Gesellschaft Riehen Basel-Stadt (BS)

Riehen bekommt ein neues Grün: Siegerentwurf für Wettsteinanlage setzt auf Vegetation und Zugänglichkeit

Ein Studienauftrag zur Neugestaltung der Wettsteinanlage in Riehen empfiehlt ein durchdachtes Pflanzenkonzept, verbreiterte Fussverbindungen und neue Lösungen für Spiel und Wasser. Das Siegerprojekt kommt von August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten.

Riehen bekommt ein neues Grün: Siegerentwurf für Wettsteinanlage setzt auf Vegetation und Zugänglichkeit
©Illustration KI Matthias Schmid / we-news.com

Studienauftrag zielt auf klarere Dorfmitte

Die Wettsteinanlage im Zentrum von Riehen steht vor einer Neuinterpretation. Ein kürzlich abgeschlossener Studienauftrag suchte nach einem schlüssigen, zeitgemässen und zusammenhängenden Raumkonzept für diesen identitätsstiftenden Ort. Im Fokus standen nicht nur ästhetische Fragen, sondern auch die Verknüpfung von Umwelt, Verkehr und Nutzung: Verbindung zur Baslerstrasse und zum Bahnhof, Integration des Spielplatzes sowie die Weiterentwicklung des bestehenden Planschbeckens zu einem attraktiven Wasserspiel.

Siegerprojekt setzt auf Pflanzen als Raumgeber

Den ersten Preis gewann das Projekt «Grün im Herzen von Riehen» von August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten. Die Jury lobte insbesondere den klaren Ansatz und den konsequenten Einbezug der Pflanzenwahl in das räumliche Konzept. Aus der präzisen Analyse der Anlage ableitend, steht die Vegetation nicht bloss als Bepflanzung, sondern als strukturierendes Element im Zentrum des Entwurfs.

"Grün im Herzen von Riehen"

Zu den zentralen Vorschlägen gehört die Verbreiterung des Frühmessweglis, das als wichtigste Verbindungsachse zwischen Baslerstrasse und Bahnhof gilt. Dieses Wegstück soll künftig von einer Vegetationsschicht begleitet werden, um Blickbezüge zu schaffen und eine stärkere Identität der Dorfmitte zu erzeugen.

Integration von Spiel, Wasser und Verkehr

Der Studienauftrag verlangte zudem konkrete Ideen zur Programmierung der verschiedenen Bereiche: Der bestehende Spielplatz soll sinnvoll eingebunden werden, das Planschbecken als Wasserspielangebot weiterentwickelt werden. Verkehrstechnisch werden Lösungen für den Umgang mit dem Parkplatz beim Gemeindehaus sowie für die gemeinsame Führung von Langsamverkehr und motorisiertem Verkehr gefordert. Die Aufgabenstellung war bewusst offen formuliert: Es gab kein fixes Raumprogramm mit Quadratmetern, sondern ein Zielbild, das den teilnehmenden Teams grossen Gestaltungsspielraum liess.

  • Verbindungsachse stärken: Frühmesswegli verbreitern und begrünen.
  • Spiel und Wasser: Spielplatz integrieren, Planschbecken als Wasserspiel ausbauen.
  • Verkehrslösungen: Umgang mit Parkplatz beim Gemeindehaus und Mischführung von Velos und Autos klären.

Was das für Riehen bedeutet

Die vorgeschlagenen Massnahmen zielen auf eine aufgewertete Dorfmitte mit besserer Vernetzung zwischen Bahnhof, Kirche und Verwaltung. Für die Bevölkerung könnte das konkret heissen: mehr Aufenthaltsqualität, klarere Wegebeziehungen und eine stärkere Identität des öffentlichen Raums. Gleichzeitig stellen die Vorschläge Anforderungen an die Verwaltung und das Budget der Gemeinde: Die Umsetzung eines pflanzenbetonten Konzepts verlangt Pflegekonzepte, langfristige Pflanzstrategien und gegebenenfalls Anpassungen im Unterhalt.

ElementEmpfehlung
FrühmesswegliVerbreiterung und Vegetationsbegleitung
SpielplatzIntegration in Gesamtgestaltung
PlanschbeckenWeiterentwicklung zu Wasserspiel
Parkplatz GemeindehausVerkehrslösungen prüfen

Der Studienauftrag lieferte einen bunten Strauss an Freiraumthemen und mehrere unterschiedliche Entwurfsansätze. Der Entscheid für das Siegerprojekt markiert nun die Grundlage für nächste Schritte: detailliertere Projektierung, Abklärungen zum Unterhalt und die politische Diskussion in Gemeinde- und Kantonsgremien. Für eine Gemeinde wie Riehen, die mit einem historischen Dorfkern und gleichzeitig urbanen Anforderungen ringt, bietet der Vorschlag Potenzial, den öffentlichen Raum nachhaltig und atmosphärisch zu stärken.

Wie schnell und in welchem Umfang die Ideen umgesetzt werden, bleibt offen. Entscheidend wird sein, wie die Gemeindebehörden, die Bevölkerung und mögliche Fördermittelgeber die vorgeschlagenen Lösungen beurteilen und finanzieren.

Matthias Schmid
Matthias KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Basel-Stadt – WE NEWS online

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