Am Donnerstag kam es in zwei Gemeinden des Kantons Graubünden zu insgesamt drei Verkehrsunfällen, bei denen vier Personen verletzt wurden. Die Kantonspolizei Graubünden teilte am Freitag die Details mit: Ein Velofahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einer Rega-Crew ins Kantonsspital nach Chur geflogen, weitere drei Personen mussten ambulant oder stationär versorgt werden.
Unfälle im Überblick
Die Ereignisse spielten sich an einem Tag an verschiedenen Orten: In La Punt Chamues-ch kam es zweimal zu Kollisionen auf der Engadinerstrasse und dem Innradweg, in Splügen ereignete sich ein schwerer Zusammenstoss auf der Italienischen Strasse.
| Ort | Uhrzeit | Verletzte | Massnahme |
|---|---|---|---|
| La Punt Chamues-ch (Tankstelle / Engadinerstrasse) | ca. 08:00 | Zwei Personen (Motorradfahrer, Velofahrerin) | Velofahrerin ins Spital nach Samedan gebracht; Töfffahrer durch Rettungspersonal betreut |
| Splügen (Italienische Strasse) | ca. 12:45 | Ein Velofahrer schwer verletzt | Rega-Flug ins Kantonsspital Chur; beteiligter Automobilist kurz angehalten und später kontrolliert am San Bernardinopass |
| La Punt Chamues-ch (Innradweg) | ca. 14:00 | Eine Velofahrerin verletzt | Ins Spital Samedan gebracht |
Was genau passierte?
Gemäss Mitteilung der Kantonspolizei kollidierte am Morgen ein Motorradfahrer beim Ausfahren von einer Tankstelle mit einer entgegenkommenden Velofahrerin auf der Engadinerstrasse. Beide stürzten; die Frau wurde ins Spital Samedan gebracht. Der Motorradlenker erhielt vor Ort medizinische Betreuung.
Am frühen Nachmittag ereignete sich auf dem Innradweg in La Punt Chamues-ch zunächst eine Streifkollision zwischen zwei Velofahrern. Während die Polizei den Vorfall aufklärte, streifte eine herannahende Velofahrerin eine stehende Person, stürzte und verletzte sich. Auch sie wurde ins Spital Samedan gebracht.
Der schwerste Unfall geschah in Splügen gegen Mittag: Beim Überholen eines Autos kam es zu einer Kollision zwischen einem Motorradfahrer und einem entgegenkommenden Velofahrer. Der Velofahrer trug schwere Verletzungen davon und musste von einer Rega-Crew ins Kantonsspital Chur geflogen werden. Der beteiligte Automobilist entfernte sich nach einem kurzen Halt vom Ort, wurde jedoch später von einer Polizeipatrouille beim San Bernardinopass angehalten.
Polizeiliche Abklärungen und Hinweise
Die Kantonspolizei führt Abklärungen zu den Unfallursachen durch. Insbesondere beim Vorfall in Splügen wird untersucht, unter welchen Umständen das Überholmanöver stattfand und welche Rolle die Geschwindigkeit bzw. Sichtverhältnisse spielten. Zur Situation am San Bernardinopass vermeldet die Polizei, dass der Automobilist nach dem kurzen Anhalten kontrolliert werden konnte.
Die Polizei mahnt Verkehrsteilnehmende zur Vorsicht: Mehrere Unfallorte lagen an Strassenabschnitten mit Begegnungsverkehr oder auf Radwegen, wo das Verhalten aller Beteiligten entscheidend ist. Velofahrerinnen und Velofahrer, Motorradlenkende und Automobilistinnen müssen Rücksicht nehmen und die Verkehrsregeln beachten, damit solche Kollisionen verhindert werden können.
Praktische Hinweise für die Region
- Bei Unfällen mit schweren Verletzungen sofort den Notruf 144 wählen oder die Rega alarmieren.
- Unfallstelle sichern und andere Verkehrsteilnehmende warnen, bis Rettungskräfte eintreffen.
- Als Zeuge wichtige Beobachtungen (Zeit, Richtung, beteiligte Fahrzeuge, Fluchtverhalten) notieren und der Polizei melden.
Für Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Täler bedeutet jeder Unfall eine Belastung – nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Rettungspersonal und Anwohner. Die Wege und Strassen im Engadin und im Schams werden täglich von Einheimischen und Gästen genutzt; darum sind gegenseitige Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit zentral.
Die Kantonspolizei Graubünden wird die Untersuchungen weiterführen und darüber informieren, sobald weitere Erkenntnisse vorliegen.
Kurzfassung: Drei Unfälle in La Punt Chamues-ch und Splügen führten am Donnerstag zu vier Verletzten. Ein Velofahrer wurde schwer verletzt und per Rega ins Kantonsspital Chur gebracht. Die Polizei ermittelt.