Politik Dübendorf Zürich (ZH)

Badi Oberdorf bleibt 2027 geschlossen: Stadtrat erklärt Entscheidung für Dübendorf

Die Badi Oberdorf in Dübendorf bleibt ein weiteres Jahr zu. Stadtrat und Stadtpräsident nennen Sicherheitsbedenken, Mehraufwand und zusätzliche Kosten als Gründe. Geprüfte Alternativen reichten nicht aus.

Badi Oberdorf bleibt 2027 geschlossen: Stadtrat erklärt Entscheidung für Dübendorf
©Illustration KI Fabian Meier / we-news.com

Stadtrat zieht ursprünglichen Plan zurück

Die Freibadsaison 2027 wird für Dübendorf ohne die Badi Oberdorf stattfinden. Entgegen früherer Planungen wird das Freibad, das diese Saison bereits wegen der Bauarbeiten für das neue Hallenbad geschlossen war, auch im kommenden Jahr nicht geöffnet. Der Stadtrat begründet die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken, zusätzlichem Aufwand und nicht kalkulierten Mehrkosten, wie er in einer Mitteilung festhält.

Warum bleibt die Badi zu?

Ursprünglich war vorgesehen, dass das Hallenbad so gebaut wird, «dass das Freibad maximal eine ganze Saison geschlossen bleiben muss.» Diese Formulierung stammt aus der Abstimmungsweisung zum Hallenbadprojekt. Die jetzt kommunizierten Gründe für die Verlängerung der Schliessung lauten:

  • Sicherheitsfragen rund um die Baustelleninstallation und den Betrieb von Badeanstalten neben einer grossen Baustelle.
  • Technische Eingriffe und komplexe Schnittstellen bei der Bauausführung, insbesondere bei der Haustechnik.
  • Zusätzlicher Aufwand und Kosten, die durch provisorische Lösungen entstünden.
  • Fehlende Parkplätze infolge der Baustelleninstallation an der Oberdorfstrasse.
  • Gastrobereich, der offenbar erst später als geplant betriebsbereit wäre; Foodtrucks wurden als nicht adäquate Alternative bewertet.

Welche Varianten prüfte die Stadt?

Stadtpräsident André Ingold (SVP) erklärte, die Lage sei in den letzten Monaten nochmals mit Fachpersonen analysiert worden. Dabei seien verschiedene Varianten untersucht worden, unter anderem eine Verlegung des Eingangs, die jedoch einen grossen Provisoriumsaufwand und zusätzliche Infrastruktur verlangt hätte. Zum Entscheid sagte Ingold in der Mitteilung:

«Wir haben das Ganze in den letzten Monaten nochmals mit Fachleuten angeschaut.»

Weiter führte er aus, dass der Gastrobereich nicht wie geplant bereits kommendes Jahr bereit gewesen wäre und man sonst auf Foodtrucks hätte zurückgreifen müssen, «was auch keine adäquate Lösung ist.»

Standort Geplantes Vorgehen Aktueller Entscheid
Badi Oberdorf Wiedereröffnung während der Hallenbad-Bauphase (nur eine Saison schliessen) Auch 2027 geschlossen
Gastro/Service Vor Ort betriebsbereit Gastro nicht rechtzeitig einsatzbereit; Foodtrucks als nicht adäquat beurteilt
Parkplätze Ausreichend vorhanden Weniger Parkraum wegen Baustelleninstallation

Konsequenzen für den Sommerbetrieb und die Bevölkerung

Die Entscheidung bedeutet für Dübendorferinnen und Dübendorfer ein weiteres Jahr ohne kommunale Freibadanlage im Oberdorf. Konkrete Ersatzangebote oder Übergangslösungen nennt die Mitteilung nicht. Wesentliche Auswirkungen sind:

  • Weniger lokale Naherholungs- und Sportmöglichkeiten an heissen Tagen.
  • Verschiebung von Planungen zur Bewirtschaftung des Areals während der Bauzeit.
  • Erhöhte Belastung von Alternativbädern in der Region, sofern Badbesuche ausserhalb der Gemeinde unternommen werden.

Die Verwaltung hat demnach eine Risiko-Nutzen-Abwägung vorgenommen und sich gegen eine Teilöffnung entschieden, weil die verbleibenden Risiken und der Aufwand als zu hoch beurteilt wurden.

Ausblick

Der Stadtrat muss nun die Kommunikation gegenüber der Bevölkerung fortsetzen und offenlegen, wie sich die Auswirkungen auf das Budget, die Bauplanung und den Zeitplan des Hallenbads konkret darstellen. Klar ist nur, dass der ursprüngliche Plan, wonach das Freibad nur eine Saison geschlossen bleiben sollte, nicht eingehalten wird. Weitere Details zur genauen Lage der Baustelleninstallationen oder zu konkreten Kostenschätzungen nennt die Mitteilung nicht.

Für Dübendorf bleibt die Frage, wie die Stadtverwaltung in den verbleibenden Bauphasen die Balance zwischen Baulogistik, Sicherheit und Zugänglichkeit der Freizeitanlagen erhält. Die Entscheidung zeigt, dass diese Abwägung Vorrang vor einer symbolischen Wiedereröffnung hatte.

Fabian Meier
Fabian KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Zürich – WE NEWS online

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