Grosses Interesse am ehemaligen Militärflugplatz
Der Innovationspark in Dübendorf war am vergangenen Wochenende der Auftaktort der Scientifica, der grössten Wissenschaftsmesse der Schweiz. Auf dem Areal des ehemaligen Militärflugplatzes versammelten sich laut Berichten Hunderte Besucherinnen und Besucher, um die Ausstellungen in den Hangars und an Aussenständen zu besichtigen. An manchen Stationen mussten Interessierte bis zu eine Stunde anstehen, um ein Billett für eine Veranstaltung zu ergattern.
Präsentationen von ETH, UZH und Empa
Die Ausstellung brachte Projekte aus Universität und Forschung ans Publikum: Studierende und Forschende der ETH Zürich, der Universität Zürich (UZH) sowie der Empa zeigten neueste Erkenntnisse und Prototypen. Gezeigt wurden unter anderem:
- Elektrorennwagen – inklusive Rennwagensimulator eines studentischen Teams,
- Drohnen und Unterwasserdrohnen (U-Boot‑Drohnen),
- Roboter, die Lebensmittel sortieren, und andere Automatisierungslösungen,
- Bauprojekte für junge Besucher, etwa zum Zusammenstellen von Molekülen.
Das Publikum war international und breit durchmischt: Familien mit Kindern, Technikinteressierte, Tüftlerinnen und Tüftler sowie Studierende drängten sich um die Stände. Besonders umlagert waren die Raketen- und Unterwasserdrohnen der Akademischen Raumfahrt Initiative Schweiz (Aris) sowie der Bereich mit dem Rennwagenprojekt AMZ Racing, einem studentischen Team der ETH.
„die grösste Wissenschaftsmesse der Schweiz“
Wissenschaftvermittlung vor Ort: Technik zum Anfassen
Die Scientifica setzte auf unmittelbare Begegnungen mit Wissenschaft und Technik. Davon profitieren insbesondere Jugendliche: In Workshops konnten sie selbst aktiv werden, etwa beim Zusammenbauen von Molekülmodellen oder beim Probefahren an Simulatoren. Einfache, aber wirkungsvolle Exponate – etwa ein Gefährt aus einer Palette, das mit dem Motor eines alten E‑Scooters angetrieben wird – fanden bei Gross und Klein Begeisterung.
Organisation und Ausblick
Der Innovationspark Dübendorf fungierte als erster Gastgeber; die Scientifica läuft noch bis zum 30. August an verschiedenen Standorten in und rund um Zürich. Die Veranstaltung zeigt die Bedeutung von Dübendorf als Standort für Wissenschaftsvorhaben und Innovationsförderung: Der ehemalige Militärflugplatz bietet mit seinen Hangars Raum für Grossprojekte und öffentliche Formate.
| Ort | Hauptakteure | Gezeigte Themen |
|---|---|---|
| Innovationspark Dübendorf | ETH, UZH, Empa, Aris, AMZ Racing | Rennwagen, Drohnen, U-Boot-Drohnen, Robotik, Workshops für Jugendliche |
Konsequenzen für die Region
Die Veranstaltung unterstreicht mehrere Entwicklungen für Dübendorf und die Region Zürich: Erstens stärkt sie das Profil des Innovationsparks als Knotenpunkt für Transfer zwischen Forschung und Öffentlichkeit. Zweitens zeigt die Resonanz, dass Wissenschaftsvermittlung in grossen, interaktiven Formaten auf Interesse stösst und Besucherverkehr erzeugt, was lokale Gastronomie und Mobilität kurzfristig betrifft. Drittens bietet die Präsenz von Studierendeninitiativen wie AMZ Racing oder Aris Praktikums‑ und Vernetzungsmöglichkeiten für lokale Firmen und Bildungseinrichtungen.
Die Scientifica macht noch einmal sichtbar, wie verschiedene Institutionen der Region zusammenkommen, um Forschung erlebbar zu machen. Für Dübendorf bleibt die Rolle als Gastgeberin solcher Grossveranstaltungen ein Faktor, der sowohl städtisches Profil als auch Besucherzahlen beeinflusst.