Das Seenachtfest Fantastical in Kreuzlingen hat am Samstagabend wieder Tausende an den Bodenseeufer gezogen. Nach Angaben der Veranstalter kamen auf der Schweizer Seite etwa 35'000 Personen; auf der gegenüberliegenden Konstanzer Seite wurden laut Mitteilung ebenfalls rund 35'000 Besucher gezählt. Damit zählt das Fest zu den grösseren regionalen Sommeranlässen am Seeufer.
Feuerwerk mit verändertem Konzept
Das Feuerwerk blieb einmal mehr der zentrale Anziehungspunkt des Fantastical. Für dieses Jahr veränderte der neue Konstanzer Veranstalter das Abschusskonzept: Die Raketen wurden von nur noch einer Seeplattform statt von drei Plattformen gezündet und zusätzlich an zwei Landorten abgefeuert – am Bereich «Klein Venedig» und beim «Imperiasteg».
«Es ist das Feuerwerk, das die Leute anzieht», sagte Markus Baiker, OK-Chef des Fantastical.
Tommy Spörrer, Vertreter des neuen Veranstalters Event Promotions aus Konstanz, betonte, dass das Feuerwerk von Schweizer Seite her grösser und bombastischer wirkte. Zugleich wurde auf Konstanzer Seite erstmals eine Drohnenshow ergänzt, um das Angebot zu erweitern, ohne auf das klassische Feuerwerk zu verzichten.
Wetter beeinflusste Besuchsverhalten
Auffällig war die zeitliche Verteilung der Besucherströme: Bis gegen 20.30 Uhr blieb das Festgelände am Hafen und im Seeburgpark vergleichsweise überschaubar, wie OK-Chef Baiker beobachtete. Als Grund nannte er die Hitze des Tages. Danach füllten sich die Uferbereiche zunehmend, und zur Feuerwerksvorstellung war vielerorts kaum noch ein Durchkommen.
Viele Gäste sicherten sich bereits frühzeitig Plätze an den besten Aussichtspunkten: Öffentliche Sitzbänke und Liegestühle der Gastronomie waren Stunden vor Beginn reserviert oder belegt. Trotzdem blieb die Sicht vom Ufer für Spätkommende in vielen Abschnitten frei.
Neues Angebot und Programmvielfalt
Das diesjährige Programm versuchte, verschiedene Zielgruppen anzusprechen. Der Country- und Westernbereich wurde um eine kleine Stadt mit Shops und Gastronomie erweitert; dort gab es auch Angebote mit Line-Dance und Live-Musik. Darüber hinaus umfasste das Musikprogramm ein breites Spektrum – von Dance über Hip-Hop bis zu anderen populären Genres.
- Besucherzahl: rund 35'000 auf Kreuzlinger Seite
- Feuerwerk: Abschuss von einer Seeplattform plus zwei Landstandorten
- Neu: Drohnenshow auf Konstanzer Seite
| Seite | Besucher (Angebene Zahl) | Besonderheit |
|---|---|---|
| Kreuzlingen (Schweiz) | 35'000 | Feuerwerk wirkte bombastischer, verändertes Abschusskonzept |
| Konstanz (D) | 35'000 | Drohnenshow ergänzt Programm |
Organisation und Ausblick
Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit der Besucherzahl. Markus Baiker sagte, er wolle sich nicht ausmalen, wie viel weniger Publikum gekommen wäre, hätte es das Feuerwerk nicht gegeben. Auf Konstanzer Seite unterstrich Organizer Tommy Spörrer, am Feuerwerk festhalten zu wollen, obwohl die Darbietung durch die neue Kombination mit Landabschüssen und einer Seeplattform angepasst wurde.
Die Koordination zwischen beiden Uferseiten erfordert insbesondere bei der technischen Umsetzung des Feuerwerks und bei Sicherheitsfragen genaue Absprachen. Das gemeinsame Interesse beider Städte, Publikum aus der Region anzuziehen, zeigt sich in der beidseitigen Zählung von je rund 35'000 Besuchern und in der Ergänzung des Programms durch neue Elemente wie die Drohnenshow.
Insgesamt präsentierte sich das Fantastical als ein Publikumsmagnet, der Tradition (Feuerwerk) mit neuen Akzenten (Drohnen, erweiterte Themenbereiche) verbindet. Für die kommende Ausgabe dürften Wetterbedingungen und die weitere Abstimmung der Abschussorte sowie das Platzangebot vor Ort entscheidend sein, um das Publikumsvergnügen und die Sicherheit zu gewährleisten.
Die exakten Besucherzahlen beruhen auf Angaben der Veranstalter; die offizielle Nachbearbeitung und Auswertung der Veranstaltung liegen in der Verantwortung der Organisatoren und der beteiligten Städte.