Der Aargauer Schriftsteller und Gymnasiallehrer Markus Bundi erhält den diesjährigen Aargauer Anerkennungspreis. Die Auszeichnung wird am kommenden Freitagabend in der Alten Reithalle Aarau übergeben. Das Kuratorium verbindet mit dem Preis die Würdigung eines vielseitigen literarischen Schaffens und die Anerkennung eines kulturellen Engagements im Kanton.
Eine Auszeichnung für ein vielseitiges Werk
Bundi wird in der Mitteilung als Vielschreiber und langjährig in der Region verankerter Kulturschaffender bezeichnet. Neben seiner Tätigkeit als Gymnasiallehrer hat er im Rückblick auf sein Leben verschiedene Rollen ausgefüllt: unter anderem als Handballprofi, Sportredaktor und Literaturredaktor. Diese unterschiedlichen Erfahrungen spiegeln sich laut Jury in der Breite und Tiefe seines literarischen und publizistischen Werks wider.
Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe ist auch Bundis jüngstes Buch Thema: Ein philosophischer Essay mit dem Titel «Zu sagen, was nicht ist. Eine Vorstellung», der sich in kurzen, dichten Kapiteln mit dem Problem des sogenannten «Ding an sich» auseinandersetzt. Der Band knüpft an klassische Positionen der Philosophie an und stellt zugleich Bezüge zur Gegenwart her.
«Wir sind nicht in der Lage zu sagen, was ist. Sprache ist Sprache, nichts anderes.»
Mit diesem Satz fasst Bundi eine Grundhaltung seines Essays zusammen: Sprache kann die Dinge nur annähern, nicht vollständig benennen. In seinen Ausführungen greift er auf Denker wie Platon, Immanuel Kant und Theodor W. Adorno zurück, um zu zeigen, wie das Problem des «Ding an sich» unser Geistes- und Sozialleben mitprägt.
Preis, Laudatio und Anlass
Der Anerkennungspreis ist mit 20 000 Franken dotiert. Die Laudatio hält Karl Werner Modler, selbst Gymnasiallehrer und Philosoph. Die Wahl Modlers als Laudator begründet das Kuratorium mit thematischen Überschneidungen zwischen Bundis aktuellem Essay und philosophischer Reflexion.
| Element | Angabe |
|---|---|
| Preis | Aargauer Anerkennungspreis |
| Betrag | 20 000 Franken |
| Ort | Alte Reithalle, Aarau |
| Laudator | Karl Werner Modler |
Wirkung im Kanton
Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung von Bundis Arbeit für die kulturelle Landschaft des Kantons Aargau. Seine Texte und Herausgebertätigkeiten erreichen Lesende über die Region hinaus, dennoch bleibt Bundi lokal verwurzelt und wirkt als Lehrer direkt in der Gemeinschaft. Für das kulturelle Leben im Kanton ist das ein klares Zeichen: Wertschätzung für intellektuelle Vielfalt und für Akteurinnen und Akteure, die Theorie und Praxis verbinden.
- Würdigung eines breit aufgestellten literarischen Schaffens
- Verknüpfung von philosophischer Reflexion mit lokalem Engagement
- Öffentliche Preisverleihung in Aarau mit Laudatio
Die Preisvergabe zieht Aufmerksamkeit auf Fragen der Sprache und Erkenntnistheorie, die Bundi in seinem Essay verhandelt. Indem er klassische philosophische Motive wie das Höhlengleichnis Platons oder Kants «Ding an sich» aufgreift, richtet er die Diskussion zugleich auf die Gegenwart: Wie sprechen wir über Wirklichkeit? Welche Ansprüche dürfen wir an Sprache und Erkenntnis stellen?
Praktische Hinweise zum Anlass
Die Übergabe des Anerkennungspreises findet am Freitagabend in der Alten Reithalle in Aarau statt. Details zum genauen Zeitplan und zur Teilnahme veröffentlicht das Kultursekretariat des Kantons beziehungsweise die Veranstaltenden separat. Medien und interessierte Personen werden gebeten, sich an die offiziellen Ankündigungen zu halten.
Mit der Auszeichnung würdigt das Kuratorium nicht nur ein einzelnes Buch, sondern ein gesamtes Schaffen, das in verschiedenen Feldern von Literatur, Herausgebertum und Lehre Spuren hinterlässt. Bundis Kombination aus dichterischer Sensibilität, philosophischer Fragestellung und lokaler Präsenz machte ihn zur Wahl der Jury.
Die Preisverleihung bietet Anlass für Diskussionen über die Rolle von Sprache und Erkenntnis in Literatur und Gesellschaft sowie zur Wertschätzung regionaler Kulturträger. Für die Aargauer Kulturszene ist die Ehrung ein sichtbares Signal, dass intellektuelle Auseinandersetzung und literarische Vielfalt hier Anerkennung finden.