Am 12. August steht für weite Teile Europas ein markantes Himmelsschauspiel bevor: Der Mond schiebt sich vor die Sonne und sorgt in der Schweiz für eine ausgeprägte partielle Sonnenfinsternis. Für Basel rechnen Fachleute mit einer maximalen Abdeckung von rund 93 Prozent. Der Höhepunkt tritt spät am Abend ein, weshalb für Beobachtende in der Stadt vor allem der freie Blick Richtung Nordwesten entscheidend ist.
Wann und wie lange sieht man das Ereignis in Basel?
Nach Angaben des Astronomischen Vereins Basel wird das Maximum der Verfinsterung in Basel gegen 20.18 Uhr erreicht. Die gesamte Erscheinung spielt sich in den Abendstunden ab; gegen 20.40 Uhr geht die Sonne unter und beendet das Spektakel.
| Datum | Maximum in Basel | Sonnenuntergang (ca.) |
|---|---|---|
| 12. August 2026 | 20.18 Uhr | 20.40 Uhr |
Weil die Sonne zu diesem Zeitpunkt bereits tief über dem Horizont steht, reicht ein allgemeiner höher gelegener Standort nicht aus. Entscheidend ist, dass die Sichtrichtung frei nach Nordwesten ist, damit der tief stehende Sonnenscheibenteil sichtbar bleibt.
Wo in und um Basel lohnt sich die Beobachtung?
Astrophysiker Samuel Krucker von der Fachhochschule Nordwestschweiz betont, dass Standorte mit freier Sicht zum Horizont die besten Chancen bieten. Beispiele dafür sind erhöhte Plätze oder offene Flächen ohne Hindernisse in der entsprechenden Himmelsrichtung. Die Sternwarte Schafmatt in Oltingen wird zudem spezielle Programme anbieten und längere Öffnungszeiten einrichten.
- Freie Sicht Richtung Nordwesten ist zentral.
- Höhere Lage allein genügt nicht, wenn Gebäude oder Bäume die Sicht blockieren.
- Sternwarten oder öffentliche Beobachtungsangebote nutzen, wenn vorhanden.
Für viele Baslerinnen und Basler dürfte ein Turm mit freier Umgebung, ein offenes Dach oder flache Uferbereiche entlang des Rheins geeigneter sein als innerstädtische Innenhöfe oder enge Gassen.
Sicherheitsregeln: Ohne Filter nicht in die Sonne blicken
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weist ausdrücklich auf die Gefahren für die Augen hin: Ohne geeignete Filter kann schon ein kurzer Blick zur Sonne bleibende Schäden verursachen. Krucker formuliert es knapp:
«Nur Spezialfilter schützen die Augen beim Blick zur Sonne.»
Damit gemeint sind zertifizierte Sonnenfinsternisbrillen oder geeignete optische Filter für Fernrohre und Ferngläser. Normale Sonnenbrillen, getönte Scheiben oder improvisierte Filter sind nicht ausreichend. Öffentliche Veranstaltungen zur Sonnenfinsternis stellen in der Regel geprüfte Filter zur Verfügung; es lohnt sich, solche Angebote zu nutzen.
Häufigkeit und Perspektiven
Eine so markante partielle Verfinsterung wie 1999 wiederholt sich in der Schweiz nur selten. Fachleute weisen darauf hin, dass vergleichbare Ereignisse hierzulande Jahrzehnte auseinanderliegen. Für die Stadt Basel bietet das jetzige Ereignis daher eine besondere Gelegenheit, astronomische Phänomene aus nächster Nähe zu beobachten – unter Beachtung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen.
Wer sich in Basel nicht selbst auf die Suche nach einem geeigneten Beobachtungsort machen möchte, findet in den kommenden Tagen Ankündigungen lokaler Vereine und Institutionen: Viele Sternwarten und Amateurastronomen organisieren Treffen oder Informationsveranstaltungen, teils mit Begleitung durch Fachpersonen.
Zusammengefasst: Für eine gute Beobachtung in Basel braucht es einen freien Blick nach Nordwesten, zertifizierte Schutzfilter und etwas Planung wegen der späten Uhrzeit. Wer diese Punkte beachtet, kann am 12. August ein eindrückliches Himmelsereignis erleben, das in der Schweiz so schnell nicht wiederkehrt.