FDP spricht sich einheitlich für Zusammenschluss und Kulturfinanzierung aus
Die FDP der Stadt Aarau hat an ihrer Mitgliederversammlung die Ja-Parolen zu den beiden kommunalen Vorlagen vom 27. September 2026 beschlossen: dem geplanten Zusammenschluss mit der Gemeinde Unterentfelden sowie einer Erhöhung des städtischen Beitrags für den Neubau des Kultur- und Veranstaltungszentrums KIFF 2.0. Die Partei begründet ihre Haltung mit der zu erwartenden Stärkung des Lebens- und Wirtschaftsraums sowie der Bedeutung des KIFF für das kulturelle Angebot der Stadt.
Die Versammlung sprach sich einstimmig für den Zusammenschluss aus. In den Augen der FDP eröffne die Fusion neue Entwicklungsmöglichkeiten für Aarau und die Region: Sie könne die Attraktivität des Standorts für Unternehmen und Fachkräfte steigern und zusätzliche Perspektiven für die Bevölkerung schaffen. Die Partei betonte zugleich, dass die angekündigten Effizienzgewinne realisiert werden müssten, damit die geplanten Einsparungen in der Verwaltung greifen. Nur so lasse sich der derzeitige Steuerfuss von 96 % mittelfristig stabil halten.
Die FDP sieht im Zusammenschluss Chancen für die Weiterentwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraums Aarau und erwartet, dass Einsparungen tatsächlich umgesetzt werden.
Ja zum KIFF mit Bedingungen
Auch zur Vorlage über einen höheren städtischen Beitrag an den KIFF-Neubau fasste die FDP einstimmig die Ja-Parole. Die Parteimitglieder anerkennen, dass zusätzliche Mittel notwendig sind, damit das Bauprojekt fertiggestellt werden kann. Gleichzeitig forderten sie eine konsequente Professionalisierung sowie eine stärkere kommerzielle Ausrichtung des künftigen KIFF-Betriebs.
Bei der Diskussion zeigte die FDP allerdings Vorbehalte gegenüber der vorgeschlagenen Finanzierungsform: Die Mitgliederversammlung war der Ansicht, eine Finanzierung in Form eines rückzahlbaren, zinslosen Darlehens wäre die bessere Lösung gewesen. Mit einer solchen Lösung hätte sichergestellt werden können, dass die Fertigstellung des Projekts finanziell gesichert ist, ohne dauerhaft steigende Verpflichtungen für die Stadt einzugehen.
- Datum Abstimmungen: 27. September 2026
- FDP-Position Fusion: Ja, einstimmig
- FDP-Position KIFF-Beitrag: Ja, einstimmig; Forderung nach Professionalisierung
Konsequenzen für Aarau
Die Beschlüsse der FDP dürften die kommunale Debatte in Aarau prägen. Ein Ja zur Fusion mit Unterentfelden würde die regionale Zusammenarbeit vertiefen und könnte in verschiedenen Bereichen zu grösseren administrativen Strukturen und veränderten Zuständigkeiten führen. Die FDP mahnt, dass die erwarteten Effizienzgewinne nicht bloss angekündigt bleiben dürfen: Sie müssten in konkreten Einsparungen und Verbesserungen der Verwaltungstätigkeit messbar werden, damit die Steuerlast für die Bevölkerung nicht zusätzlich steigt.
Die Zustimmung zum KIFF-Beitrag signalisiert, dass ein Teil der bürgerlichen Mitte die kulturelle Infrastruktur als wichtigen Standortfaktor betrachtet. Gleichzeitig zeigt die Forderung nach einer wirtschaftlicheren Betriebsführung, dass die Partei auch bei Kulturprojekten auf Nachhaltigkeit und finanzielle Verantwortung pocht.
| Vorlage | FDP-Entscheid | Kernforderung |
|---|---|---|
| Zusammenschluss Aarau – Unterentfelden | Ja (einstimmig) | Effizienzgewinne umsetzen, Steuerfuss stabil halten |
| Erhöhung Beitrag KIFF 2.0 | Ja (einstimmig) | Professionalisierung und kommerzielle Ausrichtung des Betriebs |
In den kommenden Wochen werden die beiden Vorlagen Gegenstand öffentlicher Diskussionen, Informationsveranstaltungen und der Abstimmungskampagnen sein. Die FDP Aarau hat mit ihren Ja-Parolen bereits deren bürgerliche Unterstützung signalisiert, doch das Abstimmungsresultat wird von weiteren politischen Kräften, Institutionen und der Mobilisierung der Bevölkerung abhängen.
WE NEWS wird die Entwicklungen in der Abstimmungsphase begleiten und über konkrete Hintergrundinformationen und Stellungnahmen aus Politik, Verwaltung und Kulturinstitutionen in Aarau berichten.