In Grenchen steht ein personeller Wechsel an der Spitze der rodania Stiftung an. Der Stiftungsrat hat die 43-jährige Juristin Alexandra Baumgartner zur neuen Geschäftsführerin gewählt. Der Amtswechsel ist auf den 1. Februar 2027 datiert; der bisherige Geschäftsführer Urs Trösch wird per Ende Februar 2027 in Pension treten und den Übergang begleiten.
Profil der neuen Leitung
Alexandra Baumgartner bringt gemäss Mitteilung einen juristischen Hintergrund mit: Sie hat in Luzern und an der Universität St. Gallen studiert und verfügt über zusätzliche Ausbildungen in Betriebswirtschaft und Mediation. In den letzten Jahren leitete sie laut Quelle die Stiftung St. Josef (seit 2025). Der Stiftungsrat betont ihre Führungserfahrung im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie ihre persönlichen Voraussetzungen für die anspruchsvolle Funktion.
Auswahlprozess und Erwartungen
Die Wahl von Baumgartner fiel nach einem Auswahlverfahren, an dem sich insgesamt 48 Bewerberinnen und Bewerber beteiligten; sie setzte sich gegen 47 Mitbewerbende durch. Der Stiftungsrat beschreibt die künftige Geschäftsführerin als eine «ruhige, lösungsorientierte Persönlichkeit», die fachlich überzeugt und menschlich gut zur Stiftung passe.
«Mit Alexandra Baumgartner übernimmt eine ruhige, lösungsorientierte Persönlichkeit die Geschäftsführung, die fachlich überzeugt und menschlich sehr gut zur rodania Stiftung passt.»
Ronnie Dürrenmatt, Präsident des Stiftungsrats, drückt damit sowohl fachliche als auch kulturelle Erwartungen an die neue Leitung aus. Die Formulierung signalisiert, dass neben fachlicher Kompetenz auch die Integration in die bestehende Organisationskultur eine wichtige Rolle spielte.
Übergabe und Kontinuität
Der Stiftungsrat betont, dass die Übergabe sorgfältig vorbereitet werde. Urs Trösch bleibt bis Ende Februar 2027 im Amt und wird die Einarbeitung und den Übergangsprozess aktiv begleiten. Damit soll eine geordnete und stabile Nachfolge sichergestellt werden, die den laufenden Betrieb der Stiftung nicht beeinträchtigt.
In der Mitteilung würdigt der Stiftungsrat zudem Tröschs langjähriges Engagement: Unter seiner Leitung habe sich die Stiftung fachlich, organisatorisch und gesellschaftlich weiterentwickelt. Sein Einsatz für die von der Stiftung begleiteten Menschen, die Mitarbeitenden und die Institution habe die rodania Stiftung nachhaltig geprägt.
Bedeutung für Grenchen
Die rodania Stiftung ist eine lokale Institution mit sozialem Auftrag. Ein Wechsel an der Spitze tangiert deshalb nicht nur interne Abläufe, sondern kann auch Auswirkungen auf Partnerschaften, Klientenbetreuung und Mitarbeitende vor Ort haben. Die angekündigte Übergangsphase soll Kontinuität gewährleisten, insbesondere in Dienstleistungen, die auf Langfristigkeit und Verlässlichkeit angewiesen sind.
- Datum des Wechsels: 1. Februar 2027
- Verbleibender Amtszeitrahmen von Vorgänger: bis Ende Februar 2027
- Anzahl Bewerbende im Verfahren: 48
| Person | Rolle | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Urs Trösch | Geschäftsführer (aktuell) | bis Ende Februar 2027 |
| Alexandra Baumgartner | künftige Geschäftsführerin | ab 1. Februar 2027 |
Für die Mitarbeitenden und die betreuten Personen der Stiftung bedeutet die Wahl eine Phase der Beobachtung: Zum einen, um zu sehen, wie die neue Leitung operative Prioritäten setzt; zum andern, um die angekündigte Kontinuität in Angeboten und Abläufen zu prüfen. Der Stiftungsrat kündigt an, die Zusammenarbeit mit Baumgartner mit Umsicht, Fachkompetenz und Herz fortzusetzen.
Weitere Details zur konkreten strategischen Ausrichtung der Stiftung unter der neuen Führung wurden in der Mitteilung nicht genannt. Die Vorbereitungen zur Übergabe sollen in den kommenden Monaten erfolgen; konkrete Termine für ein öffentliches Präsentationsgespräch oder Anlässe mit Mitarbeitenden wurden bislang nicht publiziert.