In einer Nacht wurden im Kanton Thurgau drei Verkehrsunfälle registriert, bei denen die Lenker laut Polizeiangaben fahrunfähig und alkoholisiert unterwegs waren. Die Ereignisse ereigneten sich in Harenwilen, Kreuzlingen und Amriswil. Eine Person zog sich leichte Verletzungen zu, mehrere Fahrzeuge und Infrastrukturelemente wurden beschädigt. Die Kantonspolizei Thurgau hat Blut- und Urinproben angeordnet und leitet Verfahren ein.
Harenwilen: Fahrzeuglenkerin fährt erst weiter, wird später kontrolliert
Kurz nach 20.15 Uhr war eine Autofahrerin von Wolfikon in Richtung Hüttlingen unterwegs. Auf der Höhe des Weilers Burg geriet das Fahrzeug in einer Linkskurve rechtsseitig von der Fahrbahn und kollidierte mit einer Holzbeige. Die Fahrerin setzte die Fahrt fort, ohne den Unfall zu melden. Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau konnten die Frau kurze Zeit später beim Sägegässli in Harenwilen anhalten und kontrollieren.
Die Lenkerin, eine 39-jährige Schweizerin, wurde vor Ort als fahrunfähig beurteilt. Gegen sie wurde eine Blutentnahme sowie eine Urinprobe angeordnet. Gemäss Polizeiinformationen entstand Sachschaden von einigen hundert Franken. Die Frau wird bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Kreuzlingen: Ausweichmanöver endet in Auffahrkollision
Gegen 23.45 Uhr kam es auf der Löwenstrasse in Kreuzlingen zu einem Unfall, als ein Fahrzeug bei der Verzweigung mit der Kirchstrasse zunächst nach rechts lenkte und kurz darauf wieder zurückzog. In der Folge kollidierte dieses Auto mit dem Fahrzeug dahinter, das in dieselbe Richtung fuhr. Der vordere Fahrer gab gegenüber Einsatzkräften an, er sei einer Katze ausgewichen.
Die Atemalkoholprobe beim vordersten Fahrzeuglenker ergab einen Wert von 0.41 mg/l. Es handelt sich dabei um einen 38-jährigen Deutschen. Bei der Kollision entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken. Personen wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht schwer verletzt.
Amriswil: Sekundenschlaf führt zu Kollision mit Strassenmobiliar und Aussenterrasse
In der Nacht kurz vor 03.00 Uhr fuhr ein Autofahrer auf der Arbonerstrasse in Amriswil in Richtung Arbon. Kurz nach dem Verlassen des Pentorama-Kreisels geriet das Fahrzeug rechtsseitig auf das Trottoir und kollidierte nacheinander mit einem Randleitpfosten, einem Kandelaber sowie der Aussenterrasse eines Lokals.
Der Lenker gab gegenüber den Einsatzkräften an, er sei in einen Sekundenschlaf verfallen. Bei dem Unfall wurde eine Person leicht verletzt. Zu Art und Umfang der Verletzungen sowie zu weiteren Details machte die Kantonspolizei in ihrer Mitteilung keine näheren Angaben. Auch hier wird das weitere Vorgehen von der Staatsanwaltschaft begleitet.
Zusammenfassung der Vorfälle
| Ort | Zeit | Situation | Massnahmen |
|---|---|---|---|
| Harenwilen | ca. 20:15 | Fahrzeug von Strasse abgekommen, Fahrerflucht | Kontrolle, Blut-/Urinprobe, Anzeige |
| Kreuzlingen | ca. 23:45 | Auffahrkollision nach Ausweichmanöver | Atemalkoholprobe (0.41 mg/l), Anzeige |
| Amriswil | kurz vor 03:00 | Fahrzeug auf Trottoir, Kollisionsschäden, Sekundenschlaf | Polizeieinsatz, Anzeige, Verletzte Person |
Polizei zieht Bilanz und behördliche Schritte
In allen drei Fällen ordnete die Kantonspolizei Thurgau Abklärungen an; in den alkoholbezogenen Sachverhalten wurden Blut- und Urinproben veranlasst oder Atemalkoholmessungen durchgeführt. Die betroffenen Lenker werden bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Der entstandene Sachschaden reicht von einigen hundert bis zu mehreren tausend Franken.
- Fahrunfähigkeit durch Alkohol spielt in mindestens zwei Fällen eine Rolle.
- Sekundenschlaf kann laut Polizei ebenfalls zu schweren Folgeunfällen führen.
- Die Polizei mahnt zur Vorsicht und kündigt klare rechtliche Konsequenzen an.
Die Kantonspolizei Thurgau ermittelt weiter zu den genauen Unfallursachen und wird Informationen zu den laufenden Verfahren gegebenenfalls ergänzen. Verkehrsteilnehmende werden daran erinnert, die Fahrtüchtigkeit vor jeder Fahrt zu prüfen und im Zweifel alternative Transportmöglichkeiten zu wählen oder das Fahrzeug stehen zu lassen.
Diese Serie von Unfällen zeigt, wie schnell sich alltägliche Situationen – Ausweichmanöver, Müdigkeit, Alkoholkonsum – in gefährliche Ereignisse verwandeln können. Für die betroffenen Gemeinden bedeutet dies neben persönlichem Leid auch Materialschäden und erhöhten Aufwand für Rettungs- und Polizeikräfte.