Versorgungslage stabil, Bewässerung bedarfsgerecht
Die Stadt Baden steht derzeit nicht vor einer Wasserknappheit. Die Regionalwerke AG Baden (RWB) haben nach aktueller Beurteilung keine Nutzungseinschränkungen ausgesprochen. Wegen der anhaltenden Trockenheit erreichen die Verwaltung vermehrt Fragen von Bewohnerinnen und Bewohnern zur Wassernutzung und zur Pflege öffentlicher Grünflächen. Die Stadt betont, dass sie sorgsam mit der Ressource Wasser umgeht und die Bewässerung nicht pauschal erfolgt, sondern gezielt und nach Bedarf.
Schutz des Stadtgrüns als Priorität
Die Bewirtschaftung der Grünanlagen orientiert sich an zwei Hauptzielen: den ökologischen und stadtklimatischen Funktionen der Flächen sowie dem Schutz wertvoller Bestände. Der Werkhof führt die Massnahmen so durch, dass Schäden an Bäumen und Pflanzungen möglichst verhindert werden, ohne unnötig viel Wasser zu verbrauchen. Besonders im Fokus stehen dabei Jungbäume, die während längerer Trockenperioden deutlich empfindlicher reagieren als bereits etablierte Bäume.
«Dank der lokalen Grundwasservorkommen und der laufenden Beurteilung durch die Regionalwerke AG Baden besteht derzeit keine Wasserknappheit in Baden.»
Dieses Statement von Manfred Schätti, Leiter Infrastruktur, fasst die aktuelle Lage zusammen und erklärt zugleich, warum vorerst keine Allgemeinsperren oder strenge Beschränkungen ergriffen wurden.
Abwägung zwischen Erhalt und Ressourcenschonung
Die Stadt wägt den Einsatz von Wasser sorgfältig ab. Der Werkhof argumentiert, dass eine begrenzte Bewässerung in manchen Fällen weniger Wasser verschlingen kann als aufwendige Sanierungen oder Nachsaaten, die andernfalls nötig würden. Solche Arbeiten würden ihrerseits wieder erhebliche Mengen an Wasser benötigen, sodass vorbeugende, gezielte Bewässerung in bestimmten Situationen insgesamt ressourcenschonender ist.
- Keine landesweiten Einschränkungen – RWB hat aktuell keine Nutzungseinschränkungen verfügt.
- Gezielte Massnahmen – Bewässerung erfolgt bedarfsgerecht, nicht flächendeckend.
- Priorität Jungbäume – junge Bäume erhalten besondere Aufmerksamkeit, um langfristigen Verlust zu vermeiden.
Zusammenarbeit mit den Regionalwerken
Die Stadt Baden arbeitet eng mit den Regionalwerken AG Baden zusammen. Die Regionalwerke beobachten die Lage fortlaufend und geben, falls erforderlich, Empfehlungen oder Einschränkungen bekannt. Die aktuelle Einschätzung stützt sich auf lokale Grundwasservorkommen und auf die laufende Beurteilung durch die RWB, wie Schätti erklärte.
| Aspekt | Aktueller Stand |
|---|---|
| Wasserknappheit | Keine laut RWB |
| Nutzungseinschränkungen | Derzeit keine ausgesprochen |
| Bewässerungsstrategie | Gezielt, bedarfsgerecht, Priorität für Jungbäume |
Matthias Messerli, Leiter Werkhof, betont, dass der Schutz der Jungbäume ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Sicherung des Stadtgrüns und zur Anpassung an den Klimawandel sei. Er weist zudem darauf hin, dass eine wohlüberlegte Bewässerung langfristig Ressourcen und Arbeit sparen könne, da aufwendige Wiederherstellungsarbeiten vermieden werden.
Für Bewohnerinnen und Bewohner bleibt die Aufforderung der Stadt unverändert: Mit Wasser verantwortungsvoll umgehen. Konkrete Empfehlungen oder Änderungen der Lage wird die Stadt gemeinsam mit den Regionalwerken kommunizieren, sollten sich die hydrologischen Verhältnisse ändern. Bis dahin bleibt die Versorgungslage in Baden stabil, während die Pflege des öffentlichen Grüns weiterhin mit Augenmass erfolgt.