Die Gemeinde Köniz ist ab dem Schuljahr 2026/2027 an einem nationalen Pilotprojekt zur Förderung des Velofahrens an Schulen beteiligt. Drei Schulen aus Köniz gehören zu den neun Bildungsinstitutionen in fünf Kantonen, die als erste Standorte die Umsetzung des Programms starten. Die Initiative will Velofahren nicht nur als gelegentliche Freizeitaktivität, sondern als festen Bestandteil des Schulalltags etablieren.
Ziele und erwartete Effekte
Das Projekt «Velofreundliche Schule» verfolgt mehrere bündige Ziele: Kinder und Jugendliche sollen durch regelmässige Velonutzung mehr Bewegung in den Alltag integrieren, ihre selbständige Mobilität ausbauen und ihre Verkehrskompetenz verbessern. Gleichzeitig wird erwartet, dass vermehrtes Velofahren den motorisierten Verkehr rund um Schulstandorte reduziert. Das kann sich positiv auf Sicherheit, Lärm und Klima auswirken.
Velofahren schafft Bewegung im Alltag, stärkt die selbständige Mobilität und erhöht die Verkehrskompetenz von Kindern und Jugendlichen.
Die Projektträger versprechen damit einen pragmatischen Beitrag zu gesünderen Schulwegen und zu einer Entlastung der unmittelbaren Schulumgebung.
Konkrete Massnahmen in den Schulen
Je nach Altersstufe und Bedarf sind verschiedene Massnahmen vorgesehen, die Schulen flexibel umsetzen können. Zu den genannten Angeboten gehören unter anderem:
- Laufräder für die Jüngsten, um ein sicheres Bewegungsgefühl zu fördern;
- Fahrtechnik-Kurse für fortgeschrittene Kinder und Jugendliche;
- Schuleigene Velomechaniker-Teams auf der Oberstufe, die Fahrradpflege und einfache Reparaturen übernehmen.
Solche Massnahmen sollen nicht nur die individuellen Kompetenzen stärken, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl an der Schule und die Eigenverantwortung der Jugendlichen fördern.
Organisation und Perspektiven
Das Pilotprojekt wird von der Allianz Schule+Velo getragen, einem Zusammenschluss von über 20 Organisationen, die sich schweizweit für die Veloförderung bei Schulkindern engagieren. Zu den beteiligten Organisationen zählt unter anderem Pro Velo Schweiz. Nach Abschluss der Pilotphase können teilnehmende Schulen eine Zertifizierung als «Velofreundliche Schule» erhalten.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Teilnehmende Schulen (Pilot) | 9 |
| Beteiligte Kantone | 5 |
| Schulen aus Köniz | 3 |
Für Köniz bietet die Teilnahme an der Pilotphase die Chance, lokal erprobte Massnahmen zu entwickeln und deren Wirkung auf Verkehrssicherheit und Schulwege konkret nachzuweisen. Bei erfolgreichem Verlauf dürften Erkenntnisse und bewährte Konzepte auch anderen Schulen innerhalb des Kantons Bern zur Verfügung gestellt werden.
Ausblick und mögliche Konsequenzen für Köniz
Eltern, Lehrpersonen und die Gemeindebehörden sind nun gefordert, das Projekt praktisch zu begleiten. Auf kommunaler Ebene könnten sich Anpassungen im Bereich Abstellmöglichkeiten, Velowege und Schulwegplanung ergeben. Zudem eröffnet die Initiative die Möglichkeit, Synergien mit bestehenden Angeboten in der Verkehrserziehung zu nutzen und lokale Veloförderung langfristig zu stärken.
Die nächsten Schritte sehen gemäss den Projektverantwortlichen eine konkrete Ausgestaltung der Massnahmen an den teilnehmenden Schulen vor. Anschliessend sollen die Erfahrungen ausgewertet werden, um Empfehlungen für eine mögliche Ausweitung abzugeben. Für Köniz bedeutet dies: Beobachten, lernen und gegebenenfalls lokale Rahmenbedingungen anpassen, damit möglichst viele Kinder sicher und selbstständig mit dem Velo zur Schule gelangen.