Vorprüfung abgeschlossen, Beteiligungsschritte stehen an
Der Fusionsprozess zwischen Reinach und Leimbach erreicht die nächste Etappe: Nach der Bewilligung des Projektierungskredits in den Gemeindeversammlungen im November 2025 haben im Frühling dieses Jahres sieben Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufgenommen. Rund 50 Einwohnende aus beiden Gemeinden prüfen in verschiedenen Themenbereichen die Vor- und Nachteile eines Zusammenschlusses. Die nun geplanten Echogruppen sollen diese Arbeit «aus einer breiten Perspektive» kritisch reflektieren und diskutieren.
Ziel: Breitere Rückmeldungen auf Ergebnisse der Arbeitsgruppen
Die Gemeinde Leimbach informiert, dass die Resultate der Arbeitsgruppen an zwei Veranstaltungen vorgestellt und anschliessend in den Echogruppen vertieft werden sollen. Damit wollen die Gemeinderäte sicherstellen, dass die erarbeiteten Grundlagen nicht nur innerhalb der Projektteams verbleiben, sondern auch in der breiteren Bevölkerung diskutiert werden. Die Gemeinde schreibt, dass Interessierte eingeladen sind, «die Ergebnisse der Arbeitsgruppen konstruktive und auch kritische Rückmeldungen zu geben».
«Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Sichtweise einzubringen und den Ergebnissen der Arbeitsgruppen konstruktive und auch kritische Rückmeldungen zu geben.»
Termine und Ablauf
Geplant sind zwei Echogruppen-Veranstaltungen:
- Dienstag, 1. September 2026, 18–21 Uhr in Reinach
- 23. März 2027, 18–21 Uhr in Leimbach
Interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Leimbach können sich bei der Gemeindekanzlei Leimbach anmelden. In den kommenden Monaten sollen die Rückmeldungen aus den Echogruppen in die Abschlussarbeiten der Projektgruppe einfliessen.
Entscheid der Gemeinderäte und weiterer Fahrplan
Die Gemeinderäte von Reinach und Leimbach müssen gemäss Zeitplan im Frühling 2027 entscheiden, ob sie den nächsten formellen Schritt in Richtung Fusion einleiten wollen. Konkret legen die beiden Behörden dann fest, ob sie an ihren jeweiligen Gemeindeversammlungen einen Antrag auf Zusammenschluss stellen. Sollte dies der Fall sein, folgen im Laufe des Jahres 2027 ausserordentliche Gemeindeversammlungen beider Gemeinden, die den endgültigen Entscheid fällen würden.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| November 2025 | Bewilligung Projektierungskredit in den Gemeindeversammlungen |
| Frühling 2026 | Start von sieben Arbeitsgruppen (rund 50 Teilnehmende) |
| 1. September 2026 | Echogruppe-Veranstaltung in Reinach, 18–21 Uhr |
| Frühling 2027 | Entscheid der Gemeinderäte über Antrag zur Fusion |
| 23. März 2027 | Echogruppe-Veranstaltung in Leimbach, 18–21 Uhr |
| 2027 (Laufendes Jahr) | Allfällige ausserordentliche Gemeindeversammlungen zum Zusammenschluss |
Einordnung und lokale Bedeutung
Die Vorbereitungsschritte entsprechen dem üblichen Verfahren bei Gemeindefusionen: Zunächst werden Grundlagen erarbeitet, dann werden diese Grundlagen öffentlich diskutiert und schliesslich liegt der formelle Entscheid bei den gewählten Gemeinderäten und in weiterer Folge bei den Stimmberechtigten an Gemeindeversammlungen. Für Reinach bedeutet eine mögliche Fusion mit Leimbach eine Prüfung von Verwaltungsstrukturen, Dienstleistungen, Infrastruktur und finanziellen Auswirkungen. Konkrete Zahlen oder Beschlüsse zu diesen Punkten nennt die Gemeinde in der aktuellen Informationsrunde nicht; die Echogruppen sind daher als Forum gedacht, um solche offenen Fragen zu adressieren.
Bei früheren Fusionen spielten insbesondere Anliegen zur Identität, Schulangebot, Infrastruktur und Finanzen eine zentrale Rolle. Auch in diesem Verfahren dürften diese Themen in den Arbeitsgruppen und den Echogruppen eine grosse Rolle spielen. Namen, die im Kontext der bisherigen Veranstaltungen genannt wurden, sind unter anderem Regierungsrat Dieter Egli und Gemeindeammann Hannelore Zingg, die bei den Feierlichkeiten zum 275-Jahr-Jubiläum von Leimbach anwesend waren. Das Jubiläum hat die Diskussion um die Eigenständigkeit der Gemeinde zusätzlich in den Fokus gerückt.
Wie sich Einwohnerinnen und Einwohner einbringen können
Für Reinacherinnen und Reinacher, die an der Veranstaltung vom 1. September teilnehmen möchten: Die Einladung richtet sich primär an Leimbacherinnen und Leimbacher zur Anmeldung bei der Leimbacher Gemeindekanzlei. Dennoch signalisiert die Planung mit einem Termin in Reinach, dass die Gemeinden eine breite Beteiligung wünschen. Die Ergebnisse der Echogruppen werden in die Projektarbeiten einfliessen und können den Entscheid der Gemeinderäte beeinflussen.
Für die Bevölkerung bleibt damit in den nächsten Monaten die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen und offene Fragen zu stellen. Ob am Ende eine Fusion beantragt und schliesslich genehmigt wird, entscheidet sich formell in den geplanten Gemeindeversammlungen im Verlauf des Jahres 2027.