Feuerverbot teilweise aufgehoben — Wald bleibt tabu
Die Stadt Winterthur hat das kommunale Feuerverbot im Siedlungsgebiet aufgehoben. Das teilten die Behörden am Freitag mit. Grund seien die Regenfälle der vergangenen Tage, die die oberflächliche Trockenheit reduziert hätten. Gleichzeitig betonten die Verantwortlichen, dass das Grillieren im Wald und in Waldesnähe weiterhin strikt verboten bleibe.
Die Lockerung folgt dem Beispiel weiterer Gemeinden im Kanton Zürich, darunter die Stadt Zürich, die in den letzten Tagen ihre kommunalen Einschränkungen ebenfalls gelockert oder aufgehoben haben. Die kantonalen Auflagen zum Schutz der Wälder bleiben aber unverändert.
Behörden weisen auf bestehende Gefahren hin
Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass die Regenfälle zwar die Situation an der Oberfläche entspannt hätten, die tieferen Bodenschichten jedoch weiterhin trocken bleiben. Dadurch bestehe in Wäldern ein erhöhtes Risiko für Brände sowie die Gefahr von Astabbrüchen aufgrund ausgetrockneter Bäume.
«Im Wald und in Waldesnähe gilt im gesamten Kanton Zürich bis auf Weiteres ein absolutes Feuerverbot.»
Die Formulierung steht im Einklang mit den kantonalen Weisungen und soll Klarheit über die geltenden Regeln schaffen.
Was in Winterthur nun gilt
- Grillieren und offenes Feuer sind im Siedlungsgebiet wieder erlaubt.
- Im Wald und in Waldesnähe bleibt ein absolutes Feuerverbot bestehen.
- Beim Grillieren ist ein Mindestabstand von 50 Metern zum Waldrand einzuhalten.
- Feuer dürfen nie unbeaufsichtigt gelassen werden und müssen vor dem Verlassen vollständig mit Wasser gelöscht werden.
Praktische Regeln auf einen Blick
| Ort | Erlaubnis | Besondere Vorgaben |
|---|---|---|
| Siedlungsgebiet (Stadtgebiet) | Erlaubt | Feuer beaufsichtigen, vollständig löschen |
| Wald und Waldesnähe | Verboten | Mindestabstand 50 m, Kantonsverbot gilt |
Reaktionen aus der Bevölkerung
In den sozialen Medien und Kommentarsektionen reagieren Bürgerinnen und Bürger unterschiedlich auf die Aufhebung. Einige begrüssen die Lockerung als Rückkehr zu normalen Freizeitaktivitäten, andere äussern Bedenken angesichts anhaltender Trockenperioden in vielen Regionen der Schweiz. Ein Nutzer kritisierte, dass einige Regenstunden nicht ausreichten, um tiefere Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten, und wies auf mögliche Folgen wie eingeschränkte Wasserverfügbarkeit hin.
Die Stadtverwaltung nimmt solche Einwände ernst, verweist aber auf die aktuelle Risikobewertung: Solange das kantonale Feuerverbot im Wald gilt, bleibt der Schutz der Wälder und der öffentlichen Sicherheit Priorität. Verstösse gegen das Feuerverbot können entsprechende Folgen nach sich ziehen.
Was Winterthurerinnen und Winterthurer jetzt beachten sollten
Für Bewohnerinnen und Bewohner von Winterthur gelten damit klare Pflichten: Beim Grillieren im Siedlungsgebiet ist jederzeit die Kontrolle über das Feuer zu gewährleisten. Im Zweifel empfiehlt es sich, offizielle Informationkanäle der Stadt zu konsultieren, bevor man ein Feuer entfacht. Die Behörden behalten sich vor, die Lage erneut zu beurteilen und bei Verschlechterung der Witterung das Verbot wieder zu aktivieren.
Die Lockerung ist damit weniger ein Freibrief als eine situative Anpassung an die kurzfristige Wetterlage: Erlaubt ist, was die Sicherheit nicht gefährdet. Der Appell der Stadt bleibt: Vorsicht walten lassen und Rücksicht auf die verbliebenen Gefahren nehmen.