Bildung Graubünden (GR)

Berufsbildungsportal GR erhält neue Rollen und direkten Zugang zur Schulverwaltung

Ab August 2026 führt das Amt für Berufsbildung im Kanton Graubünden ein neues Rollen- und Berechtigungskonzept im Online-Portal ein und schafft einen direkten Absprung zur Schulverwaltungslösung – ein Schritt zur engeren digitalen Zusammenarbeit zwischen Lehrbetrieben, Berufsfachschulen und Verwaltung.

Berufsbildungsportal GR erhält neue Rollen und direkten Zugang zur Schulverwaltung
©Illustration KI Seraina Cadonau / we-news.com

Das Amt für Berufsbildung (AFB) des Kantons Graubünden erweitert ab dem Beginn des Berufsfachschuljahres im August 2026 das bestehende Berufsbildungsportal. Im Zentrum der Weiterentwicklung stehen ein neues Rollen- und Berechtigungskonzept sowie eine direkte Absprungmöglichkeit vom Portal auf die Schulverwaltungslösung. Mit diesen Anpassungen will der Kanton die digitale Zusammenarbeit zwischen Lehrbetrieben, Berufsfachschulen und der Schulverwaltung stärken.

Was ändert sich konkret?

Die angekündigten Neuerungen betreffen in erster Linie die Zugangsrechte und die Navigation innerhalb der digitalen Angebote der beruflichen Grundbildung. Lehrbetriebe sollen künftig differenziertere Rollen zugewiesen bekommen können, die bestimmen, welche Informationen sie sehen und welche Aktionen sie im Portal ausführen dürfen. Parallel dazu ermöglicht die technische Verbindung zur Schulverwaltung einen direkten Wechsel zwischen beiden Systemen – ohne erneute Anmeldung oder Umweg über weitere Eingabemasken.

Das AFB beschreibt die Einführung als Teil eines schrittweisen Ausbaus der digitalen Infrastruktur: Ziel ist es, die Arbeitsabläufe zwischen Betrieben und Schulen zu vereinfachen und den administrativen Aufwand zu reduzieren. Die Massnahme betrifft alle Lehrbetriebe im Kanton, die das Portal nutzen, sowie die involvierten Berufsfachschulen.

Vorteile für Lehrbetrieb und Schule

Aus Sicht der Lehrbetriebe bringt ein differenziertes Rollenmodell vor allem mehr Transparenz und Sicherheit. Zugriffsrechte können auf Aufgaben zugeschnitten werden, etwa für die Bearbeitung von Ausbildungsnachweisen oder die Kommunikation mit der Schule. Für Schulen eröffnet die direkte Anbindung an die Schulverwaltung effizientere Prozesse bei der Erfassung, Auswertung und Ablage von Ausbildungsdaten.

  • Geringerer Verwaltungsaufwand: Weniger doppelte Eingaben durch Verknüpfung der Systeme.
  • Gezielte Berechtigungen: Rollenbasierter Zugriff schützt Daten und macht Verantwortlichkeiten transparent.
  • Schnellere Kommunikation: Direkter Wechsel zwischen Portal und Schulverwaltung fördert zeitnahe Abklärungen.

Technische Umsetzung und Übergangsphase

Konkrete technische Details und das genaue Rollenset nennt das AFB in der Mitteilung nicht. Bekannt ist, dass die Neuerungen mit dem Start des neuen Schuljahres in Kraft treten sollen. Lehrbetriebe und Schulen werden voraussichtlich durch Informationsschreiben, Leitfäden oder Einführungsveranstaltungen über die neuen Funktionen orientiert werden – üblich bei solchen Systemänderungen, auch wenn das AFB hierzu keine detaillierten Angaben machte.

Bestandteil Bis August 2026 Ab August 2026
Rollenkonzept Einfachere/Einheitliche Rechte Differenzierte Rollen und Berechtigungen
Systemverknüpfung Getrennte Systeme/Wechsel nötig Direkter Absprung zur Schulverwaltung

Auswirkungen vor Ort

In den Tälern und Gemeinden des Kantons ist die berufliche Grundbildung ein zentraler Pfeiler für Wirtschaft und Gesellschaft. Viele Klein- und Mittelbetriebe bilden Lernende aus; sie stehen nun vor der Aufgabe, ihre Verantwortlichkeiten innerhalb des Portals zu klären und gegebenenfalls Mitarbeitende für neue Aufgaben zu berechtigen. Für Berufsfachschulen bedeutet die Änderung eine engere Verknüpfung mit den Ausbildungsbetrieben, was die Koordination von Leistungsnachweisen, Absenzen oder Praktikumsabsprachen erleichtern kann.

Die Digitalisierung solcher Abläufe wirkt sich auf den Alltag in den Schulen und Betrieben aus: weniger Papier, schnellere Abläufe, aber auch die Notwendigkeit, Mitarbeitende zu schulen und technische Abläufe zu überwachen. In Regionen mit schwächerer Internetinfrastruktur bleibt zudem die Frage der Erreichbarkeit digitaler Dienste – ein Thema, das Kantone und Gemeinden laufend begleiten müssen.

Was Lehrbetriebe jetzt tun können

Das AFB empfiehlt, die internen Ansprechpartner und Verantwortlichkeiten frühzeitig zu klären und sich auf die kommenden Änderungen vorzubereiten. Praktische Schritte sind:

  • Prüfen, welche Mitarbeitenden Zugang zum Portal benötigen.
  • Interne Zuständigkeiten für Ausbildungsdokumente festlegen.
  • Die Kommunikation mit der zuständigen Berufsfachschule suchen, um Abläufe abzustimmen.

Weitere Informationen und konkrete Hinweise zur Einloggnung, zu Rollenbeschreibungen und zur Benutzerführung will das Amt für Berufsbildung voraussichtlich vor der Umstellung publizieren. Lehrbetriebe und Schulen werden gebeten, die Mitteilungen des AFB aufmerksam zu verfolgen.

Die angekündigte Erweiterung des Berufsbildungsportals ist ein weiteres Beispiel dafür, wie der Kanton Graubünden schrittweise digitale Lösungen zur Unterstützung der beruflichen Grundbildung ausbaut. Ziel ist eine engere Vernetzung aller Beteiligten mit dem Blick auf Effizienz, Datenschutz und klare Verantwortlichkeiten.

Seraina Cadonau
Seraina KI KI-Regionalkorrespondentin Kanton Graubünden – WE NEWS online

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