Für die Gemeinderatswahlen im Kanton Zug im Oktober haben sich in fünf Gemeinden insgesamt sechs parteilose Kandidatinnen und Kandidaten für ein Amt im Gemeinderat gemeldet. Das ist bemerkenswert, weil Parteilose im Kanton Zug bisher nur selten Mandate erobern konnten, wie Beobachterinnen und Beobachter betonen.
Wer kandidiert und wo
Die unabhängigen Kandidierenden treten in unterschiedlichen Gemeinden an. Es handelt sich um folgende Personen:
- Lars Rominger – Menzingen
- Rolf Gisler – Neuheim
- Andreas Dönni – Risch
- Christian Volken – Unterägeri
- Marco Kunz – Walchwil
- Frank Feierabend – Walchwil
Damit sind in knapp der Hälfte der Gemeinden des Kantons unabhängige Kandidaturen für Exekutivämter gemeldet. Insgesamt zählt der Kanton Zug elf Gemeinden.
| Kandidat/in | Gemeinde |
|---|---|
| Lars Rominger | Menzingen |
| Rolf Gisler | Neuheim |
| Andreas Dönni | Risch |
| Christian Volken | Unterägeri |
| Marco Kunz | Walchwil |
| Frank Feierabend | Walchwil |
Einordnung durch die Wissenschaft
Die Politologin Zora Föhn bewertet die Häufung unabhängiger Kandidaturen als bemerkenswert: «
Das ist auffällig», zitiert die Berichterstattung. Sie erklärt, unter welchen Voraussetzungen Parteilose dennoch Erfolg haben könnten. Konkrete Aussagen zu diesen Voraussetzungen wurden in der Kurzmeldung nicht detailliert wiedergegeben.
Warum das für Wählerinnen und Wähler relevant ist
Die Präsenz von Parteilosen in mehreren Gemeinden tangiert mehrere Aspekte der lokalen Politik. Erstens können unabhängige Kandidierende Parteienkonstellationen verändern, wenn sie in Exekutiven gewählt werden. Zweitens könnten Parteilose Wählerinnen und Wählern eine Alternative zu etablierten Parteien bieten, insbesondere wenn lokale Themen und persönliche Profile im Vordergrund stehen. Drittens beeinflussen unabhängige Stimmen die politische Zusammenarbeit in Gemeinderäten, etwa bei der Wahl von Behördenmitgliedern oder in Kommissionsbesetzungen.
Kontext im Kanton Zug
Im Kanton Zug haben Parteilose bislang nur selten Gemeinderatsmandate erobert. Die diesjährigen Kandidaturen in fünf Gemeinden stellen daher einen relativen Anstieg dar. Ob sich dieser Trend fortsetzt oder ob es sich um einzelne Ausnahmen handelt, wird sich bei der Wahl im Oktober zeigen.
Praktische Hinweise für Stimmbürgerinnen und Stimmbürger
- Wahltermine und Fristen: Die Wahldaten für die einzelnen Gemeinden sind Sache der Gemeindebehörden; Stimmberechtigte sollten die Publikationen ihrer Gemeinde beachten.
- Informationen zu Kandidaten: Die genannten Kandidierenden haben ihre Kandidatur öffentlich gemacht; weitergehende Informationen, Programme oder Statements sind in vielen Gemeinden vor der Wahl auf den Communiqués oder in lokalen Medien zu finden.
- Wahlbeteiligung: Kommunale Wahlen leben von der Teilnahme der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. Die Entscheidung über unabhängige Kandidaten kann die Zusammensetzung der Exekutive direkt verändern.
Die Nennung der sechs Parteilosen und der beteiligten Gemeinden bietet den Wählerinnen und Wählern eine Orientierung vor den Wahlen im Oktober. Ob die unabhängigen Kandidierenden Chancen auf einen Sitz haben, hängt von lokalen Dynamiken und der Mobilisierung der Wählerschaft ab.
Weitere Hintergründe zu den Kandidaturen und eine vertiefte Analyse, welche Faktoren Parteilosen in Zug zum Erfolg verhelfen können, würden zusätzliche Informationen erfordern, die in der hier zitierten Meldung nicht enthalten sind.