Der öffentliche Regionalverkehr im Kanton Thurgau hat 2025 eine positive Bilanz gezogen: Rund 24 Millionen Fahrgäste reisten mit S‑Bahn, Regionalzügen, Bussen und Fähren. Damit stieg die Zahl der Reisenden gegenüber dem Vorjahr um etwa 2 Prozent, die zurückgelegten Personenkilometer nahmen um 3 Prozent zu.
Zunahme bei Fahrgästen und Angebot
Die Verkehrsleistung – gemessen an den gefahrenen Kilometern durch Züge, Busse und Fähren – lag 2025 bei insgesamt 13,4 Millionen Kilometern. Das entspricht einem leichten Plus von rund 1 Prozent gegenüber 2024. Parallel zur Nachfrage wurde das Angebot punktuell ausgebaut: Auf einzelnen Linien wurden zusätzliche Spät- und Abendkurse eingeführt sowie das Nachtangebot an ausgewählten Verbindungen erweitert.
- Mehr Fahrgäste: +2% gegenüber 2024 (rund 24 Mio. Reisende)
- Mehr Personenkilometer: +3% gegenüber 2024 (275 Mio. Personenkilometer)
- Mehr Verkehrsleistung: 13,4 Mio. Fahrzeugkilometer, +1% gegenüber 2024
Welche Linien betontere Ergänzungen erhielten
Im Jahresverlauf 2025 kam es bei mehreren Verbindungen zu konkreten Fahrplanverstärkungen: Auf der S1 (Schaffhausen – Kreuzlingen), der S7 (Weinfelden – Romanshorn – Rorschach) und der S10 (Wil – Weinfelden – Romanshorn) wurde je ein zusätzliches Spätkurspaar angeboten. Die S44 (Konstanz – Weinfelden) erhielt abends zwei zusätzliche Kurspaare. Zudem wurden auf Verbindungen zwischen Romanshorn und St. Gallen sowie auf mehreren Buslinien das Abend‑ und Nachtangebot ausgebaut.
| Indikator | 2025 | Veränderung ggü. 2024 |
|---|---|---|
| Fahrgäste | 24 Mio. | +2% |
| Personenkilometer | 275 Mio. | +3% |
| Fahrzeugkilometer | 13,4 Mio. | +1% |
Finanzielle Kennzahlen und Wirtschaftlichkeit
Die Kostendeckung des Regionalverkehrs im Kanton Thurgau verbesserte sich ebenfalls. Der Kostendeckungsgrad stieg gegenüber 2024 um 0,5 Prozentpunkte und liegt jetzt bei 50,5 Prozent. Damit wurde die Wirtschaftlichkeit seit 2019 um insgesamt 7,2 Prozentpunkte gesteigert. Laut den vorliegenden Zahlen blieben die Abgeltungen durch öffentliche Hand seit 2019 stabil, obwohl das Angebot dieses Jahr um rund 10 Prozent gegenüber 2019 ausgeweitet worden ist.
Konsequenzen für Pendlerinnen, Schülerinnen und Pendler
Für tägliche Nutzerinnen und Nutzer bedeuten die Entwicklungen ein leicht verbessertes Angebot am Abend und eine insgesamt höhere Verfügbarkeit im Regionalnetz. Die zusätzlichen Spätkurse auf Schienenverbindungen erlauben mehr Flexibilität, besonders für Berufspendlerinnen und Menschen mit spätem Arbeitsende. Verbesserte Wirtschaftlichkeit kann langfristig zur Stabilität der Leistungen beitragen – vorausgesetzt, Nachfrage und Finanzierung bleiben im Gleichgewicht.
Wo die detaillierten Zahlen zu finden sind
Die kantonalen Statistiken zu Angebot, Nachfrage und Finanzierung des Regionalverkehrs wurden veröffentlicht und sind online abrufbar. Detaillierte Daten und Tabellen finden Interessierte auf der Statistikseite des Kantons unter statistik.tg.ch.
Die Entwicklung zeigt: Der Thurgauer Regionalverkehr hat nach den zurückliegenden Jahren der Erholung weiter an Fahrt aufgenommen. Ob sich der Trend fortsetzt, wird unter anderem von der weiteren Entwicklung der Mobilitätsbedürfnisse, dem Angebot einzelner Verkehrsunternehmen und der finanziellen Unterstützung durch Bund und Kanton abhängen.
Als Lokalredaktor verfolge ich die Lage weiterhin: Besondere Aufmerksamkeit gilt künftig den Nachtangeboten und den betroffenen Buslinien, weil hier die Nachfrage saisonal stark schwanken kann. Meine Empfehlung an Pendlerinnen und Reisende lautet: Bei geplanten Änderungen der Arbeitszeiten oder Freizeitplänen die aktuellen Fahrpläne prüfen und frühzeitig Alternativen abklären.