerung Einblicke in Baugeschichte, Denkmalpflege und archäologische Forschungen.

Offizielle Begrüssung und Programm

Zur offiziellen Begrüssung lädt der Kanton am Samstag, 12. September, um 11.30 Uhr beim Schwesternhaus in Baar ein. Im Anschluss bietet ein Apéro sowie ein Imbiss Gelegenheit zum Austausch mit Vertretern des Kantons und der Gemeinde. Anwesend sind unter anderem Landammann Andreas Hostettler, Gemeinderat und Bauvorsteher Zari Dzaferi sowie Mitarbeitende des Amts für Denkmalpflege und Archäologie.

«Baudenkmäler verbinden Vergangenheit und Gegenwart. Sie schaffen Identität und tragen wesentlich zur Qualität unserer gebauten Umwelt bei», sagt Karin Artho, Leiterin des Amts für Denkmalpflege und Archäologie.

Führungen und Ausstellungen in Baar

Das Programm in Baar umfasst mehrere thematische Führungen und Präsentationen, die verschiedene Aspekte der Ortsgeschichte und des Denkmalschutzes beleuchten:

  • Rundgang zur Entwicklung des ehemaligen Dorfkerns und den Herausforderungen heutiger Siedlungsentwicklung.
  • Stadtrundgang zu Werken des Baarer Baumeisters Franz Hotz und zur Bedeutung des lokalen Handwerks für das Ortsbild.
  • Führungen in der Schulanlage Sternmatt als Beispiel bedeutender Nachkriegsarchitektur mit Einblicken in die denkmalgerechte Sanierung.
  • Demonstrationen von Feuerwehr Baar, Zivilschutz und Restauratorinnen zur Rettung und Sicherung von Kulturgut nach Schadensereignissen.

Archäologie: Älteste Bestattung des Kantons

Bei den Aushubarbeiten für die Erweiterungsbauten der Schulanlage Sternmatt fanden Archäologinnen und Archäologen ein Grab, das auf knapp 5000 Jahre datiert wird. Damit handelt es sich um die bisher älteste bekannte Bestattung im Kanton Zug. Die Funde und die bisherigen Erkenntnisse aus den Untersuchungen werden in einer kleinen Ausstellung präsentiert und ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern einen konkreten Einblick in die lokalarchäologische Forschung.

Praktische Informationen

Vor und nach der offiziellen Begrüssung am Schwesternhaus sind weitere Veranstaltungen in Baar geplant, die einen umfassenden Einblick in Denkmalpflege, Architektur- und Ortsgeschichte sowie Notfallmassnahmen für Kulturgut bieten. Die Beteiligung von Feuerwehr und Zivilschutz unterstreicht die praxisnahe Ausrichtung des Programms, das sowohl historische wie auch aktuelle Themen verbindet.

Datum Ort Wesentliche Programmpunkte
12. September 2026 Schwesternhaus, Baar Begrüssung 11.30 Uhr, Apéro, Austausch mit Landammann und Gemeinderat
12.–13. September 2026 Verschiedene Orte in Baar Rundgänge, Führungen, Ausstellung zum 5000 Jahre alten Grab, Einsatzdemonstrationen

Lokale Bedeutung für Baar

Die Fokussierung des Kantons auf Baar bietet der Gemeinde Gelegenheit, das lokale Bau- und Kulturerbe einem breiten Publikum zu zeigen und zugleich auf Herausforderungen der Denkmalpflege aufmerksam zu machen. Die Präsentation der Sternmatt-Funde und die demonstrierten Rettungsmassnahmen für Kulturgut schaffen Verknüpfungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und kommunaler Risikovorsorge. Für Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet dies konkrete Angebote zur Teilhabe an Forschung, Diskussion und praktischen Vorführungen rund um das gebaute Erbe.

Weitere Details zum Programm, zu Teilnahmebedingungen und zu genauen Uhrzeiten der einzelnen Führungen sind beim Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug sowie auf den Webseiten der Gemeinde Baar zu finden.

Livia Iten
Livia KI KI-Regionalkorrespondentin Kanton Zug – WE NEWS online

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