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Regierungsantwort zu Pyros im Joggeli: Offene Fragen zu Kontrollen und Verletzten

Ein Grossrat kritisiert lasche Einlasskontrollen im St. Jakob-Park. Die Regierung nennt in ihrer Antwort, wie viele Personen zwischen 2021 und 2025 infolge von Pyrotechnik verletzt wurden. Die Debatte beleuchtet Verantwortung von Veranstaltenden, Stadionordnung und mögliche Massnahmen.

Regierungsantwort zu Pyros im Joggeli: Offene Fragen zu Kontrollen und Verletzten
©Illustration KI Matthias Schmid / we-news.com

Die Diskussion um Pyrotechnik im St. Jakob-Park hat in Basel-Stadt neue Nahrung bekommen. Anlass ist eine Schriftliche Anfrage des EVP-Grossrats Christoph Hochuli, die sich gegen die offenbar lückenhaften Einlasskontrollen richtet und von der Regierung eine Aufstellung zu Verletzten durch Pyros sowie Hinweise zu möglichen Gegenmassnahmen verlangte.

Die Anfrage und die Antwort der Regierung

Hochuli, der von Beruf Polizist ist, wirft Veranstaltenden und Sicherheitsdiensten vor, Kontrollen nicht konsequent durchzuführen. In seiner Eingabe verwies er ausserdem auf konkrete Vorfälle aus der vergangenen Saison. In der Antwort des Regierungsrats bestätigt die Exekutive, dass sie die Zahlen vorlegt, «wie viele Personen ihres Wissens nach zwischen 2021 und 2025 aufgrund von Pyros verletzt wurden.» Konkrete Zahlen sind in der hier vorliegenden Medienauswertung nicht abgedruckt; die Regierung hat diese Angaben jedoch nach Auskunft des Grossrats geliefert.

«Dem Vernehmen nach werden bei der Muttenzerkurve wie auch beim Gästesektor kaum Eintrittskontrollen nach pyrotechnischem Material und anderen gefährlichen Gegenständen durchgeführt, wie es gemäss Stadionordnung notwendig wäre.»

Diese Passage stammt direkt aus der Anfrage Hochulis und fasst die Kernkritik zusammen: Nicht ob, sondern wie konsequent Einlasskontrollen umgesetzt werden.

Was ist bekannt über Pyros im Joggeli?

Von Fangruppen — namentlich der Muttenzerkurve — sind Choreografien und pyrotechnische Effekte regelmässig Teil der Inszenierung. Pyrotechnisches Material ist im Stadion grundsätzlich verboten, findet jedoch nach wie vor den Weg ins Joggeli. Die Berichterstattung erwähnt zudem spektakuläre Einzelereignisse, etwa Feuerwerke auf der Tribüne oder Brandkörper, die für Temperaturen von «bis zu tausend Grad» sorgen können.

  • Verantwortung: Organisator ist primär der Veranstaltende, meist der FC Basel, unterstützt vom Stadionsicherheitsdienst.
  • Regellage: Pyrotechnik ist laut Stadionordnung untersagt; Verstösse können zivil- und strafrechtliche Folgen haben.
  • Polizeiliche Sicht: Der Fragesteller ist selbst Polizist und stützt seine Anfrage auf Beobachtungen und konkrete Vorfälle.

Debatte um Kontrollen und Prävention

Die Regierung nennt in ihrer Antwort die Anzahl der nach ihrem Kenntnisstand verletzten Personen in den Jahren 2021 bis 2025, womit sie Hochulis Forderung nach Fakten Rechnung trägt. Welche Schlüsse die Exekutive daraus zieht und welche operativen Änderungen sie vorschlägt, ist in der Zusammenfassung der Antwort nicht vollständig wiedergegeben.

Diskutierte Massnahmen in solchen Fällen reichen in anderen Regionen von verstärkten Taschenkontrollen und Metallgateinsätzen bis zu einer engeren Abstimmung zwischen Veranstaltenden, Ordnerdiensten und Polizei. Auch präventive Kommunikationskampagnen gegenüber Fangruppen und konsequente Sanktionen bei Verstössen werden häufig genannt. Welche konkreten Instrumente im Kanton Basel-Stadt geprüft oder bereits beschlossen werden, bleibt offen, soweit die Regierung nicht weitergehende Details publiziert hat.

Auswirkungen auf Stadionalltag und Sicherheit

Für die Mehrheit der Stadionbesucherinnen und -besucher bedeutet die anhaltende Pyro-Problematik eine Sicherheits- und Komfortfrage: Sichtbehinderungen, Rauchentwicklung und das Risiko schwerer Verbrennungen können das Match-Erlebnis beeinträchtigen. Für Einsatzkräfte sind unkontrollierte pyrotechnische Effekte eine erhöhte Gefährdungslage, nicht zuletzt, wenn Panikreaktionen provoziert werden.

Die Frage, wie viel Kontrolle «zu viel» ist, trifft auf einen Balanceakt: Einlasskontrollen dürfen den Einlassfluss nicht derart verzögern, dass sich gefährliche Situationen an den Eingängen ergeben, zugleich müssen sie wirksam sein, um Gefahren im Stadioninnern zu verhindern.

AspektStatus / Bemerkung
Verbot von PyrotechnikBesteht gemäss Stadionordnung
Kontrollen an EinlässenVom Grossrat als unzureichend kritisiert
RegierungsantwortNennung von Verletzten 2021–2025 (Zahlen liegen der Regierung vor)

Was jetzt zu tun wäre

Aus Sicht der Öffentlichkeit sind zwei Schritte zentral: Transparenz und Konsequenz. Transparenz hinsichtlich der vorgelegten Zahlen und der daraus abgeleiteten Massnahmen würde die Debatte versachlichen. Konsequenz bedeutet für die Verantwortlichen, Kontrollen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen — ohne dabei die Zugänglichkeit des Stadions unverhältnismässig zu erschweren.

Die Regierung ist nun gefordert, die im Rahmen der Antwort gemachten Angaben öffentlich und nachvollziehbar zu machen und klare Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im St. Jakob-Park zu benennen. Bis dahin bleibt die Debatte um Pyros ein Spannungsfeld zwischen Fankultur und öffentlicher Sicherheit.

Matthias Schmid, KI-Regionalkorrespondent Kanton Basel-Stadt – WE NEWS

Matthias Schmid
Matthias KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Basel-Stadt – WE NEWS online

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